Bärlauch einlegen – Bärlauchkapern eine echte Delikatesse

Bärlauch einlegen – Bärlauchkapern eine echte Delikatesse

Ich liebe Bärlauch und ihr wisst ja, ich habe schon mehrmals darüber berichtet, wie ihr ihn sammeln solltet, wie man Pesto daraus macht und wie man eigenes Bärlauchsalz herstellt. Jetzt wo er zu blühen beginnt, wird es aber erst richtig lecker.
Viele Menschen glauben, dass man den Bärlauch gar nicht mehr essen kann, sobald er blüht. Das stimmt so nicht. Wahr ist dass die jungen Blätter am zartesten sind und auch am besten schmecken. Aber dass man das Kraut nach der Blüte nicht mehr essen kann, ist ein Mythos.
Ich knabbere die Blüten entweder roh, quasi wie Erdnüsschen, oder lege sie ein, um sie haltbar zu machen. Mild gewürzt, ist das eine echte Delikatessen.
Allerdings gibt es einen Haken, der Zeitraum zur Ernte ist relativ kurz. Bei mir war es jetzt soweit. Sind die Knospen nämlich schon geöffnet, was vereinzelt auch schon der Fall war, eignen sie sich nicht mehr zum Einlegen. Sie sollten wirklich noch komplett geschlossen sein.

Was benötigt ihr?

  • Bärlauchknospen (die so frisch wie möglich sein sollten und noch nicht aufgegangen sind)
  • Essig (ich habe naturtrüben bio Apfelessig genommen, klarer Essig sieht aber schöner aus)
  • Wasser
  • Agavendicksaft oder Honig zum süßen
  • etwas Salz (bitte nur Steinsalz)
  • ein paar Pfefferkörner
  • ein paar Senfkörner
  • nach Geschmack: 1-2 Lorbeerblätter

Wie geht ihr vor?
Zunächst benötigt ihr ein Einmachglas mit Schraubdeckel. Beides sollte abgekocht werden, damit es keimfrei ist. Es ist sehr wichtig, sauber zu arbeiten, da sich sonst leicht Schimmel bilden kann und dann war die ganze Arbeit umsonst. Die Bärlauchknospen werden zunächst gewaschen und zum Abtropfen in ein Sieb gegeben. Danach wird der Sud in einem Topf angesetzt. 50% Wasser und 50% Essig bilden die Basis. Nun geht es ans Abschmecken. Salz und die Gewürze nach Geschmack dazugegen und immer wieder prüfen, ob der Sud eurem Geschmack entspricht. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, deshalb würzt zunächst eher vorsichtig. Die Süße ist wichtig, um einen harmonischen Geschmack zu erhalten. Ich habe die vegane Variante ausprobiert, mit Honig geht es aber auch. Von raffiniertem Zucker würde ich abraten, geht aber ebenso. Zum Schluss werden die Bärlauchknospen dazugegeben und alles zusammen kurz aufgekocht. Dann gibt man dies in die Einmachgläser, die aber nicht ganz voll gemacht werden dürfen, schraubt sie sofort noch heiß zu und dreht die Gläser um. So bildet sich ein Vakuum. Nun heißt es warten…. Nach einer Woche sind die Knospen mild durchgezogen und man könnte sie schon essen. Eingemacht sind sie aber bis zu einem Jahr haltbar, wenn ihr sauber gearbeitet habt.



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