Blei in meinem Leitungswasser?!

Blei in meinem Leitungswasser?!

Ich habe unser Leitungswasser testen lassen und bin SCHOCKIERT!
Da ich mich seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema Wasser beschäftige, und nach Formen gesucht habe das Wasser zu verbessern, wollte ich doch nochmal genauer wissen, wie es eigentlich um mein Leitungswasser bestellt ist. Intuitiv habe ich dieses Wasser noch nie getrunken. Dies lag aber daran, dass es sehr kalkhaltig ist und fast trüb aus dem Hahn kommt, wenn man warmes Wasser aufdreht. Appetitlich war das nie für mich. Meine Sinne zeigen mir da meist den richtigen Weg.

Dennoch dachte ich, nun will ich es genau wissen. Ich kontaktierte also ein Labor, dass das Trinkwasser analysiert. Dies funktionierte ganz einfach. Ich habe ein Testkit bestellt, das innerhalb von zwei Tagen bei mir war. Ich musste zwei Proben entnehmen und wichtig dabei war, dass das Wasser eine Weile in der Leitung stand. Am besten entnimmt man es also morgens, wenn noch kein Wasser verbraucht wurde.
Die Döschen musste man dann nur gut verschließen, in ein Päckchen geben, das mitgeliefert wurde und ab damit zur Post.

Über einen Zugangscode kann man dann nach einigen Tagen sein Ergebnis online abrufen. Man wird aber auch nochmals per Mail benachrichtigt. Als ich das Ergebnis sah, war ich erstmal fassungslos. Mich hatte eigentlich nur interessiert, wie hart das Wasser ist und was da so alles herumschwirrt. Doch mit überschrittenen Bleiwerten hatte ich wirklich nicht gerechnet.

Blei ist ein sehr giftiges Schwermetall und sollte unbedingt gemieden werden. Das ist klar. Doch war mir nicht klar, dass in unserem Haus ein Bleiproblem vorliegt. Das Haus wurde in den 1990ern gebaut. Bis dato dachte ich, dass Häuser, die vor den 1970er Jahren erbaut wurden potenziell mit Bleileitungen ausgestattet sein können. Bei einem so jungen Haus, war mir dieses Problem allerdings nicht bewusst. Woher das Blei genau kommt, konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen.

Wie es nun weitergeht, weiß ich noch nicht. Eigentlich gibt es keine Alternative zur Sanierung. Da dies aber mehrere Partien betrifft, wird das ein größerer Prozess. Somit bleibt mir nichts anderes übrig als weiterhin abgefülltes Wasser zu kaufen. Auch zum Kochen werde ich kein Leitungswasser mehr benutzen.

Das Testkit zur Wasseranalyse war von der Firma Ivario und hat 79,99 Euro gekostet. Wer daran Interesse hat, kann es hier erwerben. Nebenbei sei erwähnt, das ich mit diesem Hinweis kein Geld verdiene.

Ich finde, dass es auf jeden Fall Sinn macht, einen solchen Test durchzuführen, insbesondere, wenn man das Leitungswasser regelmäßig trinkt.



1 thought on “Blei in meinem Leitungswasser?!”

  • Wie verseucht das tägliche Trinkwasser ist, kann im Labor sehr gut gemessen werden. In Österreich werden die hauseigenen Brunnen alle zwei Jahre einen Wassertest unterzogen. Die Ortswasserleitungen werden über den Wasserverband geprüft. Die Leitungszuführung passiert auf kilometerweite PVC Rohren. Wenn man bedenkt, dass mit dieser Methode kaum frisches Wasser aus der Leitung kommt, wird klar, welchen Trugschluss unser “frisches Wasser” ausgesetzt ist. Wie schon von dir erwähnt kostet ein Wassertest Geld. Jedoch sollte man sich davon nicht abhalten lassen. Eine Bleivergiftung kostet viel mehr. Es verkürzt das ohnehin kurze Leben in Qualität und Vitalität.

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