Die Mistel (Viscum) – nicht nur etwas für Verliebte

Die Mistel (Viscum) – nicht nur etwas für Verliebte
Der Mistelzweig hat hier bei uns eine lange Tradition, man sagt: wer sich an Weihnachten unter einem Mistelzweig küsst, bleibt für immer verbunden. Historisch betrachtet ist die Mistel schon sehr lange ein bedeutendes Gewächs. Der Überlieferung zufolge habe eine Mistel dem trojanischen Prinz Aeneas die Tore zur Unterwelt geöffnet.
Fernab aller Mythen und Sagen, ist die Mistel auch für die Medizin von Relevanz. Die Forschung beschäftigt sich vor allem damit, wie sie bei Krebs helfen kann. Bisher weiß man, dass sie stimulierend auf das Immunsystem wirkt und das Wachstum von Tumorzellen beeinflussen kann. Offiziell anerkannt ist die Mistel aber noch nicht in der Krebstherapie. Dieses Interesse liegt nicht zuletzt am Anthroposophen Rudolf Steiner, der der Mistel krebshemmende Wirkung unterstellte, da sie sich selbst wie ein Geschwür ausbreiten würde. Interessanter Ansatz, wie ich finde.

Wusstet ihr, dass man die Mistel auch als Tee trinken kann? Sie ist nicht, wie ich lange Zeit dachte, komplett giftig. Aber es ist dennoch Vorsicht geboten. Die Mistelbeeren sind sehr giftig und dürfen keinesfalls mit in die Teezubereitung gelangen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann Teekraut kaufen: http://amzn.to/2yYhL8k
Eingesetzt wird der Tee zur Unterstützung der Herz-Kreislauffunktion, bei Schwindel oder um Frauenleiden, wie Menstruationsbeschwerden und Wechseljahrsbeschwerden zu lindern. 
 
Man gießt 2,5 g fein geschnittenes Mistelkraut mit kaltem Wasser auf und lässt dies Zwölf Stunden stehen. Anschließend seiht man es ab und erwärmt das Getränk leicht. Es darf Aber nicht kochen.
 
So ist der Mistelzweig nicht nur ein beliebter Brauch, sondern kann uns auch Gesundheit schenken. In diesem Sinne wünsche ich euch eine gesunde und glückliche letzte Adventswoche!


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