Wilde Möhre – vitaminreich und lecker – unsere Rezepte und Tipps

Wilde Möhre – vitaminreich und lecker – unsere Rezepte und Tipps

Die wilde Möhre (Daucus carota) ist hierzulande sehr häufig zu finden. Charakteristisch ist der körbchenartige oder nestförmige, unreife Fruchtstand sowie die weißen Blüten, die von Juni bis August zu finden sind. Wir verraten euch, wie man das Wildkraut in der Küche verwenden kann und welche Teile besonders vitaminreich sind. 

Die Wilde Möhre verwenden

Die wilde Möhre gehört zu den Doldenblütlern und ist somit mit einigen, teilweise auch giftigen Pflanzen verwechselbar, die eine ähnliche Blüte haben. Deshalb sollte man sich die Blätter und Blüten genau einprägen und darauf achten, ob sich unreife Fruchtstände bereits einrollen. Dies sieht dann wie ein kleines Nest aus. 

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Die moderne Kräuterhexe
Das "Nest" der wilden Möhre

Verwendbar sind Blätter, Blüten, Wurzeln und Samen. Letztere sind allerdings erst im September und Oktober reif. Die Wurzeln sind nicht orange und eher kleiner als bei der verwandten gelben Rübe bzw. unserer handelsüblichen Mohrrübe. Die Wurzel und auch die Blätter können roh gegessen werden. Man kann die Wurzel aber auch als Gemüse dünsten oder in einer Suppe mitkochen. Jedoch sollte man sie im ersten Jahr noch vor der Blüte ernten. Die wilde Möhre ist nämlich ein zweijähriges Wildkraut, das im zweiten Jahr dann holzige Wurzeln haben kann. Die Blätter können immer gegessen werden, sie sollte man nicht kochen, sondern roh als Gewürz zu Kräuterdips, in Salate oder nach dem Servieren über Suppen geben. Auch die Samen kann man über Suppen streuen oder fein mahlen und als Pfefferersatz genießen.

Welche Inhaltsstoffe enthält die wilde Möhre?

Die wilde Möhre ist geschmacklich milder als unsere bekannte Möhre. Früher wurde sie deutlich häufiger gegessen als heute, da es recht mühsam ist, sie zu beschaffen. Dennoch ist sie sehr nährstoffreich. In den Wurzeln sind neben Mineralstoffen auch Vitamin B1, B2 und Vitamin C enthalten. Zudem enthalt sie Lycopin, Flavonoide und ätherische Öle. 

Das Blatt der wilden Möhre

Möhrensuppe mit wilder Möhre

Wir haben klassische Möhre mit wilder Möhre verfeinert und eine leckere Suppe daraus gezaubert. Probiert unser Rezept doch mal aus. 

  • 4-5 Karotten 
  • ½ Zucchini
  • 500ml Gemüsebrühe
  • 300ml Kokosmilch oder Cashewmilch, wenn sie nicht so mächtig werden soll
  • Saft ½ Zitrone
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 rote Zwiebel
  • Roter Pfeffer
  • Koriander gemahlen
  • Blätter und Blüten oder Samen der wilden Möhre
  • Petersilie frisch
  • ggf. etwas Salz
  • Kürbiskerne
  • Kürbiskernöl nach Bedarf zum Verfeinern

Zubereitung der Möhrensuppe

Zunächst werden die Zwiebel und der Knoblauch fein gewürfelt und angeschwitzt. Dann mit Gemüsebrühe abgelöscht und gewürfelte Zucchini und Karotten dazugegeben. Das muss etwa 5min leicht köcheln, dann können alle restlichen Zutaten außer die Kräuter und die Kürbiskern bzw. das Kürbiskernöl dazu. Nun wird alles püriert oder im Thermomix kurz durchgemixt. Anschließend kann angerichtet werden und die Kräuter ganz zum Schluss dazu gegeben werden. Die Blüten der wilden Mähre sind sehr dekorativ, die Blätter sehr schmackhaft. Man sollte sie nicht erhitzen, da sonst die wertvollen Inhaltsstoffe zerstört werden.

Wildkräuter sind wertvoll

Die wilde Möhre gerät mehr und mehr in Vergessenheit, doch das ist schade. Unser Ansatz ist es, altes Heilpflanzenwissen am Leben zu erhalten. Vieles haben wir von unserem Eltern und Großeltern gelernt und möchten es weitergeben. Deswegen haben wir ein Buch veröffentlicht. Im Buch „Die moderne Kräuterhexe“ geht es darum, Wildkräuter und Heilpflanzen wieder schätzen zu lernen und sie mehr und mehr in die Ernährung einzubauen. Werft gerne mal einen Blick ins erste Kapitel. Dies kann als Leseprobe kostenfrei in unserem Kräuterhexen Onlineshop heruntergeladen werden. 

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