Wer Basilikum im Supermarkt kauft, kennt das Drama: Kaum steht der Topf zu Hause auf der Fensterbank, lassen die Pflanzen die Blätter hängen und gehen nach wenigen Tagen ein. Dabei ist Basilikum gar nicht so heikel, wie sein Ruf vermuten lässt – im Gegenteil. Mit ein paar einfachen Kniffen lässt sich das Küchenkraut problemlos selbst vorziehen und sogar dauerhaft vermehren. Der Mai ist dafür der perfekte Monat: Die Temperaturen steigen, das Licht reicht aus, und bis zum Sommer haben Sie kräftige, buschige Pflanzen für die nächste Caprese oder den Pesto-Vorrat.
Basilikumsamen nicht mit Erde bedecken
Basilikum gehört zu den Lichtkeimern, das heißt, seine Samen benötigen Licht als Keimreiz. Aus diesem Grund dürfen die Samen nicht mit Erde bedeckt werden, da bereits eine dünne Substratschicht den Keimprozess hemmen kann. Stattdessen werden sie gleichmäßig auf die Oberfläche der Anzuchterde gestreut und nur leicht angedrückt, sodass ein guter Bodenkontakt entsteht. Entscheidend ist dabei eine gleichmäßige Feuchtigkeit der Oberfläche, da Basilikumsamen sehr fein sind und bei Austrocknung schnell ihre Keimfähigkeit verlieren. Eine Abdeckung mit einer transparenten Haube oder Folie kann helfen, die Feuchtigkeit konstant zu halten, sollte aber regelmäßig gelüftet werden. Möchtest du unsere besten Artikel rund um Kräuter, Garten und gesunde Ernährung direkt auf dein Smartphone erhalten? Dann tritt jetzt unserem WhatsApp Kanal „Kräuterkeller“ bei (einfach hier klicken).

Optimale Bedingungen für die Keimung
Für eine zuverlässige Keimung benötigt Basilikum Temperaturen zwischen 20 und 25 °C. Unter kühleren Bedingungen verzögert sich die Keimung deutlich oder bleibt ganz aus. Ein heller Standort ohne direkte Mittagssonne ist ideal, da junge Keimlinge empfindlich auf Hitze reagieren. Besonders gut geeignet sind Fensterbänke mit Morgen- oder Abendsonne oder geschützte Plätze im Gewächshaus. Nach dem Auflaufen der Sämlinge sollte die Abdeckung entfernt werden, um Pilzbefall und Vergeilung zu vermeiden.
Das richtige Saatgut macht den Unterschied
Basilikum-Saatgut ist nicht gleich Basilikum-Saatgut. Bio-Samen sind unbehandelt, samenfest und stammen aus sorgfältiger Vermehrung – das schmeckt man später. Besonders empfehlenswert: unser Saatgut für das dunkelviolette Bio-Basilikum (hier erhältlich). Diese außergewöhnliche Sorte besticht nicht nur durch ihre tief violetten, fast schwarz schimmernden Blätter, sie bringt auch ein intensives, leicht würziges Aroma mit, das jedes Gericht und jede Caprese zum Hingucker macht. Ein echter Blickfang auf der Fensterbank und im Beet. Mit dieser einen Tüte Saatgut kannst du ca. 25 Töpfe Basilikum anbauen. Das würde im Baumarkt oder Gartencenter fast 100 Euro kosten. Selber anbauen lohnt sich hier definitiv. Übrigens: In unserem Sortiment finden sich noch viele weitere Besonderheiten – unter anderem samenfestes Bio-Saatgut für Heilpflanzen, das es so nicht überall gibt. Wer Freude an alten und seltenen Sorten hat, wird in unserem Shop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de fündig.

Die richtige Bewässerung
Basilikum reagiert empfindlich auf sowohl Trockenstress als auch Staunässe. Gegossen wird daher regelmäßig, aber maßvoll, sodass das Substrat stets leicht feucht bleibt. Wichtig ist eine gut durchlässige Erde sowie ein Gefäß mit Abzugslöchern, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule, während längere Trockenphasen das Wachstum hemmen und die Blätter schlaff werden lassen. Idealerweise wird morgens gegossen, damit überschüssige Feuchtigkeit tagsüber verdunsten kann.
Die richtige Pflege
Regelmäßiges Schneiden ist ein zentraler Pflegeschritt beim Basilikum. Werden die Triebspitzen oberhalb eines Blattpaares geerntet, verzweigt sich die Pflanze stärker und bildet kontinuierlich neue Blätter. Blütenansätze sollten frühzeitig entfernt werden, da die Pflanze sonst ihre Energie in die Samenbildung lenkt und das Blattaroma nachlässt. Eine gleichmäßige Nährstoffversorgung, etwa durch leicht vorgedüngte Erde oder sparsame Flüssigdüngung, unterstützt ein gesundes Wachstum.
Heimische Wildpflanzen kennen und nutzen
Viele Wildkräuter muss man meist nicht lange suchen. Man muss nur die Augen offen halten und wieder raus in die Natur gehen. Genau das ist unsere große Leidenschaft und weil wir das alte Kräuterwissen bewahren wollen, haben wir verschiedene Kräuterbücher geschrieben. Unser Buch „Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr“ (hier erhältlich) ist das ideale Buch, um heimische Wildpflanzen besser kennnenzulernen. Wir stellen darin ausschließlich Wildpflanzen vor, die man bei uns auch gut finden kann. Die Pflanzen sind dabei in Jahreszeiten aufgeteilt. Jede Pflanze wird zunächst grundlegend beschrieben, ist mit selbst erstellten und hilfreichen Fotos abgebildet, damit man sie in der Natur auch gut erkennen kann und wir verraten euch auch immer, wie man die Pflanze in der Küche und in der Hausapotheke nutzen kann. Weil wir das Buch selbst entwickelt und gestaltet haben, gibt es das Buch nur bei uns in unserem Kräuterhexen Online Shop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de

Gekauftes Basilikum vermehren
Handelsübliches Basilikum aus dem Supermarkt ist meist sehr dicht gesät und nicht auf langfristiges Wachstum ausgelegt. In einem einzigen Topf stehen häufig viele Einzelpflanzen, die sich gegenseitig Licht, Wasser und Nährstoffe entziehen. Um das Basilikum dauerhaft zu erhalten, sollte der Wurzelballen vorsichtig geteilt und die Pflanzen in mehrere Töpfe umgesetzt werden. Mit mehr Platz, frischem Substrat und gleichmäßiger Pflege entwickeln sich daraus stabile, langlebige Pflanzen. Auf diese Weise lässt sich aus einem einzigen gekauften Topf problemlos mehrere kräftige Basilikumpflanzen heranziehen. Basilikum lässt sich auch sehr einfach über Stecklinge vermehren. Dafür werden etwa 8–10 cm lange, nicht verholzte Triebspitzen unterhalb eines Blattknotens geschnitten, die unteren Blätter entfernt und der Steckling in ein Glas Wasser gestellt, bis sich nach wenigen Tagen Wurzeln bilden, wie man oben im Bild sieht. Anschließend kann er direkt in einen Topf mit feuchter Erde gepflanzt werden. Hier sollten nicht mehr als fünf Stecklinge in einen Topf kommen, damit sie genügend Platz zum Wachsen haben.

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