DerMärz ist ein wichtiger Monat für den Rückschnitt von Gehölzen und einigen Kräutern im Garten. Genau jetzt entscheidet sich, wie gesund, blühfreudig und ertragreich der Frühling wird. Während viele noch abwarten, beginnt für erfahrene Gärtner die wichtigste Phase des Jahres: der gezielte Rückschnitt. Pflanzen befinden sich im Spätwinter noch in der Ruhe, reagieren aber bereits sensibel auf Licht und Temperatur. Wer sie jetzt richtig schneidet, lenkt ihre Energie in kräftige neue Triebe statt in altes, schwaches Holz. Das Ergebnis sieht man nicht sofort – aber im April und Mai sehr deutlich.
Warum der Schnitt im März so wirkungsvoll ist
Im März sind Gehölze gut überschaubar, da sie noch kein Laub tragen. Schnitte lassen sich präzise setzen und verheilen besser als später im Jahr. Gleichzeitig beginnt die Brutzeit der Vögel erst in den kommenden Wochen, was diesen Zeitraum besonders geeignet macht. Wichtig ist lediglich, an frostfreien Tagen zu arbeiten und scharfes, sauberes Werkzeug zu verwenden.
Rosen, Apfelbaum und Weinrebe – der Grundstein für Blüten und Ernte
Rosen profitieren im März besonders vom Auslichten. Alte und schwache Triebe werden entfernt, damit kräftige neue Triebe Platz haben. Auch Apfelbäume danken den Winterschnitt mit besserer Belichtung der Krone und gesünderem Fruchtholz. Bei Weinreben ist der Zeitpunkt sogar entscheidend: Wer zu spät schneidet, riskiert starken Saftaustritt. Jetzt ist der ideale Moment, um die Pflanze zu formen und die spätere Traubenqualität zu beeinflussen.
Sommerflieder, Heidelbeere und Clematis – mehr Blüten durch Mut zum Schnitt
Sommerflieder wird oft zu zaghaft geschnitten. Dabei blüht er am neuen Holz und entwickelt nur nach einem kräftigen Rückschnitt lange, blütenreiche Triebe. Heidelbeeren dagegen brauchen vor allem Luft und Licht. Alte, dunkle Triebe werden bodennah entfernt, damit junge Ruten nachwachsen können. Bei Clematis der Schnittgruppe 3 ist der Februar perfekt für einen radikalen Rückschnitt – das sorgt im Sommer für üppige Blüten statt wirrem Wachstum.
Himbeeren, Hortensien und Lavendel richtig behandeln
Himbeeren müssen je nach Sorte unterschiedlich geschnitten werden, doch der März bringt Ordnung ins Beet und verhindert Krankheiten. Wir schneiden Sommerhimbeeren nicht vollständig bis zum Boden zurück, sondern schneiden nur die verdorrten, kranken Triebe. Der Rest darf stehen bleiben. So hat man viel früher leckere Himbeeren. Herbsthimbeeren kann man ganz zurück schneiden. Sie haben mehr Zeit, um wieder neue Triebe auszubilden. Rispenhortensien reagieren auf den Rückschnitt jetzt besonders gut und bilden später stabile, große Blüten. Lavendel hingegen braucht Fingerspitzengefühl: Ein leichter Rückschnitt bis ins grüne Holz genügt, um die Pflanze kompakt und vital zu halten. Beim Lavendel ist es besonders wichtig nicht zu früh anzufangen und bis März zu warten.
Der ideale Start in den März
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Warum ein falscher Schnitt mehr schadet als nützt
Im März erwachen viele Pflanzen sichtbar aus der Winterruhe. Der Zeitpunkt des Rückschnitts ist wichtig. Wenn man zu spät schneidet, setzt der Saftstrom ein, Knospen schwellen an und erste Triebe werden empfindlich gegenüber Verletzungen. Ein kräftiger Rückschnitt in dieser Phase zwingt die Pflanze, bereits investierte Energie neu aufzubauen. Der Rückschnitt jetzt ist kein Eingriff, sondern eine gezielte Vorbereitung auf Wachstum.
Schnittverbote im Überblick (Deutschland)
Radikale Rückschnitte von Hecken, Sträuchern und Gehölzen sind vom 1. März bis 30. September verboten (Brut- und Nistzeit). Das sorgt immer wieder für Unsicherheiten. Schonende Form- und Pflegeschnitte sind jedoch erlaubt, sofern kein aktives Vogelnest vorhanden ist. Obstbäume dürfen grundsätzlich ganzjährig geschnitten werden, auch hier gilt jedoch der Vogelschutz. Für Rosen, Stauden und Ziergräser gibt es kein generelles Schnittverbot, sie können im Frühjahr regulär zurückgeschnitten werden.





