Frisch geerntete Pimpinelle im März – essbares Wildkraut aus dem Garten im Korb gesammelt

Diese kaum bekannte Wildpflanze wächst jetzt im März in der Wiese und ist essbar

Im Frühling taucht sie plötzlich wieder auf Wiesen und in naturnahen Gärten auf und doch kennen sie nur wenige: die Pimpinelle. Dieses alte Wildkraut mit den zarten Blättern ist nicht nur beeindruckend schön, sondern auch eine der vielseitigsten essbaren Pflanzen aus der Naturküche. Früher war sie ein fester Bestandteil der Kräuterküche und sogar Bestandteil der berühmten Frankfurter Grünen Soße. Heute entdeckt eine neue Generation von Kräuterliebhabern die Pimpinelle (Sanguisorba minor) wieder – als aromatisches Wildkraut, Heilpflanze und wertvolle Pflanze für Naturgärten.

Pimpinelle – Vorkommen und Verwendung als Heilpflanze

Die Pimpinelle ist eine mehrjährige Pflanze, die sowohl wild wächst als auch leicht im Garten kultiviert werden kann. Das Saatgut sollte im Frühjahr ausgesät werden. Dabei ist zu beachten, dass die Samen nicht mit Erde bedeckt werden, da sie als Lichtkeimer keimen. Die Pflanze ist äußerst anspruchslos und vermehrt sich schnell, sodass man den ganzen Sommer über frische Blätter ernten kann. In milden Wintern ist sogar eine Ernte während der kalten Monate möglich. Wer die Pimpinelle in freier Wildbahn erkennen möchte, sollte auf ihre charakteristischen Blätter achten: Sie sind paarweise angeordnet und besitzen gezackte Blattränder. Der Stängel variiert in der Farbe von grün bis rotbraun. Die Pimpinelle blüht ab Ende Mai. Ihre kleinen, kugelförmigen Blütenköpfe bestehen aus zahlreichen, sternförmigen, leuchtend roten Blüten und wirken äußerst dekorativ. Diese Blüten verleihen der Pflanze ein zauberhaftes Erscheinungsbild und machen sie zu einem Blickfang im Garten oder in der Natur. Möchtest du unsere besten Artikel rund um Kräuter, Garten und gesunde Ernährung direkt auf dein Smartphone erhalten? Dann tritt jetzt unserem WhatsApp Kanal „Kräuterkeller“ bei (einfach hier klicken). Dort teilen wir regelmäßig saisonale Tipps, neue Beiträge und praktische Anleitungen – kompakt und passend zur Jahreszeit.

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Inhaltsstoffe der Pimpinelle

In der Naturheilkunde spielt Pimpinelle kaum noch eine Rolle, wenngleich sie über interessante Inhaltsstoffe wie Gerbstoffe, Flavonoide und Bitterstoffe verfügt. Früher schätzte man sie für ihre stoffwechselanregende Wirkung oder gegen Frühjahrsmüdigkeit. Auch findet man Berichte zum Einsatz bei Blähungen und Magen- Darmbeschwerden.  Heute nutzt man sie vor allem als leckeres und reichlich zu findendes Wildkraut in der Küche. 

Blätter der Pimpinelle

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Nährstoffe und Verwendung in der Küche

Geschmacklich ist das Wildkraut sehr mild, erinnert ein bisschen an Gurke und die Blätter eignen sich hervorragend, um sie in einen Salat zu geben. Am besten isst man Pimpinelle roh, da man dann keine Inhaltsstoffe zerstört. Man kann sie nicht nur in Salate schneiden, sondern sie passt auch hervorragend zu Kräuterquark, Kräuterbutter oder in einen leckeren Smoothie. Bekannt ist die Pimpinelle auch als Zutaten der berühmten Frankfurter Grüne Soße. In Soßen und Suppen empfiehlt es sich, die Kräuter immer erst ganz zum Schluss in den Topf zu geben, wenn man ihn schon vom Herd genommen hat, um die Inhaltsstoffe der Kräuter nicht zu stark zu zerstören. Trocknen hingegen sollte man die Pimpinelle nicht. Viele Kräuter lassen sich hervorragend trocknen, die Pimpinelle hingegen verliert dann ihr gurkenähnliches Aroma und sollte deshalb nur frisch gegessen werden. Da sie aber fast das ganze Jahr zu finden ist, kann man hier immer frische Blätter sammeln. Die Pimpinelle besitzt getrennte männliche und weibliche Blüten, die in einem kugeligen Blütenstand angeordnet sind. Ihre Bestäubung erfolgt durch den Wind (Anemophilie), weshalb sie keine typische Anlaufstelle für Insekten ist.

Blüten der Pimpinelle

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