Immortelle wird auch Currykraut gennant

Immortelle – wie die „Curry-Pflanze“ deine Stimmung im Winter positiv beeinflussen kann

Die Immortelle ist eine wertvolle Heilpflanze, die vielen Menschen kaum bekannt ist. Verwirrung entsteht häufig, weil manche Arten der Gattung Helichrysum im Alltag als „Currykraut“ bezeichnet werden. Doch: Das echte Currykraut (Helichrysum italicum) ist ein Gewürzkraut – während die Immortelle in der Heilkunde eine ganz eigene Bedeutung hat.
Warum die Pflanze gerade im Winter hilfreich sein kann, wenn dunkle Tage aufs Gemüt schlagen, zeigen wir dir in diesem Artikel.

Die Immortelle – verwandt mit dem Currykraut, aber nicht dasselbe

Bezeichnungen wie Italienische StrohblumeUnsterbleinSonnengold oder „Currykraut“ werden oft durcheinandergeworfen.
Botanisch korrekt gilt:

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Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr
  • Immortelle (Helichrysum angustifolium / Helichrysum arenarium) → Heilpflanze
  • Currykraut (Helichrysum italicum) → Gewürzkraut, intensiver Curryduft

Beide gehören zwar zur gleichen Gattung, unterscheiden sich aber in Wirkung, Duft und Anwendung.

Die Immortelle – besonders die Arten H. angustifolium und H. arenarium – wird vor allem für Heilzwecke geschätzt: Sie besitzt eine lange Tradition in der Volks- und Pflanzenheilkunde. Ihre Inhaltsstoffe werden vor allem wegen ihrer entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften geschätzt. Gleichzeitig fördert sie die Regeneration der Haut und wird daher häufig bei Blutergüssen, Prellungen, Ekzemen oder Narben eingesetzt. Auch für das Nervensystem spielt die Immortelle eine besondere Rolle: Sie wirkt beruhigend und kann innere Anspannung lösen.

In der Aromatherapie nutzt man vor allem ihr ätherisches Öl, das dabei helfen kann, Stress abzubauen, innere Unruhe zu lindern und emotionale Belastungen besser zu verarbeiten. Gerade in den dunklen Wintermonaten wirkt der warme, leicht balsamische Duft oft stabilisierend und stimmungsaufhellend – eine sanfte Unterstützung, wenn die Tage schwerer auf die Seele drücken.

Immortelle Currykraut

Die Immortelle in der Küche? Nur das Currykraut!

Das echte Currykraut (Helichrysum italicum) ist ein aromatisches Küchenkraut. Es duftet stark nach Curry, weshalb es gerne zum Aromatisieren von Gemüse-, Reis- oder Eintopfgerichten genutzt wird.

Die Immortelle selbst hat keinen Curryduft und wird nicht als klassisches Küchenkraut verwendet.

Um Verwirrung zu vermeiden:

  • Currykraut = würzig, intensiv, Küche
  • Immortelle = mild, nicht curryartig, Heilkunde

Zum Kochen eignet sich daher das Currykraut, nicht die medizinische Immortelle.

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Buch und Saisonkalender

In der Aromatherapie wird das Öl der Immortelle auf verschiedene Weise verwendet. Es kann in einem Duftlampen-Diffusor verdampft werden, um eine beruhigende Atmosphäre zu schaffen. Es kann auch in einer Massageölgemischung verwendet werden, um Muskelverspannungen zu lösen und Schmerzen zu lindern. Es kann auch in einer Creme oder Lotion verwendet werden, um Hautprobleme wie Akne, Ekzeme und Wunden zu behandeln. Es wird auch bei Spannungsgefühlen der Haut durch blauen Flecken und bei Muskelkater angewendet.

Einige der wichtigsten Eigenschaften des Öls der Immortelle sind:

  • Entzündungshemmend
  • Schmerzlindernd
  • Beruhigend
  • Wundheilend

In der Aromatherapie wird das Öl der Immortelle oft mit anderen Ölen kombiniert, um die Wirkung zu verstärken. Es passt gut zu Ölen wie Lavendel, Rosmarin und Teebaum. Ein ätherisches Öl in guter Qualität gibts hier. Es ist wichtig zu beachten, dass das Öl der Immortelle sehr stark ist und nur in geringen Mengen verwendet werden sollte. Es sollte auch niemals pur auf die Haut aufgetragen werden, sondern immer verdünnt in einer Trägeröl oder Creme. Auch ein Pflanzenwasser ist bei trister Stimmung eine gute Option. Man kann etwas auf ein Tuch sprühen und dies im Raum auslegen. So kann man Saft den Duft der Immortelle einatmen. Man findet ein Pflanzenwasser beispielsweise hier.

Currykraut

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Wie gedeihen Immortelle und Currykraut im Garten?

Sowohl die Immortelle als auch das echte Currykraut gehören zur Gattung Helichrysum und stellen im Garten sehr ähnliche Ansprüche. Beide lieben sonnige, warme Standorte und entwickeln sich am besten, wenn sie täglich mindestens sechs Stunden direkte Sonneneinstrahlung erhalten. Ein vollsonniger Platz ist daher ideal. Der Boden sollte unbedingt gut durchlässig sein, denn Staunässe vertragen weder Immortelle noch Currykraut. Ein eher magerer, mineralischer und leicht saurer Untergrund – mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 – kommt ihren natürlichen Standortbedingungen am nächsten. Eine schwere Erde kann man durch Sand oder feinen Kies leichter und besser drainiert machen. Während der Wachstumsphase freuen sich beide Pflanzen über regelmäßiges, aber maßvolles Gießen. Sie reagieren sensibel auf zu viel Nässe, daher ist „weniger ist mehr“ meist der bessere Weg. Eine sparsame Düngergabe im Frühjahr reicht vollkommen aus; zu nährstoffreiche Böden lassen die Pflanzen eher vergeilen. Die Immortelle, besonders die heilkundlich genutzten Arten, blüht in den ersten Jahren oft zurückhaltend, während das Currykraut meist früher und reichlicher Blüten zeigt. Ein leichter Rückschnitt nach der Blüte fördert bei beiden Arten einen kompakten Wuchs und animiert zu einer üppigeren Blüte im Folgejahr. Beide Pflanzen sind grundsätzlich robust, reagieren aber empfindlich auf starken Frost. In Regionen mit kalten Wintern empfiehlt es sich daher, Immortelle und Currykraut im Kübel zu kultivieren, sodass man sie bei Dauerfrost an einen geschützten Ort – idealerweise hell und kühl – umstellen kann.

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