Sie wachsen jetzt im April fast überall – im Garten, am Wegesrand und auf der Wiese. Viele sehen in Löwenzahn und Gänseblümchen nur „Unkraut“ und entfernen sie sofort. Doch genau jetzt steckt in ihren Blüten ein besonderer Wert, den kaum jemand nutzt. Wer sie zur richtigen Zeit sammelt, kann daraus etwas herstellen, das seit Generationen geschätzt wird – und oft direkt vor der eigenen Haustür wächst, ohne dass man es bemerkt.
Löwenzahnblüten für den Ölansatz sammeln
Löwenzahnblüten sammelt man am besten an einem trockenen Tag um die Mittagszeit. Dann haben sich die Blüten entfaltet. Abends oder bei Regenwetter, schließen sie ihre Blütenköpfe. Für den Ölansatz braucht man eine große Handvoll Blüten, die man zunächst von kleinen Tierchen befreien sollte und einen halben Tag im Schatten an der Luft leicht anwelken lassen sollte. Möchtest du uns in die Natur begleiten und weitere solcher Tipps bekommen? Dann abonniere am besten gleich kostenfrei unseren WhatsApp Kanal „Kräuterkeller“ (einfach hier klicken). Dort findest du tägliche Inspiration rund um den Garten und die Welt der wilden Kräuter und Heilpflanzen.
Ölansatz herstellen
Kaltauszug
Für den Ölansatz könnt ihr verschiedene Pflanzenöle nehmen. Olivenöl ist eines der Basisöle, jedoch ist Olivenöl sehr reichhaltig und hat einen relativ starken Eigengeruch. Für eine Hautpflege ist zum Beispiel Hanfsamenöl, Arganöl, Mandelöl oder Jojobaöl sehr gut geeignet. Wir haben den Ansatz mit Hanfsamenöl gemacht. Man gibt die leicht angewelkten abgezupften Löwenzahn Blütenblätter in ein Schraubglas, übergießt sie mit 100ml Hanfsamenöl oder einem anderen Öl seiner Wahl und lässt es, mit einem Tuch bedeckt, an einem hellen, warmen Ort zwei bis drei Wochen stehen. Es sollte ab und an leicht geschüttelt werden und auf Schimmelbildung kontrolliert werden. Nach drei Wochen kann man den Ölansatz dann abseihen und zu einer Salbe oder einer Feuchtigkeitspflege verarbeiten. Der Kaltauszug dauert zwar länger, ist aber schonender in der Herstellung.

Sammle Wildkräuter vor deiner Tür und nutze sie für Küche und Hausapotheke
Die Natur hält alles bereit, was du brauchst, direkt vor deiner Haustür! Wer jetzt beginnt, diese Pflanzen zu erkennen, legt den Grundstein für echte Selbstversorgung. Und genau darum geht es: wieder zu wissen, was wächst und wie man es nutzen kann. Wenn du tiefer einsteigen willst, findest du in unserem Buch „Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr“ (hier erhältlich) viele weitere Pflanzen, Erkennungsmerkmale und Anwendungen, Schritt für Schritt erklärt, passend zu jeder Jahreszeit und mit einfachen Rezepten. Erhältlich in unserem Shop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de

Heißauszug für eine schnelle Salbe
Wer keine Zeit hat, stellt die Löwenzahnblüten und das Öl in ein Wasserbad und stellt einen Heißauszug her. Dies dauert etwa zwei Stunden. Unter leichtem Rühren, sollte der Ölauszug nicht mehr als 80 Grad erreichen und dann abgeseiht werden.
Der Löwenzahn in unserem Wildkräuter Magazin
Bevor es mit der Feuchtigkeitspflege mit dem Löwenzahn weiter geht, hier noch ein Hinweis in eigener Sache: In der aktuellen Frühlings-Ausgabe des Kräuterkeller Magazins (hier erhältlich), dreht sich alles um die Wildkräuter im Frühling. Wir zeigen darin aber auch wie man Hausmittel und Salben passend zu jeder Saison herstellen kann. Du bekommst das Magazin in unserem Kräuterhexenshop einzeln oder im Set unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de

Löwenzahnsalbe herstellen
Für die Löwenzahnsalbe benötigt man:
- 80ml Löwenzahnöl
- 12g Bienenwachs (zum Beispiel hier von beegut)
- 8 Tropfen Vitamin E
Mit dem Löwenzahn-Ölauszug kann man nun eine Salbe herstellen. 80ml Öl werden mit 12g Bienenwachs im Wasserbad verrührt, bis das Bienenwachs geschmolzen ist und sich mit dem Öl vermischt hat. Ebenso ist Vitamin E eine gute Ergänzung, um die Salbe oder das Öl haltbarer zu machen. Man kann 10 Tropfen auf 100ml Öl hinzufügen. Anschließend kann man es in saubere Salbentiegel füllen und kühl und dunkel lagern.
Kein Bienenwachs zu Hand?
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Wie kann Löwenzahnsalbe der Haut helfen?
Die Löwenzahnsalbe ist ideal, wenn man im Frühling raue und rissige Hände von der Gartenarbeit hat. Die Salbe kann nach der Gartenarbeit oder nach dem Duschen dünn als Handsalbe genutzt werden. Man sollte sie etwa 10min einziehen lassen, bevor man etwas anderes anfasst. Besonders gut eignet sich die Salbe am Abend, wenn man die Hände damit einreibt, anschließend dünne Baumwollhandschuhe darüber zieht und die Salbe dann über Nacht einwirken lässt. Durch die Handschuhe bleibt das Bett sauber und die Hände werden am nächsten Morgen wunderbar weich und gepflegt sein. Man muss nicht unbedingt eine Salbe machen. Auch das Löwenzahn Öl kann zum Beispiel als Massage Öl oder Haut Öl genutzt werden. Die Inhaltsstoffe der Löwenzahnblüten werden vor allem bei Verspannungen, Muskelkater und Gelenkschmerzen geschätzt. Besonders gut ist die Salbe auch bei Schmerzen im Handballen, zB durch Überbelastung der Muskulatur durch Gartenarbeit. Löwenzahn ist reich an Flavonoiden und Antioxidantien, die entzündungshemmende Eigenschaften haben können. Sie können helfen, Schwellungen zu reduzieren und Schmerzen zu lindern.
Wo bekommt man Löwenzahn Samen?
Löwenzahn säen lohnt sich. Doch wo bekommt man hochwertiges Saatgut? Wer Löwenzahn gezielt im eigenen Garten anbauen möchte, sollte auf hochwertiges Saatgut achten, denn nur so erhältst du kräftige, aromatische Pflanzen. In unserem Sortiment findest du sorgfältig ausgewähltes Bio-Saatgut für Löwenzahn und viele weitere besondere Arten (hier erhältlich). Die Aussaat ist unkompliziert: Löwenzahn ist ein Lichtkeimer, das heißt, die Samen werden nur leicht angedrückt und nicht mit Erde bedeckt. Am besten säst du von März bis Mai oder im Spätsommer direkt ins Beet oder in Töpfe, hältst die Erde gleichmäßig feucht – und schon nach kurzer Zeit zeigen sich die ersten Keimlinge. Ein sonniger bis halbschattiger Standort reicht völlig aus, Löwenzahn ist robust und anspruchslos. Neben Löwenzahn findest du bei uns auch viele besondere Raritäten wie Zitronentagetes, tiefrote Kapuzinerkresse, Ringelblume, echte Kamille, lila Brokkoli oder schnellwachsende Wildkräuter – perfekt, wenn du deinen Garten in eine vielseitige, essbare Oase verwandeln möchtest.

Auf einen Blick erkennen, was man sammeln kann
Mit unserem Saisonkalender für Wildkräuter (hier erhältlich) hast du Monat für Monat immer die wichtigsten und erntereifen Wildkräuter im Blick. Den Saisonkalender kannst du sogar jedes Jahr erneut verwenden! Für die Bestimmung der Wildkräuter und Heilpflanzen empfehlen wir dir unser Buch „Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr“ (hier erhältlich), in dem wir nicht nur viele heimische Pflanzen zeigen, sondern auch immer Tipps für die Hausapotheke und die Küche bereit halten. Beides zusammen bekommst du übrigens mit unserem Postkartenset „Wildkräuter“ in unserem Frühlings-Set (hier erhältlich) zu einem vergünstigten Preis gegenüber dem Einzelkauf in unserem eigenen Kräuterhexenshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de

Feuchtigkeitspflege mit Löwenzahn und Gänseblümchen herstellen
Da Löwenzahnblüten sehr viele Mineralstoffe enthalten, kann man mit dem Ölansatz eine tolle Feuchtigkeitspflege machen. Ideal dazu passt das Gänseblümchen. Es wächst zu selben Zeit und wird dank der enthaltenen Flavonoide, Gerbstoffe und ätherischen Öle für seine hautregenerierenden und feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften geschätzt.
Zutaten für die Feuchtigkeitspflege
- 100ml Löwenzahnöl
- 70ml Gänseblümchen Aufguss
- ca. 15g Bienenwachs (zum Beispiel hier von beegut)
- 10 Tropfen Vitamin E
Mit dem Gänseblümchen wir kein Ölauszug, sondern ein starker Aufguss hergestellt. Man benötigt ca. 20 Gänseblümchen Blüten und 70ml heißes Wasser. Die Gänseblümchen werden mit heißem Wasser übergossen und abgedeckt 7min ziehen gelassen. Anschließend seiht man sie ab. Man gibt das Löwenzahnöl in ein Wasserbad, erwärmt es leicht und lässt das Bienenwachs darin schmelzen. In ein hohes Gefäß gibt man nun der nicht mehr heißen, am besten noch lauwarmen Gänseblümchenaufguss, stellt einen Stabmixer oder Pürierstab hinein und gibt unter ständigem Mixen langsam den noch heißen Ölansatz hinzu. Da Wasser und Öl durch den Mixer eine cremige Emulsion geben, ist die Feuchtigkeitspflege nachher schön leicht und nicht so schwer wie eine Salbe. Zum Schluss träufelt man das Vitamin E hinein, das für längere Haltbarkeit sorgt, und die Haut zusätzlich unterstützt. Durch das Bienenwachs wird die Feuchtigkeitspflege später ein wenig fest, wenn sie erkaltet ist. Je nachdem, wie fest man sie haben will, kann man mehr oder weniger Bienenwachs nehmen.

Wir mögen die Feuchtigkeitspflege in einer fluffigen, eher weniger festen Konsistenz, etwas so ähnlich wie ein Joghurt. Stellt man fest, dass sich die Komponenten wieder trennen und sich Öl absetzen, hat man zu wenig gemixt oder nicht die richtige Temperatur gehabt. Dann sollte man alles nochmal erwärmen und erneut mit dem Stabmixer mehrere Minuten durchmixen. Die Feuchtigkeitspflege kann natürlich mit beliebigen ätherischen Ölen verfeinert werden, die man gerne mag und gut verträgt. Auch ist es möglich Rosenwasser statt Gänseblümchenaufguss zu nutzen. Die Feuchtigkeitspflege sollte im Kühlschrank gelagert werden. Dort ist sie einige Wochen haltbar.
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