Der Februar fühlt sich noch nach Winter an und doch beginnt jetzt bereits die Planung für den Sommergarten. Viele fragen sich genau in dieser Zeit: Kann man Lavendel im Februar pflanzen? Die Antwort lautet: Es kommt darauf an. Entscheidend sind Standort, Sorte und Witterung. Wer hier die richtigen Weichen stellt, hat viele Jahre Freude an gesunden, duftenden Pflanzen. Lavendel ist keine gewöhnliche Staude. Er stammt aus dem Mittelmeerraum und liebt Sonne, Trockenheit und karge Böden. Genau deshalb scheitert er in vielen Gärten, nicht wegen Frost, sondern wegen zu viel Feuchtigkeit.
Kann man Lavendel im Februar pflanzen?
Im Februar ist eine Pflanzung grundsätzlich möglich, wenn der Boden frostfrei und gut bearbeitbar ist. Wichtig ist jedoch: Es dürfen keine starken Dauerfröste mehr angekündigt sein. In milden Regionen oder geschützten Lagen kann Lavendel jetzt bereits ins Beet gesetzt werden. In raueren Gegenden wartet man besser bis März oder April. Eine Pflanzung im Spätwinter hat sogar Vorteile. Die Pflanze kann sich vor dem Sommer gut einwurzeln und startet kräftig in die Wachstumsphase. Voraussetzung ist jedoch ein durchlässiger Boden ohne Staunässe.
Der perfekte Standort für Lavendel
Lavendel braucht einen vollsonnigen Platz. Mindestens sechs Stunden direkte Sonne täglich sind ideal. Halbschatten führt zu weichem, instabilem Wuchs und geringerer Blüte. Der Boden sollte trocken, mager und gut drainiert sein. Schwere Lehmböden müssen unbedingt mit Sand oder feinem Kies aufgelockert werden. Staunässe ist der häufigste Grund für Ausfälle im Winter. Wer sehr feuchte Erde hat, sollte Lavendel leicht erhöht pflanzen oder eine Drainageschicht einarbeiten. Im Topf ist eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies Pflicht. Das Wasser muss zuverlässig abfließen können.

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Welche Lavendelarten sind winterhart?
Nicht jeder Lavendel ist gleich frosttolerant. Die Art entscheidet darüber, ob die Pflanze den Winter im Beet übersteht.
- Der Echte Lavendel (Lavandula angustifolia) gilt als am zuverlässigsten winterhart. Er verträgt Temperaturen bis etwa –15 °C, in geschützten Lagen auch darunter. Sorten wie ‚Hidcote‘ oder ‚Munstead‘ sind besonders robust und für mitteleuropäische Gärten bestens geeignet.
- Der Schopflavendel (Lavandula stoechas) ist deutlich frostempfindlicher. Temperaturen unter –5 °C können bereits kritisch werden. Diese Art eignet sich besser für Kübel und sollte frostfrei überwintert werden.
- Speiklavendel (Lavandula latifolia) wächst kräftig und enthält mehr Kampfer im ätherischen Öl. Er ist weniger frosthart und eher für mildere Regionen geeignet.
Wer Lavendel im Februar ins Beet setzen möchte, sollte also unbedingt auf Lavandula angustifolia achten.
Welchen Lavendel kann man essen?
Für die Küche und als Hausmittel eignet sich vor allem der Echte Lavendel (Lavandula angustifolia). Er besitzt ein mildes, angenehm blumiges Aroma und wird traditionell für Lavendeltee, Lavendelzucker oder feine Backwaren verwendet. Wichtig ist dabei, ausschließlich unbehandelte Pflanzen zu verwenden. Lavendel aus konventionellen Gartencentern kann mit Pflanzenschutzmitteln behandelt sein. Schopflavendel und Speiklavendel sind nicht giftig, schmecken jedoch deutlich intensiver und oft kampferartig, fast schon seifig. Für kulinarische Zwecke ist daher immer der Echte Lavendel die beste Wahl.
Lavendel als Hausmittel
Echter Lavendel wird seit Jahrhunderten als beruhigendes Hausmittel geschätzt. Ein Lavendeltee kann bei innerer Unruhe unterstützend wirken. Getrocknete Blüten im Duftkissen werden traditionell für einen besseren Schlaf genutzt. Auch Lavendelöl findet Anwendung zur Entspannung oder in Badezusätzen. Seine Wirkung beruht auf ätherischen Ölen, die sanft entspannend wirken können.
Häufige Fehler beim Lavendel pflanzen
Viele pflanzen Lavendel in nährstoffreiche, feuchte Erde und wundern sich später über kümmerliches Wachstum oder Ausfälle im Winter. Lavendel braucht keine starke Düngung. Zu viel Nährstoffangebot macht die Triebe weich und anfällig. Ebenso wichtig ist der Rückschnitt. Nach der Blüte sollte die Pflanze leicht in Form gebracht werden. Im Frühjahr erfolgt ein vorsichtiger Rückschnitt, ohne ins alte Holz zu schneiden. So bleibt Lavendel kompakt und verholzt nicht von unten.

Lavendel im Februar richtig pflanzen
Lavendel kann im Februar gepflanzt werden, wenn der Boden frostfrei ist und die Witterung stabil bleibt. Entscheidend sind ein sonniger Standort, durchlässiger Boden und die Wahl einer winterharten Sorte wie Lavandula angustifolia. Wer diese Grundlagen beachtet, schafft die Basis für viele Jahre Duft, Blüten und wertvolle Inhaltsstoffe im eigenen Garten. Möchtest du unsere besten Artikel rund um Kräuter, Garten und gesunde Ernährung direkt auf dein Smartphone erhalten? Dann tritt jetzt unserem WhatsApp Kanal „Kräuterkeller“ bei (einfach hier klicken). Dort teilen wir regelmäßig saisonale Tipps, neue Beiträge und praktische Anleitungen – kompakt und passend zur Jahreszeit.
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Häufige Fragen zu „Lavendel im Februar pflanzen“ (FAQ)
Kann man Lavendel im Februar pflanzen?
Ja, Lavendel kann im Februar gepflanzt werden, wenn der Boden frostfrei und gut bearbeitbar ist. Wichtig ist, dass keine starken Dauerfröste mehr angekündigt sind. In milden Regionen ist eine Pflanzung im Spätwinter problemlos möglich. In kälteren Lagen wartet man besser bis März oder April.
Welcher Lavendel ist winterhart?
Am zuverlässigsten winterhart ist der Echte Lavendel (Lavandula angustifolia). Er verträgt Temperaturen bis etwa –15 °C und eignet sich ideal für mitteleuropäische Gärten. Schopflavendel (Lavandula stoechas) ist deutlich frostempfindlicher und sollte besser im Kübel gehalten und frostfrei überwintert werden.
Kann Lavendel Frost nach dem Pflanzen vertragen?
Leichten Nachtfrost übersteht winterharter Lavendel meist gut. Problematisch sind jedoch längere Frostperioden direkt nach der Pflanzung, wenn sich noch kein stabiles Wurzelsystem gebildet hat. In solchen Fällen hilft eine leichte Abdeckung mit Reisig.
Welcher Standort ist für Lavendel ideal?
Lavendel braucht einen vollsonnigen Standort mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne täglich. Der Boden sollte trocken, durchlässig und eher nährstoffarm sein. Staunässe ist die häufigste Ursache für Ausfälle – besonders im Winter.
Kann man Lavendel im Topf pflanzen?
Ja, Lavendel eignet sich sehr gut für Kübel. Wichtig ist eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Im Winter sollte der Topf vor starkem Durchfrieren geschützt werden.
Welchen Lavendel kann man essen?
Für Küche und Hausmittel eignet sich vor allem Lavandula angustifolia (Echter Lavendel). Er besitzt ein mildes, blumiges Aroma und wird traditionell für Tee, Lavendelzucker oder Gebäck verwendet. Andere Arten schmecken oft intensiver und kampferartig.
Wann sollte man Lavendel zurückschneiden?
Ein leichter Formschnitt erfolgt nach der Blüte im Sommer. Im Frühjahr, etwa ab März, wird Lavendel vorsichtig zurückgeschnitten, ohne ins alte Holz zu schneiden. So bleibt die Pflanze kompakt und verholzt nicht von unten.
Warum geht Lavendel im Winter ein?
Die häufigste Ursache ist nicht Frost, sondern Staunässe. Zu schwere, feuchte Böden führen dazu, dass die Wurzeln faulen. Ein sonniger Standort und durchlässige Erde sind entscheidend für dauerhaft gesunde Pflanzen.
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