Der Februar wirkt still. Frost liegt noch in der Luft, viele Beete sind kahl, der Garten scheint zu schlafen. Doch genau jetzt beginnt unter der Oberfläche die entscheidende Phase für dein Gartenjahr. Wer im Februar richtig schneidet, wird im Sommer mit kräftigem Wachstum, üppigen Blüten und aromatischer Ernte belohnt. Wer es verpasst, verschenkt Potenzial. Viele Gartenbesitzer warten zu lange und schneiden erst, wenn die Pflanzen bereits im Saft stehen. Dabei ist der Spätwinter der perfekte Zeitpunkt für zahlreiche Gehölze, Obstbäume, Beerensträucher und sogar einige Kräuter. Wichtig ist nur: Schneide ausschließlich an frostfreien Tagen.
Rosen: Jetzt entscheidet sich die Sommerblüte
Rosen gehören zu den Pflanzen, die im Februar besonders stark profitieren. Beet- und Edelrosen dürfen deutlich zurückgeschnitten werden – auf drei bis fünf Augen. Entferne schwache, nach innen wachsende oder abgestorbene Triebe vollständig. Der kräftige Rückschnitt sorgt dafür, dass die Pflanze ihre Energie in wenige, starke neue Triebe lenkt. Das Ergebnis: größere Blüten und gesündere Pflanzen.
Apfel- und Birnbäume: Mehr Licht, bessere Früchte
Der Februar ist ideal für den Winterschnitt von Apfel– und Birnbäumen. Jetzt erkennst du die Kronenstruktur besonders gut. Ziel ist es, die Krone auszulichten und Konkurrenztriebe zu entfernen. Mehr Licht im Inneren der Krone bedeutet weniger Pilzkrankheiten und größere, aromatischere Früchte. Wichtig: Steil nach oben wachsende Wasserschosse entfernen.
Wildkräuter erkennen und sammeln
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Weinreben: Der letzte Moment vor dem „Bluten“
Weinreben müssen spätestens im Februar geschnitten werden. Wartest du bis März, beginnen sie stark zu „bluten“ – sie verlieren dann viel Pflanzensaft. Schneide Fruchtruten auf ein bis zwei Augen zurück. Dieser Schnitt entscheidet über Qualität und Menge der Trauben im Sommer.
Beerensträucher: Ertrag beginnt mit dem Schnitt
Himbeeren, Johannisbeeren und Heidelbeeren reagieren im Februar besonders positiv auf einen gezielten Rückschnitt. Bei Sommerhimbeeren entfernst du die alten, bereits tragenden Ruten. Herbsthimbeeren können bodennah komplett zurückgeschnitten werden. Johannisbeeren profitieren davon, wenn zwei bis drei alte Haupttriebe entfernt werden – so entsteht eine luftige Struktur. Heidelbeeren sollten nur bei älteren Pflanzen ausgelichtet werden. Entferne einzelne dicke, alte Triebe bodennah, um junge, fruchtbare Triebe zu fördern.
Sommerflieder und Spierstrauch: Mut zum starken Rückschnitt
Sommerflieder (Buddleja) blüht am einjährigen Holz. Deshalb darf er im Februar radikal auf 20 bis 30 Zentimeter zurückgeschnitten werden. Der kräftige Schnitt sorgt für lange neue Triebe – und damit für große Blütenrispen im Sommer. Auch viele Ziersträucher profitieren von einem deutlichen Rückschnitt, da sie ebenfalls am neuen Holz blühen.
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Lavendel, Salbei und Thymian: Vorsichtig, aber wichtig
Mediterrane Kräuter wie Lavendel, echter Salbei und Thymian sollten im Februar leicht eingekürzt werden. Entferne verholzte und abgestorbene Partien, schneide aber niemals tief ins alte Holz. Ein moderater Rückschnitt verhindert das Verholzen und sorgt für einen kompakten, buschigen Wuchs im Sommer.
Hortensien: Sorte entscheidet
Nicht jede Hortensie wird gleich geschnitten. Rispen- und Schneeballhortensien dürfen im Februar kräftig zurückgeschnitten werden, da sie am neuen Holz blühen. Bauernhortensien hingegen tragen ihre Blütenknospen bereits vom Vorjahr – hier solltest du nur alte Blütenstände entfernen.
Ziergräser, Clematis, Johanniskraut und Fuchsien
Ziergräser, die über den Winter stehen geblieben sind, können jetzt bodennah zurückgeschnitten werden – unbedingt bevor der Neuaustrieb beginnt. Sommerblühende Clematis-Sorten profitieren ebenfalls von einem kräftigen Rückschnitt. Johanniskraut und winterharte Fuchsien danken dir einen starken Februarschnitt mit dichterem Wachstum.
Haselnuss, Weide und Efeu
Haselnusssträucher sollten ausgelichtet werden, indem alte und schwache Triebe entfernt werden. Kopfweiden werden traditionell stark zurückgeschnitten – das fördert lange, neue Ruten. Efeu kann im Februar in Form gebracht werden, bevor die Brutzeit beginnt.
Diese Pflanzen im Februar nicht schneiden
Frühblühende Sträucher wie Forsythie, Magnolie oder Flieder solltest du jetzt nicht schneiden. Sie haben ihre Blütenknospen bereits im Vorjahr gebildet. Ein Februarschnitt würde die komplette Blüte entfernen. Diese Pflanzen schneidest du erst nach der Blüte.

Warum der Februarschnitt so entscheidend ist
Im Spätwinter befinden sich viele Gehölze noch in Winterruhe. Der Rückschnitt wirkt jetzt wie ein Startsignal. Die Pflanzen konzentrieren ihre Energie auf neue, kräftige Triebe. Das sorgt für größere Blüten, bessere Fruchtqualität und eine insgesamt gesündere Struktur. Wichtig ist nur: Schneide niemals bei starkem Frost. Ideal sind trockene, frostfreie Tage mit Temperaturen über fünf Grad.
Jetzt handeln, nicht warten
Der Februar ist kein ruhiger Monat im Garten – er ist der Monat der Weichenstellung. Rosen, Obstbäume, Beeren, Weinreben, Sommerflieder und viele weitere Pflanzen brauchen jetzt deinen Schnitt. Wer bis März wartet, verpasst bei einigen Arten den optimalen Zeitpunkt. Wenn du diese 20 Pflanzen im Februar richtig schneidest, legst du das Fundament für ein starkes, gesundes und ertragreiches Gartenjahr. Speichere dir diesen Beitrag ab – oder geh direkt auf unseren WhatsApp Kanal. Dort findest du alle Beiträge direkt übersichtlich, damit du sie auf dem Smartphone schnell wieder findest.
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