Muskatellersalbei

Muskatellersalbei in der Aromatherapie, in der Küche und Tipps zum Anbau

Der Muskatellersalbei ist mit seinen imposanten Blüten und seinem intensiven Duft eine sehr beeindruckende Pflanze, die gut im Garten gedeiht. Das ätherische Öl ist sehr beliebt und in der Aromatherapie nicht wegzudenken. Er wird dafür geschätzt trübe Gedanken zu vertreiben und kann auch dabei unterstützen, wenn man Probleme mit dem Einschlafen hat. In diesem Beitrag stellen wir dir die Heilpflanze genau vor, geben Tipps zum Anbau und klären, ob man in auch essen kann.

Wie wird Muskatellersalbei eingesetzt?

Muskatellersalbei (Silvia sclarea)ist mit dem echten Salbei (Silvia officinalis) verwandt und kann ihm auf den ersten Blick durchaus ähnlichsehen. Der Unterschied liegt vor allem in seinem charakteristischen und sehr intensiven Duft. Der Muskatellersalbei ist an Blättern und Blüten mit dem ätherischen Öl überzogen. Berührt man die Pflanze, wird man ein harziges, intensiv duftendes und klebriges Gefühl haben. Dies liegt an den ätherischen Ölen, die im Muskatellersalbei besonders reichlich vorhanden sind. Echter Salbei ist weniger harzig. Bereits in der Zeit des frühen Mittelalters wurde die Pflanze in den Gärten angebaut. Von Hildegard von Bingen wurde der Muskatellersalbei als Elixier gegen Verdauungsbeschwerden oder Appetitlosigkeit äußerst geschätzt. Weinbauern sollen die Pflanze zwischen ihre Reben gesetzt haben, um den Wein zu veredeln. Heute noch ist der Muskatellerwein für seine Würze und Süsse bekannt. 

Muskatellersalbei in der Aromatherapie

In der Aromatherapie ist Muskatellersalbei auf Grund seiner ausgleichenden Wirkung sehr beliebt. Zu seinen wirkungsvollsten Inhaltsstoffen zählen der Aromastoff Linalool sowie die sekundären Pflanzenstoffe (Terpene). Eingesetzt werden kann das ätherische Öl gegen depressive Verstimmung, Stress, Niedergeschlagenheit oder zum emotionalen Ausgleich. Auch wer abends Probleme mit dem Einschlafen hat, kann zwei, drei Tropfen ätherisches Muskatellersalbei Öl auf ein Tuch tröpfeln und dieses neben das Kissen legen. Bereits wenige Tropfen des ätherischen Öls können ausreichen, um Blockaden zu lösen. Auch als Badezusatz eignet sich das Öl und kann zu einem harmonischen Schlaf beitragen. 

Muskatellersalbei im Garten

Frauen-Öl

Das Öl enthält das Phytoöstrogen Sclareol, welches mit seiner östrogenartigen Wirkung den Hormonhaushalt ausgleichen soll. Bei unregelmässigem Zyklus, Kinderwunsch, Wechseljahresbeschwerden oder prämenstruellen Beschwerden kann das Öl hilfreich sein.

Haut und Haar

Das ätherische Öl kann dabei helfen, die Haut zu revitalisieren, Ausschläge und Ekzeme zu lindern sowie kleine Fältchen zu glätten. Das Linalylacetat ist für die beruhigende und regulierende Wirkung bei trockener Haut bekannt. Man kann zum Beispiel einige Tropfen Muskatellersalbei-Öl zu einer Feuchtigkeitscreme oder einem Hautöl dazugeben. Dies eignet sich hervorragen für die Hautpflege. Auch schuppiges oder schnell fettendes Haar kann mit Muskatellersalbei gelindert werden. Ein paar Tropfen zur Haarpflege beimischen reichen bereits.

Blatt des Muskatellersalbeis

Heimische Heilpflanzen und Wildkräuter besser erkennen und nutzen

Es gibt viele Heilpflanzen, die uns kostenlos zur Verfügung stehen und direkt vor unserer Tür wachsen. Man muss sie nur wieder entdecken und wissen, wie man sie verwenden kann. Aus diesem Grund haben wir ein Buch geschrieben, dass dazu anregen soll, sich wieder mehr mit Wildkräutern und Heilpflanzen zu beschäftigen. Es trägt den Titel „Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr“ und wirft einen Blick auf die Wiederentdeckung der Wildkräuter und Heilpflanzen in unserer Umgebung. Ihr bekommt das Buch und weitere in unserem eigenen Kräuterhexen-Onlineshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de Wir verschicken jedes Buch selbst und legen euch einen kleinen Gruß bei. 

Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr
Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr

Muskatellersalbei in der Küche

Blüten, Blätter sowie das ätherische Öl des Muskatellersalbei betören mit dem intensiven Duft. Aber nicht nur das, auch in der Küche kann Muskatellersalbei diverse Speisen mit seinem nussig, süßlich Aroma verfeinern. Muskatellersalbei eignet sich auf Grund seines süßlichen Geschmacks besonders für Desserts oder Süßspeisen. Die essbaren Blüten sind nicht nur hübsch als Teller-Dekoration anzusehen, sondern eigenen sich auch in Tee, Bowle oder Cocktails. In Marmeladen, Gelee oder Honig können die Blüten oder jungen, klein geschnittenen Blätter ebenfalls beigemengt werden. 

Nebst dem Würzen von Süßspeisen eignet sich Muskatellersalbei auch für herzhafte Gerichte. Einen «Klassiker» gibt es damit jedoch nicht, der Experimentierfreude sind somit keine Grenzen gesetzt. Muskatellersalbei kann Speisen nicht nur aromatischer, sondern mit seinen verdauungsfördernden Eigenschaften auch bekömmlicher machen. 

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Muskatellersalbei

Anbau

Der Muskatellersalbei gehört zur Familie der Lippenblütler und kann bis zu zwei Meter hoch werden. Ursprünglich stammt die Pflanze aus dem Mittelmeerraum und Zentralasien. Wenig überraschend ist also, dass er warme und sonnige Plätze mag. Wer Muskatellersalbei im eigenen Garten pflanzen möchte, sollte somit einen möglichst sonnigen und trocknen Standort auswählen, idealerweise sollte der Anbauplatz auch vor Wind geschützt sein und groß genug sein, dass sie die Pflanze ausbreiten kann. Die Samen des Muskatellersalbei werden am besten im Sommer, zirka im Juli, ausgesät. Im frühen Herbst ist eine Aussaat auch noch möglich. Die Pflanze gehört zu den sogenannten «Lichtkeimern», das heisst, dass die Samen nach der Aussaat nicht mit Erde bedeckt werden. Man kann im Frühjahr auch Jungpflanzen kaufen, die schon im zweiten Jahr sind. Diese gedeihen schnell und bereits im Sommer werden üppige Blütenstände zu bewundern sein. Allerdings scheint der starke Geruch Schnecken nicht abschrecken zu können. Unsere Pflanzen werden regelmäßig von untern her aufgefressen. Es sind teilweise noch noch die Blattadern übrig. Jedoch wächst der Muskatellersalbei bei uns so schnell, dass er mehr wächst, als die Schnecken fressen können.

Wissen, wann man welche Kräuter sammeln kann

Wenn du wissen willst, wann heimische Wildkräuter und Heilpflanzen zu sammeln sind, dann solltest du dir unseren Saisonkalender für Wildkräuter aufhängen, den wir selbst entwickelt und gestaltet haben. Monat für Monat zeigen wir dir, welche Pflanzen man gerade sammeln kann. Es handelt sich um einen ewigen Kalender, der jedes Jahr aufs Neue nutzbar ist. Der Kalender ist in unserem Kräuterhexen Onlineshop und bei Amazon zu finden. Die Königskerze ist natürlich auch darin enthalten.

Saisonkalender für Wildkräuter im Monat Juni
Saisonkalender für Wildkräuter

Muskatellersalbei ist zudem eine pflegeleichte Pflanze, sie ist trockenes Klima mit wenig Niederschlag gewohnt. Die Jungpflanzen sollten dennoch regelmäßig gegossen werden, der ausgewachsene Salbei hingegen benötigt nur noch gelegentlich Wasser. Bis zur Ernte ist Geduld gefragt. Muskatellersalbei blüht nämlich erst im zweiten Jahr. Wenn es dann soweit ist, können sowohl die Blätter als auch die Blüten geerntet werden. Die Blätter können von April bis Juni geerntet und Blüten ab Juni bis in den August hinein gesammelt werden. Eine vielseitige und äußerst spannende Pflanze der Muskatellersalbei. Ob zu Beruhigung eines aufgewühlten Geistes, einer trägen Verdauung oder zum verfeinern von Speisen, Muskatellersalbei ist stets eine gute Wahl.

Muskatellersalbei – Futterpflanze für ein ganz besonders seltenes Insekt

Wir bauen Muskatellersalbei jedes Jahr gezielt im Garten an, denn die Pflanze ist eine wichtige Futterpflanze für die Holzbiene. In jedem Sommer besucht uns mindestens eine Holzbiene. Egal wo der Muskatellersalbei steht, eine Holzbiene kommt immer. Der Muskatellersalbei zieht sie ganz besonders an. Die bis zu 3cm große Holzbiene kriecht in die Blüten hinein, saugt mit ihrem langen Rüssel den Nektar heraus und der Blütenkopf, genauer die obere Lippenblüte umschließt die Biene in diesem Moment.

Holzbiene am Muskatellersalbei

Wildkräuter im Sommer mit unserem Sommermagazin entdecken

Im Sommer kann man viele Blüten und Blätter in der Natur sammeln. Wir möchten euch in der Sommerausgabe unseres Kräuterkeller Magazins (hier erhältlich) Anregungen geben, wie man Wildkräuter im Sommer nutzen kann. Darin erfährst du natürlich auch, welche Rezepte dir den Sommer versüßen können und wie man zum Beispiel eine kalte Kräutersuppe zubereiten kann. Es gibt aber auch tolle Tipps bei Sonnenbrand oder für ein selbstgerechtes Salbeideo. Das Magazin ist in einer gedruckten und auch in einer digitalen Variante erhältlich. Du bekommst es, wie unsere anderen Bücher und den Saisonkalender in unserem eigenen Kräuterhexenshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de

Das Kräuterkeller Magazin
Wildkräutermagazin Frühling und Sommer

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Wir konnten dich ein wenig mehr für Kräuter begeistern. In unserem Garten sind nicht nur unzählige Wildkräuter und Heilpflanzen, sondern auch viele Insekten. Wenn du weitere aktuelle Pflanzen kennenlernen willst und mehr über Wildkräuter erfahren möchtest, dann folge auch diesen Kanälen. Wir freuen uns auf den Austausch mit dir!

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