Die Arnika

Arnika – eine wichtige Pflanze bei Verletzungen – Rezept für Arnikasalbe

Die Arnika ist auch unter dem Namen Berg-Wohlverleih bekannt, da sie in den Bergen beheimatet ist. So manchen erinnert die Blüte auch an ein Wolfsauge, woher der Name auch hergeleitet werden kann (Wolferlei=Wolfsauge). Die Arnika Pflanze, die in die Familie der Korbblütler gehört, wurde schon von Sebastian Kneipp sehr geschätzt und findet auch heute noch in der Naturheilkunde Anwendung. Die Arnika Pflanze steht unter Naturschutz und sollte somit, um den Bestand zu schützen, nicht wild geerntet werden. Allerdings kann sie im Garten angepflanzt werden, dabei bevorzugt sie allerdings kühlere Temperaturen, wie sie auch in den Bergen herrschen. 

Wie sieht eine Arnika Pflanze aus?

Die Arnika Pflanze hat eine grundständige Blattrosette mit hellgrünen, behaarten, leicht fleischigen Blättern, die an ihrer Unterseite zwischen 5-7 Längsnerven tragen. Auch der Stängel ist leicht behaart und trägt kleinere, gegenständig wachsende Blätter. Man findet Arnika häufig auch in Bauerngärten und in Blumenkästen. Sie kann von 30 cm bis zu 60 cm in die Höhe wachsen. 

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Wann blüht Arnika?

Die Pflanze blüht typischerweise von Mai bis September. Die Blüte erstrahlt in einem kräftigem orange-gold/gelb. Die Randblüten sind länglich und haben an der äußeren Seite 3 kleine Zähnchen. Die Blütenblätter sind strahlenförmig und können so durch ihre Form und Farbe an eine strahlende Sonne erinnern. Die Blüten verströmen einen angenehmen Duft und sind dadurch auch bei Insekten sehr beliebt. 

Arnika im Garten anbauen

Da die Pflanze unter Naturschutz steht, sollte sie selbst im Garten angebaut werden. Sie sollte dabei an einem eher kühleren Standort gesät werden, da diese Temperaturen auch in ihrer ursprünglichen klimatischen Zone, den Bergen, herrschen.

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  • Die volkstümlich auch Engelkraut, Färberblume oder Johannisblume genannte Arnika ist eine aromatisch duftende, sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimetern. Die stark aromatisch duftende Staude mit ihren etwas zerzaust aussehenden leuchtend dottergelben Röhrenblüten ist pflegeleicht und versc ….. (Bei den Bildern finden Sie eine Abbildung der Rückseite unserer Samenkarte mit der kompletten Anzucht- und Pflegeanleitung)

Verwendung in der Naturheilkunde 

Die Arnika Pflanze war in den Klostergärten eine sehr beliebte Pflanze und durfte in der so genannten “grünen Apotheke” nicht fehlen und auch Sebastian Kneipp trug zum Ruf der Arnika als wichtige Heilpflanze mit bei. Die Pflanze enthält unter anderem Flavonoide, Polysaccharide, Sesquiterpenlaktone, Kumarine und ätherisches Öl, hier ist vor allem das Thymol bekannt. Arnika wird vor allem äußerlich als Salbe, Wickel, Auflagen, Tinktur oder als Dampfbad verwendet. Früher wurde die Pflanze auch innerlich zur Stärkung des Immunsystems und bei Herz-Kreislaufbeschwerden eingenommen. Mittlerweile weiß man aber, dass die Pflanze innerlich eingenommen in größeren Mengen giftig sein kann und ihr Milchsaft Allergien auslösen kann, wodurch die Einnahme abgeraten wird, bzw. nur unter Aufsicht eines Arztes erfolgen sollte. Äußerlich wird Arnika bei Gelenk-Bänder- und Sehnenbeschwerden, sowie bei Blutergüssen und Prellungen angewendet. Dafür können die Blüten aus dem Eigenanbau verwendet werden. 

Was bewirkt Arnika Gel, Auflagen oder Tinkturen?

Das Haupteinsatzgebiet sind nicht blutige Verletzungen, wie Prellungen, Blutergüsse, Überdehnungen, Stauchungen, Quetschungen, sowie allgemeine Gelenkbeschwerden und auch bei Schleimhautentzündungen im Mund-Rachenraum kann Arnika eingesetzt werden. Arnika soll abschwellend, entzündungshemmend, schmerzlindernd und durchblutungsfördernd wirken. 

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Warum Arnika nicht auf offene Wunden?

Um Nebenwirkungen wie eine allergische Reaktion oder eine Überempfindlichkeit mit Korbblütlern zu vermeiden, sollte Arnika nicht auf offenen Wunden verwendet werden. Zudem sollte die Pflanze auch innerlich nicht eingenommen werden, da es zu Nebenwirkungen wie Schwindel, Durchfall, Nasenbluten und Herzrhythmusstörungen kommen kann. Anders sieht es da mit Globulis, also mit homöopathischen Kügelchen aus. Diese können auch innerlich bei den oben genannten Leiden eingesetzt werden. Um die richtige Potenz herauszufinden und um zu wissen, welches Arnika bei z.B. Blutergüssen helfen kann, sollte Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker gehalten werden. 

Wie setzt man Arnika an?

Für etwa 200 ml Tinktur verwendet man ca. 20g getrocknete Blüten (oder ca. 15g frische Blüten). Diese übergießt man in einem Glasgefäß mit Verschluss mit 200 ml Doppelkorn oder einem vergleichbaren hochprozentigen Alkohol. Nun lässt man die Tinktur zwischen 10-14 Tage stehen und dreht sie täglich auf den Kopf und wieder zurück. Nach 14 Tage ist die Tinktur für die äußerliche Anwendung bereit. 

Was kann man sonst noch mit Arnika machen? 

Bei einer akuten Prellung oder Stauchung können bspw. Arnika-Wickel helfen. Hierzu nimmt man 1-2 EL trockener oder frischer Blüten und übergießt diese mit etwa einem halben Liter Wasser und kocht diese auf. Anschließen lässt man den Sud für etwa 10 Minuten ziehen. Dann kann ein Tuch im Wasser getränkt werden und dieses kann man dann anschließend auf die schmerzende Stelle legen. 

Lehrvideos zu Wildkräutern

In Videoform findest du unsere Lehrvideos auf unserem YouTube Kanal unter www.youtube.com/kräuterkeller Wir freuen uns, wenn du uns in den Kommentaren Anregungen hinterlässt, zu welcher Pflanze du dir ebenfalls ein Video wünschst. Mit der Möglichkeit, unseren Kanal kostenlos auf YouTube zu abonnieren unterstützt du uns und wirst automatisch informiert, wenn ein neues Video von uns erscheint. Zudem findest du uns auch noch auf anderen Plattformen. Auch hier kannst du uns kostenfrei abonnieren:

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Rezept für Arnikasalbe

Die Arnika sollte nicht wild gesammelt werden, da sie unter Naturschutz steht. Am besten, du ziehst ein paar Pflanzen selbst im Garten auf. Auch eine Salbe kann schnell und einfach hergestellt werden. Dafür benötigst du nur Kokosöl, eine handvoll Blüten, einen Topf mit Wasser, ein Glas für das Wasserbad, etwas Vitamin E (für die Haltbarkeit), ein Sieb und ein Gefäß mit Schraubverschluss. Für etwa eine Handvoll frische Blüten kannst du 80-100g Kokosfett nehmen und dies zusammen mit 2-4 Tropfen Vitamin E in einem Gefäß im heißen Wasserbad für ca. 2 Stunden ziehen lassen. Anschließend die Salbe durch ein Sieb, in ein verschließbares und sehr sauberes Gefäß geben und abkühlen lassen. Verwende bei dem Prozess nur sehr saubere Utensilien um eine Schimmelbildung zu vermeiden. So einfach hast du selbst eine Arnikasalbe hergestellt und kannst sie bei Muskel- und Gelenkschmerzen anwenden. 

Arnika sollte äußerlich nur verdünnt und kurzfristig angewendet werden, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden. Besprich den Einsatz vorher mit einem Arzt um mögliche Komplikationen und unerwünschte Effekte zu vermeiden. 

Mit Kindern die Welt der Wildkräuter entdecken

Wichtig ist uns, auch die Kinder beim Entdecken der Wildkräuter noch besser zu unterstützen. Dazu haben wir ein Entdeckerbuch entwickelt: “Ben und Mara entdecken die Welt der wilden Kräuter“. Im ersten Kapitel des Buches lernen Ben und Mara, wie wichtig Wildkräuter und der Kreislauf der Natur ist. Im zweiten Kapitel stellen wir, die in der Geschichte vorkommenden Wildkräuter vor. Das dritte Kapitel lädt mit Tipps rund um das Thema Wildkräuter und Heilpflanzen zum Ausprobieren ein. Zusätzlich haben wir die Entdeckerkarten entwickelt. Mit großen Bildern, Symbolen und Feldern zum ausfüllen und bemalen, können Kinder aktiv die Welt der Wildpflanzen entdecken und mit diesen Karten auf Entdeckungstour gehen. Das Buch sowie das Entdeckerset (hier erhältlich) mit den Entdeckerkarten findest du in unserem Kräuterhexen-Onlineshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de

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