Kaum eine heimische Heilpflanze wirkt so reizlindernd bei Husten und Halsschmerzen wie der Echte Eibisch. Gerade in der Erkältungszeit wird er wiederentdeckt, weil seine Schleimstoffe die gereizten Schleimhäute sanft schützen, ganz ohne Schärfe oder ätherische Öle. Aus Blüten und Wurzeln lassen sich sowohl milde Hustentees als auch ein traditioneller Hustensirup herstellen. Wir zeigen, wie du Eibisch richtig anwendest, worauf es bei der Zubereitung ankommt und wo du hochwertiges Eibischkraut oder Eibischwurzel bekommst.
Eibisch im Garten anbauen
Eibisch ist eine pflegeleichte und robuste Staude, die jeden Kräutergarten ziert. Die winterharte Staude entwickelt tiefe Pfahlwurzeln, die man im Herbst und Winter bei Husten nutzen kann. Am besten gedeiht die Pflanze an sonnigen Standorten mit lockerem, nährstoffreichen Boden. Schon vor den Eisheiligen kann man Jungpflanzen direkt ins Beet setzen. Man kann ab Anfang März mit der Anzucht aus Samen beginnen und Jungpflanzen selbst vorziehen oder sie in einer Kräutergärtnerei kaufen. Auch eine Direktsaat im Frühjahr ist möglich, jedoch sollte man darauf achten, dass andere Pflanzen die kleinen Pflänzchen zu Beginn nicht überwuchern. Später bildet der Eibisch einen bis zu 1,5m hohen Stängel mit 5-6 cm großen flauschigen Blättern aus.
Echter Eibisch in der Hausapotheke
Eibisch wird aufgrund der Schleimstoffe vor allem bei Husten, Halsschmerzen oder Heiserkeit geschätzt. Wurzeln, Blätter und Blüten werden für ihre entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften geschätzt. Alle Pflanzenteile des Echten Eibisch sind als Heilpflanze nutzbar. Man pflückt im Frühsommer junge Blätter, im Sommer Blüten und im Herbst und Winter kann man Wurzelteile ausgraben. Möchte man Blätter und Blüten für einen Tee trocknen, kann man dies im Sommer direkt draußen an einem schattigen Ort machen. Wichtig ist, dass die Pflanzenteile vollständig getrocknet sind und dann luftdicht in einem Glas verschlossen gelagert werden, bis man sie benötigt. Eibisch neigt dazu nach dem Trocknen wieder Wasser aus der Luft zu ziehen, deswegen ist ein Schraubglas ideal zur Aufbewahrung, da es eine luftdichte Lagerung ermöglicht. Gräbt man im Herbst und Winter Teile der Pfahlwurzel aus, empfiehlt es sich nach Seitenausläufern zu suchen oder Pflanzen zu wählen, die im Beet stören und weg sollen. Beschädigt man die Wurzel zu sehr oder entnimmt die ganze Wurzel, bildet sich im nächsten Jahr keine neue Pflanze mehr. Die Eibischwurzel kann gründlich gesäubert werden und dann schonend getrocknet werden. Am besten zerkleinert man sie vorher mit einem Messer oder einem Küchenmixer.

Gesundheit mit Wildkräutern und Heilpflanzen
Das Wildkräuter und Heilpflanzen ein sehr wichtiger Baustein für ein gesundes Leben sind, steht für uns außer Frage. Aus diesem Grund haben wir unser Wissen, welches wir von unseren Großeltern und Eltern gelernt haben, nicht nur in diesem Blog, sondern auch in Büchern veröffentlicht. Hilfreich beim Bestimmen von Wildkräutern und Heilpflanzen ist unser Ratgeber „Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr“ (hier erhältlich). Hier stellen wir viele heimische Pflanzen vor und geben nicht nur Tipps zum Erkennen und Sammeln, sondern auch für die Verwendung in der Hausapotheke und in der Küche. Das reich bebilderte Buch findest du in unserem eigenen Kräuterhexen-Onlineshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de

Ganz wichtig ist es zu wissen, wann man welche Kräuter ernten kann, denn Wildkräuter sind generell sehr wertvoll für unsere Ernährung. Aus diesem Grund haben wir einen Saisonkalender für Wildkräuter (hier erhältlich) entwickelt, der Monat für Monat die wichtigsten Wildkräuter und Heilpflanzen auf einen Blick zeigt. Du kannst ihn dabei jedes Jahr erneut benutzen. Der Saisonkalender ist ebenfalls in unserem eigenen Shop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de erhältlich.
Eibischtee bei Husten
Echter Eibisch wird meistens als Tee bei Husten und Heiserkeit getrunken. Auch bei Halsschmerzen, aber auch bei Entzündungen im Mundraum kann Eibisch hilfreich sein. Ein Tee wird dabei aus Kraut oder Blüten aufgegossen. 1 TL getrocknetes Kraut oder Blüten werden dabei mit 200 ml nicht zu heißem Wasser aufgegossen und kurz ziehen gelassen. Die enthaltenen Schleimstoffe mögen keine Hitze. Je heißer der Aufguss ist, desto mehr Schleimstoffe gehen verloren. Es ist auch möglich einen Kaltauszug zu machen, wenn man Blüten oder Blätter aus dem eigenen Garten hat und sie hygienisch und schonend getrocknet hat. Man trinkt den Tee am besten in kleinen Schlücken recht langsam, sodass es möglichst lange im Mund bleibt, wenn man hier Beschwerden hat. Mit einem erkalteten Aufguss kann man auch prima gurgeln. Äußerlich angewendet kann man ein Tuch in den erkalteten Aufguss legen und es auf kleinere Hautverletzungen oder auf einen leichten Sonnenbrand legen. Es ist auch möglich eine Auflage mit Frischpflanzensaft auf eine kleine Wunde zu legen. Dazu kann man frische Blätter und Blüten zerdrücken und mit einem sauberen Mulltuch oder einer Mullbinde auf die betroffene Stelle legen.
Inspirationen in unserem Wildkräuter Magazin
Viele kulinarische sowie naturheilkundige Rezepte, Pflanzenportraits und Inspirationen rund um die Welt der Wildkräuter und Heilpflanzen, findest du in unserem eigenen Kräuterkeller Magazin (hier erhältlich). Mit unserem Abo verpasst du keine der kommenden Ausgaben und hast diese automatisch zum Erscheinungstermin in deinem Briefkasten. Das Abo ist ebenfalls in unserem Shop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de erhältlich.

Hustensirup aus Eibischwurzel
Es gibt einige Fertigarzneien zu kaufen, die Extrakt aus der Eibischwurzel in ihrer Rezeptur für einen Hustensirup enthalten. Man kann aber auch selbst einen Hustensirup aus Eibischwurzel machen. Dazu braucht man frischem gesäuberte oder getrocknete Eibischwurzel und etwas Honig. Um mehr Wirkstoffe herauszulösen, kann man auch noch 20ml 40%igen Alkohol hinzugeben. Dann ist der Hustensirup allerdings für Schwangere, Stillende und Kinder nicht mehr geeignet. Auch ohne Alkohol entsteht ein toller Hustensirup.

Anleitung für den Hustensirup
Gebt ca. 30 g frische oder getrocknete und zerkleinerte Eibischwurzel in ein vorher abgekochtes, sauberes Schraubglas, übergießt alles mit Honig und achtet darauf, dass alle Pflanzenteile bedeckt sind. Dann lasst ihr das Schraubglas etwas zwei Wochen an einem warmen, hellen Ort zum Beispiel auf der Fensterbank durchziehen und könnt dann die Pflanzenteile heraussieben und den Eibischhonig bei Bedarf einnahmen. Kühl und dunkel gelagert hält sich der Hustensirup mehrere Monate. Am besten nimmt man bei Bedarf zwei bis dreimal täglich einen Teelöffel ein und lässt ihn so. lange wie möglich im Mund. Man sollte mehrmals langsam schlucken, damit die Schleimhäute lange mit dem Hustensirup in Kontakt kommen. Wem der Sirup zu fest ist, der kann ihn in einem lauwarmen Tee etwas verdünnen.
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