Räuchermischungen für den Winter

Kräuter und Hölzer für stärkende und reinigende Räuchermischungen im Winter 

Besonders im Winter gibt es einige Kräuter oder Hölzer, die man für eine stärkende, kraftspendende und reinigende Räuchermischung nutzen, aber auch einzeln verräuchern kann. Wenn die Tage kurz und die dunklen Phasen lange sind, kann dies aufs Gemüt schlagen. Mit passenden Kräutern kann man wieder zu neuer Kraft und Stärke finden. Wir zeigen euch in diesem Beitrag unsere liebsten Räucherkräuter und Hölzer in der dunklen Jahreszeit, die sich aber auch gut für die Rauhnächte eignen. 

Beifuß (Artemisia vulgaris)

Beifuß ist eine kraftvolle und heimische Wildpflanze, die man im Sommer vielerorts an Wegesrändern oder auf Wiesen und Schuttflächen finden kann. Der gewöhnliche, mehrjährige Beifuß (Artemisia vulgaris) wird für seine wohltuenden Eigenschaften als Küchenkraut und Teekraut geschätzt. Der Geschmack ist recht bitter. Diese Bitterstoffe können aber Magen- und Darm bei fettreicher Nahrung unterstützen. 

Beifuß

Zum Räuchern nutzt man getrocknetes Kraut, auch Teile des Stängels werden gerne verwendet. Mit frischem Beifuß kann man im Sommer wunderbar Räucherbuschen binden. Im Winter eignet sich getrocknetes und zerkleinertes Kraut sehr gut. Mit Beifuß kann man neue Häuser ausräuchern. Dem Kraut werden reinigende und schützende Eigenschaften zugesprochen. Früher räucherte man mit Beifuß um böse Geister zu vertreiben. Auch heute nutzt man das Kraut gern, wenn schlechte Stimmung in der Luft liegt. Beifuß gehört zu den ältesten und bekanntesten Räucherpflanzen. 

Räuchern mit Beifuss

Wie räuchert man am besten?

Zum Räuchern gibt es unterschiedliche Methoden. Wir binden uns bereits im Sommer Räuchersticks, man kann aber auch in einem Gefäß räuchern oder eine Räucherkohle benutzen. In unserem Blogbeitrag „Räucherkegel und Räucherkerzen mit getrockneten Kräutern selber machen„, zeigen wir dir, wie du kleine Räucherkegel selbst herstellen kannst. Diese Anleitung findest du auch in der Winterausgabe unsere Kräuterkeller Magazins. Einmal im Quartal erscheint unser selbst gestaltetes Wildkräuter Magazin (hier erhältlich). Du bekommst es in einer gedruckten und in einer digitalen Version. Ganz aktuell ist unser Wintermagazin. Darin findest du zum Beispiel eine Anleitung für Räucherkegel, die man ebenfalls mit Fichte oder Tanne herstellen kann aber auch viele weitere Rezepte und Tipps wie zum Beispiel eine winterliche Glühweinalternative mit Rote Beete und viele Hausmittel. Die Magazine bekommst du in unserem eigenen Shop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de 

Das Kräuterkeller Magazin

Engelwurz oder Angelikawurzel (Angelica archangelica)

Die Engelwurz oder auch Angelikawurzel. Auch das Kraut kann verrüchert werden. Die Pflanze wurde früher für ihre abwehrsteigernden, kraftspendenden und stärkenden Eigenschaften geschätzt. Zum Räuchern nutzt man die getrocknete und zerkleinerte Wurzel. Ihr werden angstlösende und kraftspendende Eigenschaften zugeschrieben. Mit ihr kann man aber auch seine spirituelle Kraft stärken und zu neuem Selbstbewusstsein finden. 

Räuchern mit Engelwurz

Unser Nachschlagewerk zum Thema Wildkräuter und Heilpflanzen

Möchtest du du Welt der Wildpflanzen und Heilkräuter genauer kennenlernen? Dann schau doch einmal in unserem kleinen Kräuterhexen – Onlineshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de vorbei. Dort findest du unser Buch „Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr“ (hier erhältlich). Neben Tipps zum Räuchern findest du dort viele heimische Wildkräuter und Heilpflanzen, die wir selbst fotografiert und beschrieben haben. Zu jeder Pflanze gibt es Verwendungshinweise für die Hausapotheke und die Hexenküche. Passend dazu findest du auch unseren Saisonkalender für Wildkräuter (hier erhältlich) den du jedes Jahr erneut benutzen kannst! Mit deinem Einkauf unterstütz du unseren Blog.

Buch und Saisonkalender

Zeder (Cederi lignum)

Die Zeder gehört zur Familie der Kieferngewächse und bildet sehr hartes Holz aus. Zedernholz eignet sich besonders um zur inneren Kraft zu finden. Das Räuchern ist besonders harmonisierend und kann neue Hoffnung spenden. Besonders zum Reinigen von Häusern oder Gegenständen wird der Zeder gern geräuchert. Man nutzt meist zerkleinertes Zedernholz. Auch Zedernnadeln, Harz oder die Rinde lassen sich gut räuchern. Der holzige und harzige Duft erzeugt eine wohlige und warme Atmosphäre im Raum, kann aber auch beim Entspannen helfen. Früher räucherte man vor allem bei Opferritualen mit Zedernholz. Das sehr wertvolle Holz war hier besonders geschätzt. Man schrieb der Zeder Macht und Unsterblichkeit zu.

Räuchern mit Zeder

Rose (Rosa damascena)

Getrocknete Rosenblüten eignen sich wunderbar zum Räuchern. Die Blüten der Damaszener Rosen haben dabei einen besonders intensiven Duft und sind ideal zum Räuchern. Man kann aber dir Rosenblätter alle heimischen Rosenarten zum Räuchern nutzen. Schneidet man sich einen Rosenstrauß oder bekommt man einen Strauß Rosen von einem besonderen Menschen geschenkt, kann man die Blütenblätter trocknen, wenn die Rosen bereits verblüht sind und sie noch einmal für eine Räuchermischung nutzen. Dann kann man sich beim Räuchern an diesen schönen Strauß oder an den besonderen Menschen erinnern und diesen Moment noch einmal zurückholen. Räuchert man Rosenblätter, haben sie nur ein schwaches Aroma, da sie beim Trocknen an Aroma verlieren. Dennoch steht das Räuchern mit Rosenblätter für Liebe, Herzöffnung und inneren Frieden. Sie können uns beim Entspannen helfen und lassen uns in unsere Mitte finden. In hektischen Phasen, wenn man selbst oder auch die eigene Partnerschaft hinten ansteht, ist ein Räucherritual mit Rosenblätter ideal, um sich auf sich oder den Partner zu besinnen und neue Kraft zu schöpfen. 

Mit Rose räuchern

Lavendel (Lavendula angustifolia)

Zum Räuchern eignen sich getrocknete Lavendelblüten besonders zur energetischen Reinigung. Lavendel hat klärende Eigenschaften, kann positiv auf unsere Psyche wirken und kann beruhigend sein. Zudem vertreibt er schlechte Gedanken. An dunklen Wintertagen ist Lavendel also ideal. Es gibt verschiedene Lavendelarten. Zum, Räuchern empfehlen wir Lavendula officinalis oder angustifolia. Besonders abends kann ein kurzes Räucherritual vor dem Zubettgehen dabei helfen, besser zur Ruhe zu kommen und sanfter in den Schlaf zu finden. Im Schlafzimmer selbst sollte man allerdings nicht räuchern. Hier eignen sich Duftkissen oder Duftöle eher. Wie wir Lavendel im Schlafzimmer und zur Hautpflege nutzen, könnt ihr im Beitrag „Lavendelsalbe mit nur drei Zutaten – Anleitung mit Video“ nachlesen. Dort findet ihr auch ein lehrreiches Video für eine Lavendelsalbe. 

Räuchern mit Lavendel

Alant (Inula helenium)

Die Alantwurzel duftet unglaublich lieblich, fast vanilleartig. Die Pflanze erinnert während der Blüte an eine kleine Sonne. Zum Räuchern werden jedoch nicht die getrockneten Blüten, sondern die Wurzelstückchen genutzt. Sie sollen die Sonne ins Herz bringen. Alant eignet sich besonders zum Räuchern im Winter, wenn die Tage kurz und dunkel sind. Der Duft steht dafür Ängste loszulassen und Traurigkeit zu vertreiben. Auch bei Unsicherheit, in stressigen Lebensphasen oder in Angespannten Situationen ist Alant die richtige Räucherpflanze. Mit der kleinen Sonne kommt die Lebensfreude wieder zurück. 

Räuchern mit Alant

Wo gibt es fertige Räucherbündel?

Bei www.kruut.de findest du viele bereits vorgefertigte Bio-Räuchermischungen. Das Räucherbündel „Klarer Geist“ (hier erhältlich) enthält z.B. Ysop, Quendel und Salbei. Sie sind ideal um sich auf neue Wege einzustimmen und dabei Altes loszulassen. Zudem fördert dieses Räucherbündel die Konzentration. Die darin enthaltenen Heilpflanzen wurden von erfahrenen Kräuterfrauen angebaut und geerntet. Dabei wurden natürlich keine Pestizide verwendet. Schau dir doch einfach mal das Sortiment unter www.kruut.de an und spare mit dem Rabattcode kraeuterkeller 15% auf deinen gesamten Einkauf. Werbung.

Kruut Räucherbündel

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