Lavendelsalbe selber herstellen

Lavendelsalbe mit nur drei Zutaten – Anleitung mit Video

Der echte Lavendel blüht in den Sommermonaten und eignet sich wunderbar, um daraus eine sehr einfache und völlig natürliche Salbe herzustellen. Wir zeigen dir in diesem Beitrag, wie du ein Lavendelöl, eine Lavendelsalbe und viele weitere tolle Hausmittel aus den intensiv duftenden Blüten machen kannst, da Lavendel eine wichtige Heilpflanze mit sehr langer Tradition ist.

Erfahre alles zur Herstellung der Lavendelsalbe und des Lavendelöls im ganz neuen Video (hier frei abrufbar)

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Lavendel Blüten

Für die Verwendung in der Hausapotheke eignet sich vor allem der echte Lavendel. Er hat jedoch auch Unterarten, nämlich den Lavandula angustifolia angustifolia und Lavandula angustifolia pyrenaica. Andere Lavendelarten, wie der Schopflavendel sind weniger gut geeignet. Welche Lavendelarten essbar sind erklären wir in diesem Beitrag.

Lavendelöl – schnell und einfach gemacht

Bevor man eine Salbe macht, benötigt man einen Ölauszug. Damit ist kein ätherisches Lavendelöl gemeint. Den Ölauszug kann man mit wenigen Zutaten herstellen.

Man benötigt:

  • 100ml hochwertiges Olivenöl
  • 1 Handvoll Lavendelblüten

Lavendelöl Kaltauszug

Möchte man einen Kaltauszug machen, braucht man nicht viel, außer ein wenig mehr Zeit. Die Lavendelblüten können frisch oder getrocknet sein. Man gibt sie in ein sauberes Schraubglas, achtet darauf, dass alles mit Öl bedeckt ist, legt ein Tuch auf das Glas und verschließt den Deckel nicht und stellt es dann an einen warmen und sonnigen Ort für etwa 3-6 Wochen. In dieser Zeit geben die Blüten ihre Inhaltsstoffe an das Öl ab. Würde man den Deckel verschließen, würde durch mögliche Restfeuchtigkeit bei Verdunstung Kondenswasser entstehen und der Ölansatz könnte schimmeln.

Ölauszug Lavendelsalbe

Lavendel in unserem Kräuterbuch „Mit Wildkräuter und Heilpflanzen durchs ganze Jahr“

Wir leben so natürlich wie möglich, nutzen dabei viele Wildpflanzen oder Heilkräuter in unserer Ernährung und in der Hausapotheke und möchten dir unsere Erfahrung weitergeben. Salben kann man aus vielen Heilpflanzen selbst machen. Dieses Wissen möchten wir weitergeben. Möchtet ihr mehr solcher Tipps oder erfahren, warum Wildkräuter und Heilpflanzen so besonders wertvoll für uns sind, dann schaut doch einmal in unseren eigenen, kleinen Kräuterhexen – Onlineshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de vorbei. Dort findet ihr unser Buch für den perfekten Einstieg ins Sammeln von Wildkräutern und Heilpflanzen “Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr“ (hier erhältlich). Hier haben wir auf über 160 Seiten viele heimische Pflanzen fotografiert und stellen diese im Detail vor. Zu jeder Pflanze gibt es dann Tipps zur Nutzung für die Hausapotheke und die Hexenküche. Auch der Lavendel ist darin ausführlich vorgestellt.

Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr

Lavendel Heißauszug

Beim Heißauszug benötigt man ein Salbenöfchen, wie hier auf dem Bild. Das ist ein handgefertigtes kleines Keramikstövchen, das mit Kerzen betrieben wird. Man ist so unabhängig von Strom und kann eine gleichmäßige, sanfte Hitze erzeugen. Die Hitze bewirkt, dass die Blüten ihre Inhaltsstoffe schneller an das Öl abgeben. In das Salbenöfchen gibt man die 100ml Olivenöl und die Lavendelblüten, rührt immer wieder um und lässt das ganze 13 Tage ausziehen. Nachts sollte man das Öfchen ausmachen, bzw. die Kerzen ausmachen. Der Salbenofen sollte generell nicht unbeaufsichtigt stehen gelassen werden, da man ja mit brennenden Kerzen arbeitet. Hat man kein so ein tolles Hilfsmittel, kann man den Heißauszug auch mit einem Topf auf dem Herd machen, in welchem sich ein Wasserbad befindet. Da hinein stellt man ein Gefäß, das mit dem Öl und dem Lavendel gefüllt ist und lässt bei schwacher Hitze, unter 80 Grad den Ansatz langsam ausziehen. Man kann den Herd immer wieder ausschalen, sollte aber regelmäßig rühren und darauf achten, dass es nicht zu heiß wird. Der Heißauszug auf dem Herd sollte mind. 4 Stunden ausziehen.

Am Ende der Verfahren werden die Lavendelblüten abgeseiht und das selbstgemachte Lavendelöl ist fertig. Es kann bereits jetzt äußerlich angewendet werden oder man verwendet es weiter, um eine Salbe herausstellen.

Salbenofen

Gut durch den Sommer mit heimischen Wildkräutern

In unserer Sommerausgabe des Kräuterkeller Magazins (hier erhältlich) findest du einen ausführlichen Bericht, welche weiteren Kräuter und Salben bei einem Sonnenbrand helfen können. Jedoch zeigen wir darin auch besonders viele Rezept, die dir den Sommer kräutertechnisch versüßen. Wir backen mit Wildkräutern, machen erfrischende Getränke, eine kalte Kräutersuppe, leckere Salate oder tolle Hausmittel. Du bekommst das Kräuterkeller Magazin in einer digitalen PDF Version aber auch in einer gedruckten Variante. In unserem eigenen Kräuterhexenshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de 

Unser Kräuterkeller Magazin in der Sommerausgabe

Lavendel Salbe mit nur drei Zutaten

Für eine selbstgemachte Lavendelsalbe benötigt man nur drei Zutaten. Sie ist zudem völlig natürlich und schnell gemacht. Vorbereitet wurde das Lavendelöl aus Olivenöl und Lavendelblüten. Das waren die ersten zwei Zutaten. Jetzt kommt hier nur noch Bienenwachs hinzu. Die genauen Mengen sind folgendermaßen:

Rabattcode für Bienenwachs

Falls ihr kein Bienenwachs zu Hause habt oder keinen regionalen Imker kennt, könnt ihr euch mit dem RabattcodeKräuterkeller10 10% auf eure Bestellung bei beegut sparen. Hier kommt ihr zum Shop.

Lavendelsalbe

Die Salbe kann im Salbenöfchen gerührt werden oder in einem Gefäß im Wasserbad auf dem Herd. Das Lavendelöl wird leicht erwärmt und die 10g Bienenwachs hineingegeben, dabei wird solange gerührt, bis alles geschmolzen ist. Die Schmelztemperatur von Bienenwachs liegt bei ca 62 – 65 Grad Celsius. Höher sollte die Temperatur auch nicht werden, da es nur darum geht, dass das Wachs schmilz und sich alles vermengt. Ist das der Fall, kann man die noch flüssige Salb ein saubere Salbentiegel umfüllen und warten, bis sie erkaltet ist. Dann kann man den Deckel verschließen. An einem dunklen und kühlen Ort, zum Beispiel im Keller ist die Salbe ca 1 Jahr haltbar. Ein dunkler Tiegel ist empfehlenswert, um die Inhaltsstoffe bestmöglich zu schützen. Aus Gründen der Anschaulichkeit haben wir die Salbe in ein helles Glas gefüllt, da man sie in einem dunklen Gefäß nicht so gut zeigen kann. Alternative zum Bienenwachs (Carnaubawachs): Man kann die Salbe auch mit Carnaubawachs statt Bienenwachs machen. Das ist vegan.

Die Kraft der Natur wieder besser kennenlernen

Viele Wirkstoffe schlummern in heimischen Heil- und Wildpflanzen, die wir vielerorts bei uns vor der Tür finden können. Unser Ansatz ist es, dieses alte Heilpflanzenwissen wieder bekannter zu machen. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, das Kräuterwissen unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de auch in gedruckter Form zur Verfügung zu stellen. Dort findest du unter anderem unser Buch „Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr“ (hier erhältlich), indem wir dich saisonal durch die Welt der Wildkräuter führen. Mit dabei viele, von uns selbst fotografierte, Pflanzenportraits sowie Tipps für die eigene Hausapotheke und die Küche. Dazu passend gibt es unseren Saisonkalender für Wildkräuter(hier erhältlich), der von uns so gestaltet wurde, dass du in jedes Jahr erneut nutzen kannst. Für die jüngsten Sammler und Sammlerinnen gibt es unser Entdeckerbuch für Kinder. Mit „Ben und Mara entdecken die Welt der wilden Kräuter“ (hier erhältlich) können Kinder sowie Erwachsene gemeinsam den Start in die Welt der wilden Kräuter wagen. Dabei bietet sich das Kinderbuch als Mitmachbuch an, denn neben der Geschichte mit Ben und Mara, finden sich noch ein kindgerechtes Wildkräuterlexikon sowie Tipps und Rezepte im Buch. Schau doch einfach mal in unserem Kräuterhexen – Onlineshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de vorbei. Dort findest du auch unsere weiteren Produkte wir unser Brennnesselbuch „Die Brennnessel – Königin der Wildpflanzen“ (hier erhältlich) und unser Kräuterkeller Magazin (hier erhältlich).

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