Tiefkühlobst – eine Alternative zu frischem Obst?

Tiefkühlobst – eine Alternative zu frischem Obst?

In meinem letzten Müsli war ich hin- und hergerissen, was für eine Obsteinlage mein Müsli zieren sollte. Im Wagen landeten gefrorene Himbeeren und frische Heidelbeeren. Ganz glücklich war ich aber nicht und habe begonnen darüber nachzudenken, was ich da eigentlich gekauft hatte. Ehrlich gesagt, habe ich tiefgekühltes Obst nie wirklich gemocht. Ich dachte immer, das ist eine Matschepampe und nicht mehr wirklich wertvoll für den Körper. Ich gestehe, auch im Winter Heidelbeeren zu kaufen und mich die leckeren Beeren so sehr betören, dass ich vergesse, dass es eigentlich keinen Sinn macht Heidelbeeren zu kaufen, wenn sie nicht gerade Saison haben. Tiefkühl – Obst hat mich bisher eben leider auch nicht 100% begeistert.

Das musste ich aber überdenken. Und ich habe mich schlau gemacht.

Gehen beim Einfrieren nicht alle Vitalstoffe verloren?

Das stimmt so nicht: Durch das Einfrieren gehen vor allem Antioxidantien verloren. Vitamine gehen zu einem geringeren Teil kaputt. Frisches Obst und Gemüse verliert aber auch durch die Lagerung und den tagelangen Transport in den Supermarkt an Vitalstoffen. Außerdem setzen Licht und Wärme dem Obst und Gemüse zu. Aus diesem Grund sind lange Transportwege nicht nur eine Katastrophe für die Ökobilanz, sie haben auch erhebliche Einbußen im Vitamingehalt zur Folge. TK-Obst und Gemüse wird meist direkt beim Produzenten schockgefrostet. Die Lagerung und die Wege sind also kurz. Selbstverständlich ist auch hier relevant, was man kauft: TK-Erdbeeren aus China, die voller Pestizide sind, sind genauso schlecht, wie wenn wir jetzt im Winter die frischen Erdbeeren kaufen, die aus einem Gewächshaus vom andern Ende der Welt stammen.

Was hat meine Reflexionsprozess nun also zur Folge: Ich besinne mich und versuche den frischen, nicht saisonalen Beeren in Zukunft aus dem Weg zu gehen und greife auf Tiefkühlhimbeeren zurück, die ich in Bioqualität kaufe, da ich hier sicher sein kann, dass sie weniger belastet sind. Das tolle ist, wenn man sich einen 750g Beutel kauft, hat man sicher fast zwei Wochen eine leckere und frische Müslieinlage. Kombiniert wird das ganze meist mit. Die sind immerhin regional, wenn auch nicht mehr ganz saisonal. Auch sie verlieren durch die monatelange Kühlung an Vitaminen und Nährstoffen. Ein Apfel im September ist deutlich wertvoller als ein Apfel im Juni, der schon ein halbes Jahr gelagert und gekühlt wurde. Aber irgendwas muss man ja essen 😉 Und deshalb haben die TK-Himbeeren in jedem Fall das Rennen gemacht und die frischen Heidelbeeren geschlagen!

Im Müsli landete trotzdem noch beides, da ich ja beides gekauft hatte.

Das Müsli war extrem lecker und sehr nahrhaft.

Hier das Rezept dazu:

250ml selbstgemachter Kefir

1 Apfel in Würfel geschnitten

1 EL geschrotete Leinsamen

1 EL Chiasamen

1 Prise Ceylonzimt 

etwas Quinoapops 

1 EL Kokosraspeln

1 TL Macapulver

Dieses Müsli hat sehr viel gesunde Fette, Proteine, Vitamine und Mineralstoffe und nicht zu viele Kohlenhydrate. Ich liebe es einfach so reichhaltig zu Frühstücken, dann bin ich den ganzen Tag über gestärkt und habe Energie all meine Ziele zu verwirklichen!

Weitere leckere Müslicreationen findet ihr hier. Und meine Müsliriegel mit Suchtfaktor findet ihr hier. Warum ich nur Ceylonzimt empfehle könnt ihr hier nachlesen.



2 thoughts on “Tiefkühlobst – eine Alternative zu frischem Obst?”

  • Hi Sandra, ich nehme eigentlich fast immer TK-Ware, einfach aus dem Grund, den Du ja genannt hast. Im Sommer ist natürlich frische Ware dabei, durch die Kühle Beigabe aber etwas erfrischender. Als Zugabe, Mandelmilch gekühlt, Honig, ein tolles BIO Protein Müsli von Bauckhof, Zimt, Cremquark, Nüsse, Nussmischung von Eat Natural. Du denkst jetzt bestimmt, as ist aber eine große Portion???? Stimmt, das braucht mein Motor :-). Mach so weiter, coole Seite, die Du da aufgebaut hast!

  • Hallo, Mal ganz abgesehen davon das ich einige der Inhaltsstoffe nicht einmal kenne ( das 1. 5. 6. und das Letzte z.B.) hab ich mal gehört, dass Ciasamen mehr Gutes hat als Leinsamen und das man nur das Eine oder das Andere braucht, wenn man sich z.B. einen Salat oder sein Frühstück zubereitet. Andere wiederum sagen, das Geld für Ciasamen kann man sich sparen, Leinsamen bieten Alles was wir brauchen. Und nun lese ich hier in Dein Frühstück kommt Beides hinein. Im Sommer 2017 war ich zur Reha und dort hatte ich fest im Therapieplan “Ernährungsberatung” zu stehen und da bekam ich zu hören, das Geld für Ciasamen kann man sich sparen. Da gehen die Meinungen offensichtlich sehr auseinander.

    Liebe Grüße, Sabine

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