Tryptophan – Die Hoffnung bei Darmkrankheiten

Tryptophan – Die Hoffnung bei Darmkrankheiten

Ein gesunder Darm ist der Schlüssel zur Gesundheit da der Großteil, nämlich 70% unserer Abwehrzellen im Darm sitzen. Wenn der Darm verrückt spielt, kann ein Mangel an Tryptophan vorliegen. Eine Studie macht jetzt Hoffnung, dass auch chronische Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa gelindert werden könnten.

Was ist Tryptophan?

Dies ist eine essenzielle Aminosäure, die wir über die Nahrung aufnehmen müssen und nicht selbst bilden können. Könnt es zu einem Mangel an Tryptophan, kann weniger Serotonin, unser Glückshormon, gebildet werden. Dies ist nicht nur dafür verantwortlich, dass wir glücklich sind, sondern auch, dass der Darm sich entspannt. Es wirkt nämlich auf das Darm-Nervensystem. Im den Tryptophangehalt im Darm zu steigern, benötigen wir aber die richtigen Lebensmittel.

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Welche Lebensmittel enthalten Tryptophan?

Wichtige Quellen für Tryptophan sind Hülsenfrüchte, wie Linsen, Nüsse, Pilze, Samen wie z.B. Sesam oder z.B. Bananen. Optimal wäre es, diese Lebensmittel schon morgens zu konsumieren. Das ist bei einem leckeren Müsli mit Banane und Sesam z.B. möglich. Aber Vorsicht: Kaffee und Milchprodukte hemmen die Tryptophan Aufnahme.

Die Menge ist entscheidend

Forscher der Universität Washington haben eine Verbindung zwischen den Milchsäurebakterien Lactobacillus reuteri hergestellt, die ein normaler Bestandteil des Darmmikrobioms sind und der Menge an aufgenommenem Tryptophan. Die durchgeführte Studie war allerdings eine Studie an Mäusen. Dennoch haben Forscher große Hoffnung, dass es auch beim Menschen klappen könnte. Mäuse mit einer entzündlichen Darmkrankheit erhielten Futter mit hohem Tryptophangehalt. Verdoppelten sie die Menge an Tryptophan, verdoppelten sich auch die Immunzellen im Darm.

Literaturangabe: Cervantes-Barragan L, Chai JN, Tianero MD, DiLuccia B, Ahern PP, Merriman J, Cortez VS, Caparon MG, Donia MS, Gilfillan S, Cella M, Gordon JI, Hsieh C-S, Colonna M. Lactobacillus reuteri induces gut intraepithelial CD4+CD8 alpha alpha+ T cells. Science. Aug. 3, 2017

Was ist sonst noch wichtig für die Darmgesundheit?

Ebenso wichtig ist eine ausgewogene Ernährung mit vielen Ballaststoffen. Sie tun vor allem dem Dickdarm gut. Empfohlen werden 30g Ballaststoffe pro Tag. Ballaststoffe werden erst im Dickdarm wichtig, da sie das Futter für die Darmbakterien sind. Sie sind notwendig für eine gute Darmflora. Unterstützen kann man sie mit probiotischen Lebensmitteln, wie z.B. Sauerkraut oder selbstgemachtem Kefir (hier gibt es das Rezept für den Kefir).

Welche Auswirkung eine schlechte Darmgesundheit auf Krankheiten wie Neurodermitis, Rheuma oder andere chronische Krankheiten hat, könnt ihr in diesem Artikel nachlesen. Wer wissen will, ob er an Leaky gut, dem durchlässigen Darm leidet, findet hier weitere Informationen.

Für weniger als 3 Euro im Monat kann man mit Kapseln seinen Tryptophan Bedarf decken. Die normale empfohlene Tagesdosis liegt bei 500mg. Am einfachsten ist es hier auf Kapseln (https://amzn.to/2BrQ3ou) zurückzugreifen. Tryptophan lässt sich dabei auch einzeln (https://amzn.to/2ULq6aQ) erwerben. Übrigens wirkt es auch positiv beim Einschlafen. Hier der Artikel dazu.

Bildnachweis
Titelbild: © nobeastsofierce – stock.adobe.com



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