Weißdorn in der Naturheilkunde

Weißdorn – Die Heilpflanze fürs Herz? Rezepte und Tipps

Dornen wie Nägel – stark und fest. Zu gleich aber auch eine sanfte und nährende Heilpflanze. Seit Jahrhunderten werden Blätter, Blüten und Beeren des Weißdorns als Stärkungsmittel für das Herz eingesetzt. Die Fähigkeit des Weißdorns, den Blutdruck sowie den Cholesterinspiegel zu senken, wurde in den letzten Jahren auch wissenschaftlich untersucht. Die Resultate der meisten Studien ergaben eine signifikante Verbesserung der genannten Parameter. Wir verraten dir heute weitere Vorzüge des sanftmütigen und so wenig bekannten Dornenstrauchs. 

Welche Weißdorn Arten gibt es hierzulande?

Der Weißdorn gehört zur Familie der Rosengewächse und wird rund drei bis acht Meter hoch. Er ist in ganz Europa zu finden und kann bis 5.000 Jahre alt werden. Insgesamt gibt es über hundert Weißdornarten, hauptsächlich eingesetzt und wissenschaftlich untersucht sind der eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna) und der zweigriffelige Weissdorn (Crataegus laevigata). Im Frühling leuchtet der Weißdorn mit seiner weißen bis rosafarbenen Blütenpracht. Die Ernte der Blüten und Blätter findet von April bis Mai statt. Nach der Befruchtung bildet er Beerenbüschel, die im Spätsommer reif werden. Die voll-reifen, mehligen Beeren, können im September und Oktober geerntet werden. Sie werden oft zu Mus, Wein und Likör verarbeitet oder als Fertigarzneimittel zur Kräftigung von Herz und Kreislauf eingesetzt.

Weißdorn

Weißdorn in der Naturheilkunde

In der westlichen Welt gehören Herzkrankheiten zu den führenden Todesursachen, daher ist es überraschend wie wenig bekannt der Weißdorn ist. Herzerkrankung können aus diversen Gründen entstehen. Wenn wichtige Aspekte der Gesundheit, wie eine vielseitige Ernährung oder ein aktiver Lebensstil missachtet werden, kann auch der Weißdorn wenig ausrichten. Grundsätzlich sollte die Ursache einer (Herz-)Erkrankung ergründet und behandelt und nicht lediglich ein Symptom unterdrückt werden. Leider werden oftmals Arzneimittel verordnet, die dem Körper zusätzlich essentielle Nährstoffe rauben, die unter anderem für ein gesundes Herz wichtig wären. So verbrauchen beispielsweise Statine, die zur Senkung des Cholesterinspiegels eingesetzt werden, vermehrt Q10. Das Enzym ist jedoch für die Herzgesundheit wichtig. Diuretika, die zur Senkung eines hohen Blutdrucks verschrieben werden, schwemmen vermehrt Kalium aus. Ein Mangel an Kalium wiederum kann Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen) begünstigen. 

Der Weißdorn kann hingegen eine sinnvolle Ergänzung sein, die mit dem behandelnden Therapeuten oder Arzt besprochen werden kann. Weißdorn kann das Herz stärken, ist jedoch kein schnell wirksames Herzmedikament, sondern unterstützt viel mehr das Herz in verschiedenen Phasen. Er ist für eine Einnahme über einen längeren Zeitraum (ca. 6-8 Wochen) geeignet. So wie die meisten Kräuter wirkt er auf eine komplexe Art und Weise, welche bis heute nicht vollständig entschlüsselt ist. Sein hoher Anteil an Flavonoiden ist dabei ein wegweisender Faktor. Denn Herzerkrankungen stehen häufig im Zusammenhang mit Entzündungen. Der Verzehr von flavonoidreichen Lebensmitteln, zu welchen auch einige Kräuter gehören, können dazu beitragen, dass Entzündungen und oxidativen Stress reduziert werden können. Der Weißdorn wird als entspannendes Nerventonikum unter anderem zur Regulation des Blutdrucks, bei Herzschwäche und verschiedenen Herzkrankheiten eingesetzt. Er wird zudem für seine verdauungsfördernden, entwässernden, antioxidativen und adstringierenden Eigenschaften geschätzt. 

Weißdorn in unserem Kräuterbuch

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Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr

Studienlage

Experimentelle und klinische Studien zeigen, dass Weißdornextrakt den Blutfluss in den Herzkranzgefässen und im Herzen steigern, die Kontraktionskraft des Herzens verbessern, den Gefässwiderstand senken und vor Sauerstoffmangel in der Herzmuskulatur schützen, kann. In verschiedenen Doppelblindstudien war die Wirkungsweise des Weißdorn-Spezialextrakts dem Scheinpräparat klar überlegen. (1,2)

Anwendung von Weißdorn

In der Kräuterheilkunde können sowohl die Blüten und Blätter, als auch die Beeren eingesetzt werden. Die Beeren können als Nahrung dienen und beispielsweise in Essig oder Alkohol eingelegt oder zu Wein, Mus oder Konfitüre verarbeitet werden. Die Blüten und Blätter hingegen eigenen sich hervorragend als Tee. Durch den hohen Gehalt an Tanninen erinnert er ein wenig an schwarzen Tee. 

Weissdorn

Empfohlene Menge

Die therapeutischen Mengen in Form von Tee umfassen bei den Beeren, Blättern und Blüten bis 30 Gramm pro Tag. Wer Arzneimittel für das Herz einnimmt, sollte eine Einnahme von Weißdorn mit dem behandelnden Arzt besprechen. Hohe Dosen an Blättern und Blüten können bei manchen Personen zu Magenproblemen führen. In diesem Fall sollte die Menge verringert und gegebenenfalls eine erfahrene Fachperson beigezogen werden.

Eine Therapie mit Weißdorn ist nicht zur akuten Behandlung von bedrohlichen Herzerkrankungen geeignet. Die Heilpflanze hat ihre Stärke in der Prophylaxe. Sie kann vieles zu einem gesunden Herzen beitragen, Arteriosklerose vorbeugen und bei bereits vorhandenen Herzerkrankungen hilfreich sein. Eine Pflanze die mehr Bekanntheit und Beachtung verdient.

Erntezeitpunkte nicht verpassen

Weißt du nicht immer, wann man Wildkräuter und wildes Obst sammeln kann? Dann ist unseren Saisonkalender für Wildkräuter (hier erhältlich) genau richtig für dich. Monat für Monat hast du die wichtigsten, erntereifen Wildpflanzen, Wildfrüchte und Heilpflanzen immer im Blick und verpasst keinen Erntezeitpunkt mehr. Den Kalender kannst du dabei jedes Jahr erneut benutzen, da wir ihn als Dauerkalender konzipiert haben. Er hat kein Kalendarium, sondern zeigt dir die Pflanzen im jeweiligen Monat. Du bekommst den Saisonkalender einzeln oder auch z.B. im reduzierten Frühlings-Set mit Postkarten in unserem eigenen, kleinen Kräuterhexen – Onlineshop unter ww.die-moderne-Kräuterhexe.de

Unser neuer Saisonkalender für Wildkräuter
Unser Saisonkalender für Wildkräuter

In unserem Kräuterhexenshop findest du auch unser Kräuterkeller Magazin (hier erhältlich). Dort möchten wir euch die Wildkräuter und das natürliche Leben näher bringen. Jede Jahreszeit hat ihre besonderen Pflanzen. Deswegen leiten uns die Jahreszeiten beim Erstellen dieses Magazins. Ab sofort bekommst du auch die Herbstausgabe als gedruckte und digitale Ausgabe in unserem Kräuterhexenshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de
Themen dieser Ausgabe sind unter anderem: 

  • Rezepte mit der Hagebutte
    Hagebuttenpulver, Plätzchen & Tee
  • Phytotherapie bei Schlafstörungen
    Tipps für einen besseren Schlaf
  • Die Quitte
    Rezept für Fruchtleder
  • Unsere liebsten Speisekürbisse
    Suppe, Aufstrich und Co.
  • Wildpflanzen im Herbst
    Der „zweite Frühling“
  • Löwenzahnwurzel
    Hervorragende Bitterstoffquelle
Kräuterkeller Magazin Ausgabe Herbst

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Quellen:

(1) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12040357/
(2) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12040357/

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