Beifuß Tee

Warum Beifuß Tee in jeder Hausapotheke sein sollte

Artemisia vulgaris, allgemein bekannt als gewöhnlicher oder mehrjähriger Beifuß, enthält eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, darunter ätherische Öle, Bitterstoffe, Flavonoide, Cumarine und Gerbstoffe, die sowohl die Verdauung unterstützen können, als auch für unser Immunsystem von Bedeutung sein können. Sein leicht bitterer Geschmack kann eine ausgezeichnete Ergänzung zu süßen und herzhaften Speisen sein.

Beifuß in der Hausapotheke

Der gewöhnliche Beifuß wird auch als „Die Mutter aller Kräuter“ im deutschen Sprachraum bezeichnet. Diesen Begriff prägte der Abt Walahfried Strabo, der von 808-849 auf der Insel Reichenau lebte. Noch heute ist dort ein herrlicher Klostergarten zu besichtigen, in welchem klassische Kräuter und Heilpflanzen angebaut werden, die damals wie heute von wichtiger Bedeutung sind. Klassisch reicht man Beifuß frisch oder getrocknet zu fettreichen Speisen. Und davon gibt es zu den Feiertagen ja meist reichlich. Warum das sinnvoll ist, liegt an den Hauptinhaltsstoffen.

  1. Ätherische Öle: Artemisia vulgaris enthält verschiedene ätherische Öle wie Thujon, Campher, Borneol und Cineol. Diese Öle tragen zum charakteristischen Geschmack und Geruch des Beifußes bei.
  2. Bitterstoffe: Bitterstoffe wie Absinthin sind in Artemisia vulgaris vorhanden und verleihen dem Kraut seinen bitteren Geschmack. Bitterstoffe können dazu beitragen, die Verdauung zu fördern.
  3. Flavonoide: Flavonoide sind sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativen Eigenschaften. Sie können dazu beitragen, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
  4. Cumarine: Cumarine sind aromatische Verbindungen, die in geringen Mengen in Artemisia vulgaris vorkommen. Sie können zur Aromatisierung beitragen.

Wildkräuter erkennen und sammeln

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Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr

Verdauungsfördernde Eigenschaften von Beifuß

Beifuß enthält Bitterstoffe, die nachweislich die Verdauung anregen können. In einer Zeit, in der üppige Mahlzeiten und festliche Leckereien den Speiseplan dominieren, kann Beifuß eine wohltuende Wirkung auf den Verdauungsprozess haben. Durch die Anregung der Produktion von Magensaft und Verdauungsenzymen kann Beifuß dazu beitragen, das Gefühl der Schwere nach einem üppigen Festmahl zu mildern. Beifußkraut kann aber auch bei Appetitlosigkeit, Schmerzen im Oberbauch., Sodbrennen oder auch Blähungen eingesetzt werden. Nutzt man Beifuß in Speisen oder trinkt man nach dem Essen einen Beifußtee, kann man Beschwerden ein Stück weit vorbeugen.

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Beifuß Tee für die Verdauung

Zutaten für den Tee:

  • 1 Teelöffel getrocknetes Beifußkraut oder ein frischer Beifußzweig
  • 1 Tasse Wasser
  • Optional: Honig oder Zitronensaft zum Süßen

Zubereitung des Beifußtees:

Man übergießet einen Teelöffel getrocknetes Beifußkraut oder einen Stängel frisches Beifußkraut mit 200ml kochendem Wasser. Der Tee wird nun für etwa 5-10 Minuten ziehen gelassen, um die Wirkstoffe freizusetzen. Am besten trinkt man den Tee vor oder nach einer schweren Mahlzeit, um die Verdauung zu fördern.

Keinen Erntezeitpunkt mehr verpassen

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Saisonkalender für Wildkräuter

Beifuß Gewürz für fettreiche Speisen

Beifuß kann zu Braten, Eintöpfen oder anderen herzhaften Gerichten beigefügt werden, um einen zusätzlichen Geschmack und eine mögliche Verdauungsförderung zu erzielen. Das bittere heimische Kraut wird von unseren Vorfahren seit hunderten von Jahren mit solchen Mahlzeiten kombiniert. Jedoch sollte man nicht zu viel getrocknetes Beifußkraut nutzen. Es ist sehr bitter. Man kann es fein mahlen oder einen ganzen, getrockneten Zweig mit in den Topf oder Bräuer geben.

Beifuß ernten im Winter

Beifuß ist eine mehrjährige Pflanze und kann im Winter frisch in der Natur gesammelt werden, sofern er verfügbar ist. Da die Pflanze mehrjährig ist, findet man auch im Winter, sofern es keine geschlossene Schneedecke gibt. noch frisches Beifußkraut. Die frischen Blätter können in Tee oder als Gewürz in Mahlzeiten verwendet werden. Es ist aber darauf zu achten, dass die Blätter intakt sind, nicht gelb sind und nicht bereits zerfallen. Wenn sie vital und an der Oberseite grün und an der Unterseite weiß oder silbrig aussehen, können sie auch im Winter frisch verwendet werden. Klassischerweise trocknet man Beifuß aber im Sommer. Zwischen Juli und August beginnt der Beifuß zu blühen. Es ist ratsam vor der Blüte zu trocknen und nur das Kraut zu verwenden, da Beifußpollen für Allergiker problematisch sein können. Möchte man also einen Vorrat für den Winter anlegen, ist der Juni ein idealer Zeitpunkt, frische junge Blätter zu trocknen, um dann Tee oder getrocknetes Kraut für herzhafte Speisen zu machen.

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Beifuß im Garten anbauen

Artemisia vulgaris findet man wild noch reichlich. Wenn man aber keine Sammelstelle kennt, kann es sich auszahlen, den Beifuß im eigenen Garten anzubauen. Wir haben ein Samenset (hier erhältlich) mit vier Vertretern der Beifußgewächse im Shop, das mehrjährigen Beifuß, einjährigen Beifuß (Artemisia annua), Wermut und auch Estragon (ebenfalls ein Beifußgewächs) enthält. Du findest es in unserem Kräuterhexenshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de

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