Beifuß – Warum du die heimische Wildpflanze jetzt ernten solltest

Beifuß – Warum du die heimische Wildpflanze jetzt ernten solltest

Der gewöhnliche Beifuß (Artemisia vulgaris) wächst in unseren Breitengraden fast überall und ist sehr gut zu erkennen. Blütezeit ist von Juli bis Oktober und man kann die Blätter das ganze Jahr über essen. Wichtigstes Erkennungsmerkmal ist der rot-bräunliche Stängel und seine hohe Wuchshöhe, denn er wird bis zu zwei Meter hoch.

Beifuß bei Schlafproblemen

In vielen Kräuterbüchern wird der Tee bei Frauenleiden empfohlen, doch ich habe etwas herumexperimentiert und auch herausgefunden, dass der Tee Ein- und Durchschlafbeschwerden lindern kann. Er hat eine leicht entspannende Wirkung und kann sogar das Träumen fördern. Das Gefühl ist aber ein sehr angenehmes. Man kommt innerlich besser zur Ruhe würde ich sagen. Natürlich ist das, wie bei allen Sachen, immer ein bisschen individuell. Zubereitet wird der Tee folgendermaßen: Einfach einen TL des frischen oder getrockneten Beifußkrauts inkl. Blüten ca. 15min ziehen zu lassen.

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Beifuß in der Küche

Solange es frischen Beifuß gibt, ernten wir immer wieder die frischen Pflanzenteile, jedoch trocknen wir den Beifuß auch für den Winter. Besonders gut ist er, um schweres Essen bekömmlicher zu machen, die Verdauung anzuregen und die Fettverbrennung anzukurbeln. Nicht umsonst fügt man Beifuß als Küchenkraut zu fettigem Essen, wie z.B. zur Weihnachtsgans hinzu.  Bitterstoffe sind immer sehr gut für den Magen. Er kann aber auch helfen, wenn man sein Immunsystem generell stärken möchte.

Beifuß

Beifuß als Frauenkraut

Als Frauenkraut gilt der Beifuß, weil er die Menstruation fördern kann. Möchte man z.B. die Pille absetzten oder hat generell einen unregelmäßigen Zyklus und keine Schwangerschaft besteht, kann eine mehrwöchige Kur mit Beifußtee helfen. Bei Kinderwunsch kann eine solche Kur ebenfalls begünstigend wirken, da der Beifuß sich positiv auf den Eisprung auswirken kann.

Schwangere und Kinder sollten allerdings keinen Beifußtee trinken. Insbesondere in der Schwangerschaft kann er sogar kontraproduktiv sein, da er Wehen auslösen kann. Generell sollte man den Tee eher kurartig trinken und nach vier Wochen eine Pause einlegen.

Beifuß ist seit jeher eine wichtige Heilpflanze. Der einjährige Beifuß (Artemisia annua) ist nicht erst seit diesem Jahr in den Fokus der Forschung gerückt, da seine Heilwirkung wohl weitaus bedeutender ist, als bisher angenommen. Den Beitrag findet ihr hier. Artemisia annua ist sehr selten und recht teuer, wenn man Tee kauft. Er war lange Zeit gar nicht zu kaufen. Man kann sich deshalb Samen kaufen und selbst Pflänzchen ziehen. Das machen wir seit einigen Jahren.

Einjähriger Beifuß - Qing Hao - Sweet Wormwood - Artemisia annua - 1 Portionssaatgut, Inhalt reicht für ca. 20 Pflanzen
  • Fotos, Artikelbeschreibung, Anzucht- sowie Pflegeanleitung sind im Paket nicht enthalten. Es werden keine Artikelbilder verkauft, das abgebildete Zubehör dient nur dem Größenvergleich und wird nicht mit der Ware verschickt. Die Samen werden in den Druckverschlussbeutel verpackt. Die Bezeichnungen werden handgeschrieben oder gedruckt. Die Produktbeschreibung finden Sie in der Mitte der Seite.
  • Diese Samen sind sehr klein! 1 Portionssaatgut, Inhalt reicht für ca. 20 Pflanzen.
  • Der einjährige Beifuß seit mehr als 2000 Jahren als Heilpflanze gegen Malaria und Parasitenbefall verwendet. Artemisia annua ca. 2,0-2,50 m hoch, intensiven und angenehmen Geruch, bevorzugt wird ein sandiger Boden, viel Sonne und eine ausreichende Wasserversorgung.
  • Frühjahr bis oder im Spätsommer in Schalen oder direkt ins Freiland. Vereinzeln auf ca. 25 cm. Keimdauer ca.15-20 Tage bei 18°-20°C. Lichtkeimer.
  • Am besten die Samen bei Raumtemperatur in dem Keimbeutel oder im Minigewächshaus vorkeimen lassen. Gleichmäßige Feuchtigkeit (nicht naß!).

Beifuß im Garten und in der freien Natur

Dass der Beifuß größer wird als ich, könnt ihr im aktuellen Instagram Posting erkennen. Hier stellen wir euch täglich neue Kräuter vor. Habt ihr uns schon abonniert? Falls nein, dann klickt hier und ihr kommt zum Instagram Beitrag.

In der freien Natur findet man ihn vor allem an Wegesrändern, auf steinigem Untergrund oder auf Wiesen. Neben der Wuchshöhe und dem Stängel sind auch die Blätter sehr charakteristisch. Sie sind an der Unterseite silber/weiß. Zu verwechseln ist Beifuß mit dem sehr ähnlich aussehenden Wermuth, der aber ebenfalls ungiftig ist. Man sollte aufpassen, dass man ihn nicht mit dem blauen Eisenhut verwechselt. Dieser ist giftg. Die Blätter sehen ähnlich aus, die Blüetn sind allerdings lila/blau und ab der Blüte nicht mehr mit dem Beifuß zu verwechseln.

Heimische Wildpflanzen kennen und nutzen

Der einjährige Beifuß ist hierzulande wild kaum zu finden, doch der mehrjährige Beifuß wächst fast überall. Man muss nur die Augen offen halten und wieder raus in die Natur gehen. Genau das ist unsere große Leidenschaft und weil immer weniger Menschen das alte Kräuterwissen bewahren, haben wir einen kleinen Ratgeber mit dem Titel “Die moderne Kräuterhexe” verfasst, der dazu anregen soll, dass man wieder mehr in die Natur geht und heimische Kräuer erkennt, aber auch verwenden kann. Eine ausführliche Leseprobe des ersten Kapitels findet ihr hier in unserem Kräuterhexen Shop. Das Buch gibts es auch bei Amazon.

Die moderne Kräuterhexe - Gesundheit mit Wildkräutern & Heilpflanzen neu entdecken
  • Wildkräuter für den Einstieg
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  • Sandra Keller (Autor)

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Titelbild: © Alexander Gramlich – www.mein-kraeuterkeller.de
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