Das Duftveilchen

Duftveilchen in der Naturheilkunde

Das Duftveilchen (Viola odorata) ist eine sehr beliebte Frühjahrspflanze, die ihrem Namen alle Ehre macht, da sie in der Blütezeit einen herrlichen, intensiven Duft verströmt. Das Duftveilchen gehört in die Familie der Veilchengewächse (Violaceae) zur Gattung der Veilchen (Viola). 

Das Duftveilchen ist eine krautige, mehrjährige Pflanze, die in fast ganz Europa beheimatet ist. Auffällig ist die am Boden wachsende Rosette, aus der der kurze Stiel des Duftveilchens entspringt. Insgesamt kann das Duftveilchen von 5 cm bis zu 20 cm erreichen. Die Blätter dieser Pflanze sind leicht behaart, sie trägt zum einen Blätter in Herzform und aber auch lanzettenähnliche Nebenblätter. Bevorzugt wächst das Duftveilchen auf nährstoffreichen, feuchten Böden, an halbschattigen Standorten

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Das Duftveilchen erblüht in einem kräftigen blau-violetten Farbton. Die Pflanze erblüht im März und April, woher auch der volkstümliche Name Märzveilchen stammt. Und diese Blüte verströmt den unverwechselbaren Duft. Dieser Duft ist unter anderem auf das ätherische Öl Parmon zurückzuführen. Bei der synthetischen Nachstellung des Veilchendufts zur Parfumherstellung wird der Duftstoff Jojon verwendet.

Verwendung des Duftveilchens 

Das Duftveilchen wird sowohl in der Küche, als auch zu medizinischen Zwecken angewandt. Neben diesen Anwendungsmöglichkeiten wird es jedoch auch gerne in Blumensträußen verwendet oder zur dekorativen Zwecken getrocknet.

Anwendung in der Naturheilkunde

Die Anwendung des Duftveilchens in der Medizin soll bereits in Zeiten von Hippokrates stattgefunden haben. Das Veilchen soll bei Hautproblemen und Ekzemen helfen. 2007 wurde das Duftveilchen zur Heilpflanze des Jahres erklärt. Zu den Inhaltsstoffen des Duftveilchens gehören Gerbstoffe, Cumarine, Flavonoide, Saponine, Alkaloide und die Salicylsäure. 

Duftveilchen in der Naturheilkunde

Studien geben Hinweise darauf, dass Duftveilchen aufgrund ihrer Inhaltsstoffe und den damit zusammenhängenden Blutfettwertsenkenden und gefäßerweiternden Eigenschaften, bei der Behandlung von Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten eingesetzt werden könnte.[1] Und auch in der Krebstherapie könnte das Duftveilchen aufgrund eines bestimmten Cyclopeptids (Cyclovioloycin) unterstützend eingesetzt werden, denn diesem Cyclopeptid wird eine potentielle antikanzerogene und antibakterielle Wirkung zugesprochen. [2]

Traditionell wird das Duftveilchen bei Erkältungskrankheiten mit Schnupfen, Husten und Kopfschmerzen und auch bei Bronchitis eingesetzt. Auch Hildegart von Bingen soll Tinkturen mit Veilchensaft bei Kopfschmerzen und Augenleiden verwendet haben. Zum Einsatz kamen Tee, Essenzen, Salben oder auch ein Veilchenessig. 

Anwendung in der Küche  

Auch in der Küche ist das Duftveilchen eine beliebte Pflanze. Die Blüten und Blätter können in Süßspeisen, in Salaten, als Zugabe in Gemüsepfannen, Suppen oder Kräuterquarks verwendet werden. Die Blüten sind besonders als fein duftende und schön ausschauende Dekoration in Süßspeisen beliebt. Auch kandierte Veilchen scheinen eine beliebte Delikatesse zu sein. So wird das Duftveilchen auch in Eiscremes und Parfaits und süßen Puddings eingesetzt. 

Allerdings sollte man nicht zu viel von der schönen Pflanze essen, da es bei einem Überverzehr zu Übelkeit und Erbrechen kommen kann. Auch in der Schwangerschaft sollte man Vorsicht walten lassen. 

Nachhaltiger Umgang mit dem Duftveilchen 

Da das Duftveilchen so schön und duftend ist, ist es auch nicht verwunderlich, dass es gerne und vor allem viel geerntet wird. Allerdings ist es auch hier ganz wichtig, den Artenschutz zu wahren und immer nur ganz wenige Pflanzen zu pflücken und die Wurzel unversehrt zurück zu lassen. Da sich das Duftveilchen so großer Beliebtheit erfreut, könnte es bei einem nicht nachhaltigen Umgang ansonsten zur Ausrottung dieser wunderschönen Pflanze kommen. Deshalb ist unser Appell an Euch: Genießt diese schöne Pflanze in der Wildbahn oder erntet nur ganz wenig und lasst den Großteil für die Natur und die Insekten zurück, da auch das Veilchen für die Insekten eine wichtige Nahrungsquelle darstellt. 

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[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3286389/

[2] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20564026/

1 Kommentar zu „Duftveilchen in der Naturheilkunde“

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