Kernlose Trauben – warum man sie nicht kaufen sollte

Kernlose Trauben – warum man sie nicht kaufen sollte

Kernlose Trauben gibt es in jedem Supermarkt. Viele kaufen sie gerne, da sie keine scheinbar lästigen Kerne enthalten, die beim Essen stören. Sie wurden herausgezüchtet, um uns die Trauben schmackhafter zu machen, jedoch sind gerade die Kerne besonders wertvoll. Wir verraten dir, warum du besser Trauben mit Kernen essen solltest.

Warum kernlose Trauben nicht empfehlenswert sind

Vielen Menschen mögen keine Traubenkerne, da sie bitter sind und gründlich gekaut werden müssen. Deshalb werden oft kernlose Trauben bevorzugt und im Supermarkt auch mittlerweile häufiger angeboten als die ursprünglichen Trauben. Kernlose Trauben schaden nicht, aber das eigentlich wertvolle der Trauben sind ihre Kerne. In ihnen sind nämlich deutlich mehr sekundäre Pflanzenstoffe und andere wertvolle Inhaltsstoffe enthalten, als im Fruchtfleisch.

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Was macht Traubenkerne so wertvoll?

Traubenkerne enthalten neben dem Traubenkernöl auch besonders viele Nährstoffe. Sie enthalten besonders viel Vitamin-E, wertvolle B-Vitamine und die Stoffe Viniferin, Resveratrol und OPC. Alle drei Stoffe werden damit in Verbindung gebracht die Zell- und Hautalterung positiv beeinflussen zu können und sind deshalb teilweise in Anti-Aging Pflegeprodukten zu finden. Allerdings muss man auch eine gewisse Menge der Trauben essen. 500g täglich sollten es schon sein.

OPC ist die Abkürzung für Oligomere Procyanidine, das zu den Polyphenolen gezählt wird. Ihm wird eine entzündungshemmende und eine stark antioxidative Wirkung zugeschrieben. Ebenso kann OPC unsere Gefäße schützen oder den Blutdruck senken. Im Moment wird viel zum Thema OPC geforscht. Klar ist aber, dass OPC eine sehr positive Wirkung auf unseren Körper haben kann und nachweislich einen positiven Einfluss auf oxidativen Stress haben kann. (vgl. Bagchi D, Bagchi M, Stohs SJ, Das DK, Ray SD, Kuszynski CA, Joshi SS, Pruess HG. Free radicals and grape seed proanthocyanidin extract: importance in human health and disease prevention, Toxicology. 2000 Aug 7;148(2-3):187-97).

Auch in Bezug auf Viruserkrankungen gibt es hoffnungsvolle Studien. So fanden Forscher heraus, dass OPC Herpes Simplex Typ 1 Viren hemmen kann. Shahat AA, Cos P, De Bruyne T, et al. Antiviral and antioxidant activity of flavonoids and proanthocyanidins from Crataegus sinaica. Planta Med. 2002;68(6):539-541. doi:10.1055/s-2002-32547.

Die Forschung ist mittlerweile sehr weit und es gibt eine Vielzahl an Studien, die eine Auswirkung bei Hepatitis-C, Krebserkrankungen, die Auswirkung auf Metastasen Bildung, Pilzinfektionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder in Bezug auf die Blutgefäße untersucht haben. Klar ist, das OPC aber auch das Resveratrol ist gesundheitlich sehr interessant. Aus diesem Grund lohnt es sich Kerne immer mit zu essen.

Was beim beachten muss, um OPC aufnehmen zu können

Möchte man natürliches OPC aufnehmen, dann ist es besonders wichtig, dass man die Traubenkerne gut kaut und nicht einfach nur hinunterschluckt, sodass sie gar nicht erst verdaut werden. Viele mögen Trauben mit Kernen nicht, weil die Kerne bitter schmecken. Wenn man keinerlei Bitterstoffe aufnimmt, mag dies durchaus so erscheinen. Bitterstoffe sind aber wichtig und man sollte gerade Lebensmittel verzehren, die natürliche Bitterstoffe enthalten. An Bitterstoffe in der Nahrung kann man sich sehr gut gewöhnen, so sind auch die Traubenkerne irgendwann ganz normal und schmecken sogar lecker. Die Magensäure allein ist leider nicht und er Lage, die Traubenkerne zu zersetzen. Kaut man sie nicht, können sie teilweise unverdaut wieder ausgeschieden werden und haben kaum einen Nutzen für den Körper.

Traubenkerne zur Hautpflege

Die Kosmetikindustrie hat die wertvollen Inhaltsstoffe der Traubenkerne entdeckt. Man kann aber auch selbst ein Peeling aus gemahlenen Traubenkernen machen. Jedoch sollten sie relativ fein zermahlen werden. Am besten nimmt man dazu einen Mörser und zerreibt einen Teelöffel pro Anwendung. Dazu kann man 2 Esslöffel Olivenöl geben und das Peeling auf die Haut auftragen und Saft einreiben. Danach gründlich abwaschen.

OPC und MPC

Wer absolut keine Trauben mit Kernen essen möchte, oder gezielt und hochdosiert OPC zu sich nehmen möchte, für den gibt es das OPC auch in Kapselform. Wichtig ist hierbei auf die Qualität zu achten und darauf, wie viel OPC wirklich in der Kapsel ist und wie viel davon dann auch aufgenommen werden kann. Mittlerweile gibt es auch ein weiters Kapselprodukt, das MPC. Dies ist 30x bioverfügbarer als OPC. MPC steht für „Monomere Proanthocyanidine“. Sie sind Bestandteile des OPCs. MPC Traubenkernextrakt ist die Neuheit unter den Antioxidantien, denn es ist eines der stärksten Antioxidantien, die es überhaupt gibt. Den Artikel dazu findet ihr hier.

Wer das MPC gerne haben möchte, der kann es hier bestellen.

Aber auch kaltgepresstes Traubenkernöl und Traubenkernmehl sind wertvolle Traubenprodukte. Das Traubenkernöl kann man z.B. im Salat essen und das Traubenkernmehl im Müsli. Allerdings enthalten sie kein so hoch dosiertes OPC oder MPC, wie die Kapseln. Weitere wertvolle Kerne, die man mitessen sollte, sind z.B. auch die Papayakerne.

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