Kiefernnadeltee selber machen

Die Kiefer als Hausmittel nutzen: Kiefernnadeltee und Kiefernadelöl

Die Kiefer gehört in unseren Gegenden zu den sehr bekannten Bäumen. Charakteristisch sind ihre langen, dünnen Nadeln, die sie deutlich von anderen Nadelbäumen unterscheidet. Die Kiefer ist nicht nur wunderschön, sondern sie verfügt auch über einige Inhaltsstoffe die wir uns für unsere Gesundheit zu nutzen machen können. Deshalb gehört sie auch schon lange zu den altbekannten Heilpflanzen. Wir möchten dir hiermit lehrreiche Infos über die Kiefer geben und dir erklären, wie du ganz einfach selbst einen Kiefernadeln-Tee herstellen kannst und welch positiver Nutzen ein solcher Tee haben kann. 

Wichtiges zur Kiefer in unserem Wald

Die Kiefer (Pinus) gehört zu den Nadelholzgewächsen (Pinophyta), genauer gesagt zu den Kieferngewächsen. Es gibt ca. 80 verschiedene Kiefernarten, wenn wir umgangssprachlich von der Kiefer sprechen, so meinen wir meist die Waldkiefer, die auch unter dem Namen Föhre bekannt ist. Man geht davon aus, dass die verschiedenen Arten der Kiefer ähnliche Wirkungen und Inhaltsstoffe besitzen. Bekannt ist hier auch das Terpentinöl der Sumpfkiefer. 

Wie sieht die Kiefer aus? 

Die Kiefer kann 40-50 Meter hoch werden.  Die Borke der Kiefer ist grob und in Platten unterteilt. Die Nadeln sind lang, etwa 5-15 cm und schmal und wachsen meist zu zweit, bis zu acht zusammen. Verliert der Baum Nadeln so fallen diese als Bündel ab, sie können allerdings bis zu 30 Jahren am Baum verbleiben. Die Größe und Form der Nadeln und der Zapfen können sich je nach Kieferart etwas unterscheiden. Die Kiefern wachsen vorallem auf der Nordhalbkugeln, in kühlen bis feuchten Klimaregionen. Je nach Art können sie aber auch in tropischen Gebieten wachsen. In den Asiatischen Ländern ist die Kiefer ein Symbol für Stärke, Langlebigkeit und Beständigkeit.

Die Kiefer im heimischen Wald

Wie wird die Kiefer verwendet 

Aufgrund des schnellen und geraden Wachstums wird die Kiefer reichlich für ihr Holz genutzt. Die Baueigenschaften der Kiefer gelten als sehr gut und beständig. Besonders charakteristisch ist das kräftige Kiefernharz, welches früher als Kienspan (eine Art Fackel) verwendet wurde. Hier spricht man auch von dem Teer der Kiefer, welcher im Mittelalter auch als synonym für  das Pech (Substanz) verwendet wurde. Je nach Kiefernsorte werden die Samen des Baumes als Nahrungsmitteln genutzt, die meisten werden wahrscheinlich die Pinienkerne kennen, die von der Kiefer stammen. Aber auch in der Naturheilkunde wird die Kiefer wegen ihrer Eigenschaften sehr geschätzt und genutzt. 

Inhaltsstoffe der Kiefer 

Aufgrund ihrer Inhaltsstoffe, wie dem Vitamin C, der Harze (Terpentin), ätherischen Öle, wie Limonen, Caren und Camphen, den Flavonoiden wie Kämpferol und Quercitin und den Bitterstoffen hat die Kiefer ein weites Einsatzspektrum. Sie verfügt außerdem über Gerbstoffe und Öle aus den Samenkernen, wie bspw. Linolensäure und Ölsäure. 

Anwendung in der Naturheilkunde

Schon früher war die Kiefer ein wichtiger Bestandteil in der Naturheilkunde. Aufgrund ihrer Inhaltsstoffe, wie der Harze, ätherischen Öle, Limonen, Caren, Camphen, Flavonoiden und Bitterstoffen hat die Kiefer ein weites Einsatzspektrum. So soll die Kiefer antioxidative, antiseptische, adstringierende, schmerzlindernde und schleimlösende Eigenschaften besitzen. So wurde sie traditionell vor allem bei Atemwegserkrankungen, Katarrhen, Lungenentzündungen, Husten und bei verschleimten Atemwegen eingesetzt. Auch heute noch findet besonders der Kiefernnadeltee in diesem Bereich Anwendung. Aufgrund der schmerzlindernden und wärmenden Eigenschaften wird die Kiefer auch bei Rheumatischen und Neurologischen Erkrankungen genutzt. Aber auch bei Hautleiden soll die Kiefer unterstützend eingesetzt werden können. 

Kiefernnadel im Detail

Kiefernnadeln sammeln 

Wenn du einen guten Ort gefunden hast, um deine Kiefernnadeln zu sammeln, so empfiehlt es sich, dies zwischen März und Mai zu tun. Hierfür werden die Triebspitzen oder ganze Triebe gepflückt. Achte darauf, dass sich an den Nadeln keine Vogel- oder andere Tierexkremente befinden. Die Nadeln sollten nicht verunreinigt aussehen, denn auch die Kiefernnadeln können von verschiedenen Schädlingen befallen werden. Du kannst die Nadeln anschließend direkt frisch verwenden oder trocknen. 

Anwendungsformen der Kiefernnadeln

So vielseitig ihre Inhaltsstoffe sind, so vielseitig sind auch die Anwendungsformen der Kiefer. Beliebt und bekannt ist vor allem der Kiefernnadeln Tee aus frischen und getrockneten Kiefernadeln. Hier sollte darauf geachtet werden wo und wie schadstofffrei die Kiefer wächst. Oder du kaufst einen fertigen Tee bei einem Anbieter deines Vertrauens. 

Wer sich nicht traut selbst Kiefernnadeln zu sammeln oder keine Möglichkeit hat, der kann sich hochwertigen Kiefernnadeltee aus Wildsammlung bei Lebenskraftpur bestellen. Wir können hier den Bio Kiefernnadeltee Pur (hier erhältlich) von Lebenskraftpur empfehlen. Dieser ist hier im Onlineshop erhältlich. Werbung.

Rezept für Kiefernnadeltee

Für eine Liter Tee kochst du das Wasser in einem Topf auf und gibst dann etwa 3 Esslöffel (ca. 15 Gramm) gewaschene und geschnittene Kiefernadeln hinzu. Dies lässt du dann für etwa 15 Minuten mit einem Deckel bedeckt ziehen. Anschließend kannst du den Tee über den Tag verteilt trinken. Wenn die Nadeln nicht mitgekocht werden, so kannst du dir das darin enthaltene Vitamin C zu Nutze machen, da das Vitamin C nicht hitzebeständig ist. Es gibt aber auch die Möglichkeit für einen starken Tee die Nadeln etwa 10-15 Minuten im Wasser zugedeckt zu köcheln. Durch den Tee sollen die ätherischen Öle die Bronchialsekretion fördern und die feinen Flimmerhärchen in unseren Atemweg werden angeregt, wodurch ein Abtransport des Schleims gefördert wird. 

Rezept für Kiefernnadeltee

Kiefernadel-Bäder

Du kannst diesen kräftigen Tee auch in dein Badewasser geben und zusätzlich ein paar gewaschene Kiefernnadeln in einem Säckchen dem Badewasser hinzugeben. Du kannst allerdings auch hochwertige Badezusätze kaufen. Alternativ können 3-5 Tropfen ätherisches Kiefernnadelöl mit etwas Olivenöl und Milch dem Badewasser hinzugegeben werden. Statt einem Bad kann auch ein Kiefernnadelöl für die äußerliche Anwendung bei leichten Muskel- und Gelenkbeschwerden eingesetzt werden. 

Duftlampe

Es besteht auch die Möglichkeit ein ätherisches Öl der Kiefernnadeln in einer Duftlampe oder einem Diffuser zu verdampfen. Der wohltuende Duft kann luftreinigend, wärmend und belebend wirken. Junge und saubere Triebe können auch im Mund zerkaut werden. 

Gegenanzeigen

Grundsätzlich sollten ätherische Öle nicht konzentriert bei Kindern angewendet werden. Bei äußerlicher Anwendung kann das Öl Haut- und Schleimhautreizend wirken. Es gibt zudem Hinweise darauf, dass der Tee der Kiefer nicht zu oft angewendet werden sollte. Hierzu werden allerdings weitere Studien benötigt. Der Tee sollte zudem nicht in der Schwangerschaft angewendet werden. Grundsätzlich sollte hier eine vorherige Absprache mit dem Arzt erfolgen. Quellennachweise:  https://arzneipflanzenlexikon.info/index.php?de_pflanzen=30 https://www.phytodoc.de/heilpflanzen/kiefer

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