Sie wachsen gerade jetzt in riesigen Mengen auf Wiesen, in Gärten und am Wegesrand und werden trotzdem von den meisten als Unkraut weggemäht: die zarten Blätter und Blüten des Klees. Während viele nur an Glücks-Vierblättrige denken, liegt der eigentliche Schatz in den ganz normalen Drei-Blätter-Pflanzen. Im Mai sind sie besonders zart, leicht süßlich im Geschmack und vielseitiger einsetzbar als die meisten Wildkräuter dieser Jahreszeit. Wer jetzt sammelt, holt sich ein vergessenes Wildgemüse direkt vor die Haustür und sorgt gleichzeitig dafür, dass Bienen und Hummeln ihre wichtigste Mai-Nahrungsquelle behalten.
Der Rotklee im Mai
Der Rotklee (Trifolium pratense) ist die wohl bekannteste Kleeart, die in vielen Teilen der Welt vorkommt. Die Blüten des Rotklees enthalten Isoflavone, die als pflanzliche Östrogene wirken können und daher bei Wechseljahresbeschwerden helfen können. Die Blätter des Rotklees sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen und können in Salaten oder als Tee verwendet werden. In der Blütezeit nutzen wir auch immer eine Handvoll Rotklee Blüten im Salat. Sie schmecken leicht säuerlich und etwas nussig und sehen zudem wundervoll auf jedem Salat aus. Möchtest du unsere besten Artikel rund um Kräuter, Garten und gesunde Ernährung direkt auf dein Smartphone erhalten? Dann tritt jetzt unserem WhatsApp Kanal „Kräuterkeller“ bei (einfach hier klicken).

Der Weißklee
Weißklee (Trifolium repens) ist meist noch häufiger zu finden als der Rotklee und mit seinen charakteristischen weißen Blüten leicht zu erkennen. Dass man ihn genauso essen kann, wissen nicht viele. Die Blätter des Weißklees enthalten viel Vitamin C und können daher als natürliche Quelle dieses wichtigen Nährstoffs dienen. Anders als der Rotklee, enthalten sie keine Isoflavone. Wer diese also nicht zu sich nehmen möchte, kann eher den Weißklee im Salat nutzen. Man kann frische Weißkleeblätter zu Smoothies hinzufügen oder zu einem erfrischenden Tee verarbeiten. Auch die Blüten sind ähnlich wie bei Rotklee im Salat nutzbar oder können als essbare Deko verwendet wenden. In der Volksheilkunde wird Weißklee meist als Tee getrunken. Hier kann man eine Handvoll Blüten mit 200 ml Wasser übergießen und 8min abgedeckt ziehen lassen. Der Tee wird vor allem bei Erkältungen, Verstopfung oder Kopfschmerzen geschätzt.

Das ganze Jahr sammeln und ernten
Die Natur hat uns ein reiches Geschenk in Form von Wildkräutern und Heilpflanzen gemacht. Die Kunst liegt darin, sie zu erkennen und ihre Vorteile voll auszuschöpfen. Hier kommt unser Ratgeber ins Spiel: „Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr“ (hier erhältlich). In diesem Buch, das bequem über unsere Website www.die-moderne-Kräuterhexe.de erhältlich ist, haben wir unser umfassendes Wissen für euch zusammengestellt. Unser Buch ist saisonal gegliedert und bietet einen hervorragenden Einstieg in die Welt der Kräuterheilkunde. Es ist gefüllt mit wichtigen Informationen über die gängigsten Heil- und Wildpflanzen, angereichert mit nützlichen Tipps, köstlichen Rezepten und Anleitungen zur Verwendung im eigenen Haushalt, sei es in der Hausapotheke oder in der Kräuterküche. Passend dazu bieten wir auch einen Saisonkalender für Wildkräuter (hier erhältlich) an, der jedes Jahr wieder verwendet werden kann und ideal ergänzt wird durch unsere vielfältigen Bücher- und Kalendersets zu attraktiven Preisen. Jeder Kauf in unserem Shop trägt zur Unterstützung unserer Arbeit bei. Wir danken euch für euer Interesse und eure Unterstützung!

Inkarnat Klee blüht im Mai
Inkarnatklee (Trifolium incarnatum) oder auch Blutklee ist eine faszinierende Pflanze, die sowohl im Garten als auch in der ökologischen Landwirtschaft weit verbreitet ist. Diese einjährige Kleeart zeichnet sich nicht nur durch ihre leuchtend roten Blüten aus, die eine wertvolle Bienenweide sind. Eine der bemerkenswertesten Eigenschaften des Inkarnatklees ist seine Fähigkeit, Stickstoff aus der Luft zu binden und in den Boden freizusetzen. Diese Stickstofffixierung erfolgt durch symbiotische Bakterien, die in den Wurzelknöllchen des Klee leben. Der freigesetzte Stickstoff ist eine wichtige Nährstoffquelle für Pflanzen und trägt zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit bei. Inkarnatklee eignet sich daher ideal als Gründüngungspflanze, um den Boden vor dem Anbau anderer Nutzpflanzen auf natürliche Weise zu düngen. Inkarnatklee kann man aber auch essen. Meist verwendet man aber nur die Samen, die man zu Sprossen heranziehen kann. Inkarnatklee wird sehr hoch, die Blätter und Stängel sind in der Natur schnell zäh und faserig. In jungem Stadium sind aber auch die Blätter essbar. Blüht der Inkarnat-Klee bereits, kann man die Blüten als essbare Deko nutzen.

Saisonale Wildkräuter-Magazine
In unserem Kräuterkeller Magazin (hier erhältlich) erwarten dich spannende Artikel, praxisnahe Anleitungen und inspirierende Geschichten rund um Wildkräuter und Heilpflanzen. Es erscheint einmal pro Jahreszeit und ist in gedruckter und digitaler Form in unserem Kräuterhexenshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de Einige wenige Exemplare vergangener Magazine sind neben der neuesten Ausgabe noch erhältlich. Die Frühlingsausgabe ziert übrigens der Inkarnatklee und dort findest du diesen Beitrag auch noch einmal zum Nachlesen.

Sauerklee
Der Sauerklee (Oxalis acetosella), manchmal auch Sauerampferklee bezeichnet, ist eine Kleeart mit herzförmigen Blättern und einem sauren Geschmack. Die Blätter enthalten allerdings auch geringe Mengen an Oxalsäure, die Calcium binden können. Dies sollte man bedenken, insbesondere dann, wenn man noch mehr oxalsäurehaltige Kräuter, wie Sauerampfer, Spinat oder auch Rhabarber oder Mangold isst. Die Blätter kann man in Salaten verwenden oder zu einem erfrischenden Saft oder Smoothie verarbeiten.

Bockshornklee
Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum), auch bekannt als Fenugreek, ist eine Pflanze, deren Samen und Blätter in verschiedenen Kulturen seit langem als Gewürz und Heilmittel verwendet werden. Sein Geschmack ist sehr dominant und aromatisch. In Gemüsegerichten werden meist gemahlene Samen oder Sprossen verwendet. Wie man Bockshornklee genau nutzten kann, haben wir im Beitrag „Bockshornklee – Sprossen bei Haarausfall und für einen gesunden Darm“ ausführlich erklärt. Bockshornklee kann bei Verdauungsbeschwerden wie Magenkrämpfen, Blähungen und Verdauungsstörungen helfen. Die Samen enthalten Schleimstoffe, die den Magen-Darm-Trakt beruhigen und den Stuhlgang fördern können. Bockshornklee kann auch helfen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Bockshornkleesamen oder -extrakt den Blutzucker bei Menschen mit Diabetes senken kann. Es wird angenommen, dass dies auf die Fähigkeit des Bockshornklees zurückzuführen ist, die Insulinproduktion zu stimulieren und die Glukoseaufnahme zu verbessern. Zudem wird Bockshornklee traditionell von stillenden Frauen eingenommen, um die Milchproduktion zu steigern. Es gibt einige Hinweise darauf, dass Bockshornklee tatsächlich die Milchbildung anregen kann, aber weitere Forschung ist erforderlich, um dies zu bestätigen.

Lesetipp: Unser ganz besonderes Brennnessel Buch
Viele tolle Rezepte und Tipps rund um die Brennnessel findest du in unserem Brennnessel Buch „Die Brennnessel – Königin der Wildpflanzen“ (hier erhältlich). In diesem Buch stellen wir die Brennnessel so vor, wie du sie mit bloßem Auge gar nicht sehen kannst. Gepaart mit vielen Informationen und Geschichten findest du dort einzigartige Makroaufnahmen – so hast du die Brennnessel sicher noch nie gesehen. Das Buch ist in unserem eigenen Kräuterhexenshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de erhältlich.

Kleesamen keimen – heimische Sprossen
Wenn du schon Erfahrung mit dem Sprossenziehen hast, sind die manche Kleearten aus diesem Beitrag vielleicht schon begegnet. Meist keimt man Rotklee (Trifolium pratense), aber auch Weißklee (Trifolium repens) oder Inkarnatklee. Sie können für die Sprossenzucht verwendet werden. Die Samen keimen schnell und produzieren zarte, knackige Sprossen mit einem milden, leicht nussigen Geschmack. Ein tolles Anzuchtset für Microgreens findest du übrigens bei „Sprossenliebe Microgreens“ (hier klicken).
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