Umweltforscher bestätigen: „Die schmerzhafte Phase des Klimawandels hat begonnen.“

Umweltforscher bestätigen: „Die schmerzhafte Phase des Klimawandels hat begonnen.“

Ein Hitzerekord jagt den nächsten. In diesem und im letzten Sommer haben wir bereits schmerzhaft erfahren, wie es werden könnte, wenn der Klimawandel ungebremst fortschreitet. Raphael Neukom und sein Team, die Forscher an der Universität Bern sind, bestätigen jetzt empirisch das, was wir ja eigentlich schon längst wissen oder zumindest befürchten. Sie sagen in der aktuellen Ausgabe des Magazins Nature: „Die schmerzhafte Phase des Klimawandels hat begonnen.“ R. Neukom et. al.: No evidence for globally coherent warm and cold periods over the preindustrial Common Era, in: Nature volume 571, pages 550–554 (2019). Die Temperatur steigt weltweit immer schneller an, die Folgen sind bereits an einigen Stellen zu sehen. Die Forscher warnen: „Tiere und Pflanzen können sich nicht mehr schnell genug anpassen.“ (ebd.)

Das Problem sind die weltweiten Veränderungen

Natürlich gab es in der Geschichte des Klimas Schwankungen und Gegner des Klimawandels weisen immer wieder darauf hin, dass es in der Weltgeschichte immer wieder Phasen gab, in welchen es zu größeren Temperaturschwankungen kam und Kalt- und Warmzeiten sich abgewechselt haben. Neukom und sein Team führen jetzt aber einen Beleg an, der diese These entkräftet. Im Gegensatz zu den regulären Schwankungen, dieaber nur an gewissen Orten oder in gewissen Klimazonen auftraten, stellen sie fest, dass die jüngste Wärmeperiode für 98 Prozent der Welt stattfand, somit also die ganze Welt betreffen würde. Dies sei ein starker Beweis dafür, dass die gegenwärtige globale Erwärmung anders ist, als alles, was wir in den letzten 2000 Jahren beobachtet haben. 

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wildkräuter

Den ganzen Artikel mit eindrucksvollen Grafiken gibt es in englischer Sprache hier als PDF allerdings als kostenpflichtiger Download. https://www.nature.com/articles/s41586-019-1401-2.epdf

Was können wir jetzt noch gegen den Klimawandel tun?

Der CO2-Fußabdruck jedes einzelnen von uns liegt bei etwa 9000kg pro Jahr. Man benötigt etwa 900 Bäume, um dies zu neutralisieren. Dass nicht jeder 900 Bäume pflanzen kann ist klar. 

Dass Fliegen, übermäßiger Fleischkonsum usw. ein Problem sind, wissen wir. Doch wirklich aktiv werden wir noch immer nicht. Die Tiere und Pflanzen brauchen sofort unsere Hilfe, sonst wird der Klimawandel das Artensterben ebenfalls befeuern. Deshalb kann hier jeder von uns etwas tum, um die Tiere und Pflanzen zu unterstützen. Das Insektensterben ist ein großes Problem, was auch mit dem Vogelschwund zusammenhängt. Immer mehr Steingärtern sind in Wohngebieten zu sehen, die lebensfeindlicher nicht sein könnten. Wir müssen mehr Pflanzen und Bäume haben, um gegen das CO2-Problem vorzugehen aber auch, um den Tieren wieder mehr Lebensraum zurückzugeben.  Wir bieten mehr Grünflächen und beteiligen uns mit all unseren Nutzflächen an einem Programm zur Brachebegrünung von ehemaligen Monokulturfeldern. Wir haben außerdem mehrere Hektar Streuobstwiesen, die vor allem von Insekten gerne angeflogen werden. Und wir haben sehr viele Blühpflanzen im Garten. Auch auf dem Balkon kann man einen Blumenkasten mit Blühpflanzen oder Sonnenblumen für die Vögel aufstellen. 

Wir denken, dass sich keiner vorstellen kann, wie unsere Welt in 50 Jahren aussieht, wenn die Erwärmung so rasant fortschreitet. Wir wollen nicht, dass wir viele Arten den menschenverursachten Klimawandel opfern müssen. Deswegen appellieren wir an jeden von euch: Teilt diesen Artikel, setzt euch bei euch in einem für euch umsetzbaren Bereich ein, denn jeder Schritt ist wertvoll, egal wie klein er ist, wenn es darum geht CO2 einzusparen oder Lebensraum zu erhalten.

Auch die CO2 Bilanz vieler Lebensmittel ist nicht gut. Unsere Natur bietet uns unzählige regionale Wildkräuter und Pflanzen, die nahezu das ganze Jahr verfügbar sind. Unser Buch soll dabei helfen, diese kostenlosen und regionalen Schätze wieder neu zu entdecken. Weitere Infos zu unserem Buch “Die moderne Kräuterhexe” bekommt ihr hier. Im Moment gibt es das eBook zum Sonderpreis von 9,90 Euro. 

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Titelbild: © andreusK – stock.adobe.com



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