Nachtkerze blüht in der Nacht

Nachtkerze – Die Königin der Nacht und ihr Zauber

Die Nachtkerze ist aufgrund ihres süßen Nektars nicht nur bei den Insekten beliebt, sondern auch bei uns Menschen. Diese schöne Pflanze wird in der Naturheilkunde besonders bei Haut- und Darmbeschwerden eingesetzt. Sie kann aber auch in der Küche Anwendung finden. Das Besondere ist, dass die Nachtkerze nachts blüht und somit vor allem Nachtfalter anlockt. 

Verschiedene Arten der Nachtkerze

Die Nachtkerzen (Oenothera) stellen eine Pflanzengattung der Familie der Nachtkerzengewächse dar und umfassen etwa 200 Arten. In Europa finden wir um die 30 verschiedene Nachtkerzen – Arten. Besonders beliebt und bekannt ist die gemeine Nachtkerze, die rotkelchige Nachtkerze und die rotstängelige Nachtkerze. Auch die weiße, die duftende, und die Sand-Nachtkerze sind beliebte Pflanzen für den heimischen Garten. Beheimatet ist die Nachtkerze unter anderem in Amerika, Europa und Asien. Bei uns wächst sie auch wild und man kann sie entlang von Wegesrändern, Böschungen, auf Kahlwiesen und in Brachlandschaften finden. 

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So erkennst du die Nachtkerze

Diese krautige Pflanze kann bis zu 1,5 m in die Höhe wachsen. Im ersten Jahr bildet die Pflanze eine Blattrosette am Boden aus, im zweiten Jahr wächst sie in die Höhe. Am Stil entlang findet man spitz zulaufende Stängelblätter, die einen rötlich gefärbten Hauptnerv haben. Bemerkenswert ist auch die große, weiß-gelbliche Pfahlwurzel, die die Pflanze ausbildet. Diese kann bis zu 1 m tief in die Erde reichen. 

Die Blüte der Nachtkerze

Von Juni bis Oktober befindet sich die Nachtkerze in ihrer Blüte. Die gemeine Nachtkerze hat wunderschöne, längliche, eigelbe Blüten, die blütentraubig angeordnet sind und einen süßlichen Duft verströmen. Die Blütenfarbe kann jedoch je nach Art varriieren. Besonders ist, dass diese meist nur einen Tag, bzw. eine Nacht lang blühen und sich erst am Abend öffnen. Nach der Blüte entwickeln sich aus dem verblühten Kopf die Kapselfrüchte. Die Samen sind meist dunkelbraun gefärbt und jede Pflanze gibt jährlich über 20.000 Samen von sich. Damit kann auch die invasive Verbreitung dieser Pflanze erklärt werden. 

Die Nachtkerze ist jedoch nicht nur wild, sondern auch angepflanzt in Gärten beliebt. Zum einen aufgrund ihrer schönen Blüte und dem feinen Duft, wodurch sie auch unter Insekten sehr beliebt ist, aber auch aufgrund ihrer Verwendungsmöglichkeiten in der Küche und Naturheilkunde. Als Insektenpflanze kann sie zahlreiche Arten anlocken und nähren.

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Verwendung in der Naturheilkunde

In der Naturheilkunde ist besonders die gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis) von großer Bedeutung. Zum Einsatz kommen hier vor allem die Samen. Sehr beliebt und bekannt ist das Nachtkerzenöl, dass aus den sehr fettreichen Samen gewonnen wird. Diese enthalten nämlich einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, und sind besonders reich an Linolsäure und der Gamma-Linolensäure, sowie Vitamin E. 

Für das Nachtkerzenöl werden die Samen kaltgepresst. Das Öl soll besonders bei entzündlichen Hautleiden, wie Neurodermitis, Ekzemen und Akne zum Einsatz kommen. Aufgrund der Gamma-Linolensäure sollen Entzündungen und Juckreiz gemindert und die Haut gepflegt werden. Somit wird die Nachtkerze auch gerne in Kosmetikprodukten zur Hautpflege verwendet. 

Nachtkerze - Königen der Nacht

Im Körper wird die Gamma-Linolensäure zur Herstellung von Prostaglandinen benötigt, einem Gewebshormon, welches Entzündungsgeschehen mindert und die Schleimhäute stärkt, indem die Durchblutung verbessert werden soll. Auch die Blätter können für naturheilkundliche Zwecke genutzt werden. Ein Nachtkerzenblätter Tee soll bei Magen-Darmbeschwerden, mit Durchfall und Verdauungsproblemen helfen. Nachtkerzenöl gibt es zudem auch in Kapseln in der Apotheke zu kaufen. Sie sollen bei Arteriosklerose, Arthritis und Darmerkrankungen Abhilfe schaffen. 

Bei den Indigenen Völkern Nordamerikas soll die Nachtkerze auch als Frauenkraut bekannt gewesen sein. So wurde es bei Menstruationsbeschwerden und beim prämenstruellen Syndrom eingesetzt und auch heute noch werden Frauenleiden gerne mit der Nachtkerze behandelt.

Wildkräuter erkennen in Videoform

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Ist die Nachtkerze giftig?

Für die Anwendung in der Küche ist vorweg zu sagen, dass die Nachtkerze nicht giftig ist! Verwendet werden für den Verzehr vor allem die Wurzel, die Blätter und auch die Blüten. Besonders die Wurzel galt schon früh als wichtiges Nahrungsmittel. Sie kann als Gemüse wie Schwarzwurzel zubereitet und gegessen werden. Beim kochen verfärbt sich die Wurzel leicht rosa, weshalb man das Gemüse früher auch als Schinkenwurzel bezeichnete, allerdings wurde diese Wurzel auch gezielt als günstigen Fleischersatz genutzt. Ernten sollte man die Wurzel vor der Blüte, da sie andernfalls holzig werden kann. Die Blätter können für Salate, als Blattgemüse oder auch in Suppen verwendet werden. Die Blüten eignen sich nicht nur als schöne und essbare Dekoration, sondern auch zu Süßspeisen oder aufs Brot. 

Wie du siehst ist die Nachtkerze vielseitig einsetzbar und durch ihre nächtliche Blüte, dem feinen Duft und den vielen verschiedenen Arten definitiv eine sehr besondere Pflanze. Solltest du daran interessiert sein, die Nachtkerze für medizinische Zwecke einzusetzen, solltest du Rücksprache mit einem Arzt oder Therapeuten halten, um mögliche Kontraindikationen und Nebenwirkungen auszuschließen. 

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Da wir das Wissen über Wildkräuter und Heilpflanzen an so viele Menschen wie möglich weiter geben möchten, haben wir mit unserem Entdeckerbuch “Ben und Mara entdecken die Welt der wilden Kräuter” (hier erhältlich) ein Buch für Kinder gestaltet. Es ist so aufbereitet, dass es nicht nur eine Geschichte enthält, sondern auch zum aktiven Sammeln und ausprobieren von Tipps und Rezepten einlädt. Dazu passend gibt es unsere Entdeckerkarten. Schaut doch einfach mal in unserem eigenen Onlineshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de vorbei und stöbert etwas in den Vorschaubildern. Wir würden uns freuen, wenn wir damit auch die Jüngsten zum Sammeln motivieren können.

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