Die Goldrute – wichtige Heilpflanze oder Neophyt?

Die Goldrute – wichtige Heilpflanze oder Neophyt?

Im Moment findet man vielerorts Goldrute. Ihre leuchtend gelben Blüten sind kaum zu übersehen und blühen von Juli bis Oktober. Die kanadische Goldrute allerdings ist ein Neophyt. In der Naturheilkunde wird die Goldrute sehr geschätzt. Wir klären, welche Goldrute man als Heilpflanze nutzen kann und welche Arten eher problematisch sind. 

Die echte Goldrute

Echte Goldrute (Solidago virgaurea) ist eine heimische Goldruten Art. Sie wird bis zu einem Meter hoch und ist an ihrem unten kahlen und oben behaarten Stängel zu erkennen. Sie wird seit vielen hundert Jahren in der Volksheilkunde geschätzt. Alle Pflanzenteile bis auf die Wurzel wurden genutzt, um verschiedene Leiden zu behandeln. Steht man eher kritisch zur kanadischen Goldrute, ist die gewöhnliche oder echte Goldrute (Solidago virgaurea) eine gute Alternative im Garten, die sich weniger invasiv ausbreitet. 

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Goldrute als Heilpflanze

Für die Wirkung der Goldrute sind die darin enthaltenen Flavonoide, Triterpensaponine und Phenolglykoside verantwortlich. Vor allem bei Harnwegserkrankungen wird sie sehr geschätzt, da sie für ihre harntreibende und nierenanregende Wirkung bekannt ist, aber auch die Harnmenge steigern kann und so bei Nierensteinen interessant sein kann. Die echte Goldrute ist vom Einsatzgebiet her noch ein bisschen breiter aufgestellt. Sie wird zudem noch für ihre antimikrobiellen Eigenschaften geschätzt. Es empfiehlt sich einen Tee aus den Blütentrieben der Goldrute zuzubereiten. Hier sollte man solche ernten, die kurz vor dem Blühen sind. Auch das Kraut kann für den Tee genutzt werden. Zum Trinken werden zwei Teelöffel Goldrute auf eine Tasse Tee empfohlen. 

Detailaufnahme der Goldrute

Mundspülung aus Goldrutentee

Mit einem Tee aus Goldrute kann man sich eine tolle Mundspülung machen, die Zahnfleischentzündungen eingesetzt werden kann. Man kann sowohl das Kraut als auch die Blüten verwenden. Hierzu sollte man eine Handvoll ernten und mit 500ml sprudelndem Wasser frisch aufbrühen. Nach 8-10min Ziehzeit kann man die Pflanzenteile herausnehmen und den Tee abkühlen lassen, um ihn dann als Mundspülung zu nutzen. 

Kanadische Goldrute – ein Problem?

Insbesondere die kanadische Goldrute hat keinen guten Ruf, da sie sich stark ausbreiten kann und als invasiver Neophyt heimische Pflanzen verdrängen kann. Nun muss man dazu sagen, dass sie seit über 500 Jahren in unsern Breiten wächst, ursprünglich aber aus Nordamerika (Kanada) eingeschleppt wurde. 

Erkennen kann man sie am behaarten Stängel und an den fein gezähnten Blatträndern, die an der Unterseite behaart sind. Wer sie im Garten hat, wird feststellen, dass sie sich sehr stark vermehrt. Dort kann man sie versuchen immer wieder einzudämmen, doch in der Natur ist dies schwieriger. Dennoch haben alle Goldruten eine wichtige Aufgabe: Sie sind wichtige Nektarpflanzen für Bienen und andere Insekten und blühen relativ spät, wenn das Nahrungsangebot nicht mehr so üppig ist. 

Leuchtende Spätsommer Dekoration 

Die Goldrute ziert bei uns im Spätsommer die Wohnung, denn sie eignet sich toll, um sie in die Vase zu stellen, da sie relativ lange hält. Vielleicht wisst ihr schon, dass wir ein Holzprojekt gestartet haben und gemeinsam mit unserer Familie Bäume verwerten, die einem Sturm zum Opfer fielen. Statt sie zu Brennholz zu verarbeiten, haben wir wunderschöne handgemachte Vasen aus Birnenholz und Eiche daraus gemacht. Die Goldrute gefällt mir in der Eichenvase am besten. Schaut doch mal in unserem Kräuterhexen Shop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de vorbei. Dort findet ihr all unsere Vasen und könnt die Geschichte jedes Baumes genauer nachlesen. 

Goldrute in unserer handgemachten Holzvase aus Eiche
Unsere handgemachte Holzvase. Hier in der Version aus Eichenholz.

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