Ackerschachtelhalm erkennen

Ackerschachtelhalm erkennen

Ackerschachtelhalm gehört zu den ältesten Heilpflanzen der Welt und es soll ihn vor 400 Millionen Jahren schon gegeben haben. Damals war er aber noch so groß wie ein Baum. Schachtelhalm erinnert noch immer an einen kleinen Tannenbaum, ist aber mittlerweile viel kleiner. Er wird etwas 50cm hoch und ist seit dem Mittelalter wieder eine geschätzte Heilpflanze. Sebastian Kneipp hat ihn wiederentdeckt und setzte ihn gegen Rheuma und Gicht ein. Der Name Schachtelhalm kommt daher, dass die einzelnen Segmente ineinander geschachtelt sind. Die Pflanze ist auch unter dem Namen Zinnkraut bekannt, da es wie ein natürliches Schmirgelpapier wirkt, mit welchem man Metall wieder glänzend bekommt.

 

Wie kann Schachtelhalm unsere Gesundheit guttun?

Schachtelhalm ist sehr reich an Kieselsäure. Knochen, Haare und Nägel benötigen es. Der Pflanzenfrischsaft ist blutstillend. Aber auch als Tee tut er unserer Gesundheit gut. Er ist nämlich harntreibend. Die enthaltenen Flavonoide wirken nämlich wassertreibend und so können die ableitenden Harnwege (Harnleiter, Blase und Harnröhre) besser durchspült werden. So werden Bakterien schneller ausgeschwemmt und aus dem Organismus gejagt. Nicht umsonst ist das Kraut in vielen Blasen- und Nierentees enthalten, die unter anderem auch Birkenblätter und Goldrute enthalten können.

 

Achtung – Verwechslungsgefahr mit einer Giftpflanze

Ich rate euch dringend ab Ackerschachtelhalm selbst zu suchen, wenn ihr euch nicht ganz genau auskennt Man kann ihn nämlich mit dem sehr ähnlichen Sumpfschachtelhalm verwechseln, der aber giftig ist. Dieser wächst in eher feuchten und sumpfigen Gebieten. 
Es gibt Merkmale die beiden zu unterscheiden. Schaut man sich die Seitentriebe an, kann man einen Unterschied erkennen. Man vergleicht das unterste Segment des Seitentriebes. Ist dieses Segment länger als das Segment des Stängels, handelt es sich um Ackerschachtelhalm. Ist es kürzer oder gleichlang, handelt es sich um Sumpfschachtelhalm. Doch auch ich bin mir nicht immer 100% sicher und sammle nur an Stellen, an denen seit Jahren Acker-Schachtelhalm wächst. Dennoch empfehle ich euch, wenn ihr kein Experte seid bitte nicht selbst sammeln!

Und noch ein Hinweis: Wird die Pflanze zur Durchspülung verwendet, dann auf jeden Fall genügend trinken! Menschen, die unter Wassereinlagerungen leiden, zum Beispiel aufgrund einer Herz- und Nierenfunktionsstörung, dürfen Acker-Schachtelhalm nicht einnehmen.

Ich kaufe meinen Schachtelhalm Tee hier und mische mir damit selbst einen Blasen- und Nierentee: Doch man sollte das Schachtelhalmkraut ca. 10-20min ziehen lassen, damit sich alle Stoffe auch herauslösen. Hier der Link.

Übrigens ist Schachtelhalm fast überall zu finden. Ebenso wie die Brennnessel und der Spitzwegerich, gehört er zu meinen Favoriten. Mehr zum Thema Blasenentzündung findet ihr hier.



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