Warum man Kirschstiele aufheben sollte

Warum man Kirschstiele aufbewahren sollte

Kirschstiele sind ein altes Hausmittel, doch das ist leider kaum noch bekannt. Wenn im Sommer die Kirschen reif sind, sollte man vor allem die Stiele nicht wegwerfen. Wir verraten euch einen tollen Tipp, wie ihr euch mit den Kirschstielen für die nächste Erkältung rüsten könnt. Dass man Kirschkerne aufhebt, ist bekannt, doch dass man auch die Stiele nutzen kann, wissen die wenigsten Menschen.

Kirschstiel Sirup

Ein traditionelles Hausmittel ist der Kirschstil Sirup. Um im Winter einen Sirup ansetzen zu können, muss man natürlich jetzt Kirschstiele sammeln und trocknen. Jetzt werden die Stiele also getrocknet und im Winter mit Kandiszucker in einem Topf erhitzt. Man nimmt am besten 3-4 EL Kirschstiele sowie100g Kandiszucker und erhitzt dies mit 100ml Wasser und lässt das ganze etwa 20min leicht köcheln. Den Sirup kann man anschließend noch etwas ziehen lassen, bevor man die Kirschstiele mithilfe eines Siebes abseiht. Das ist ein altes traditionelles Heilmittel bei Erkältung. Den Sirup kann man dann bei Bedarf einnehmen.

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Tee aus Kirschstielen

Ebenfalls kann man die Stiele mit heißem Wasser aufgießen und einen Tee zubereiten. Dieser kann bei Husten und Bronchitis hilfreich sein. Grund dafür sind die enthaltenen Gerbstoffe. Dies hat zur Folge, dass der Tee schleimlösend wirken kann und man so leichter abhusten kann. Auch wird dem Tee eine entwässernde Wirkung zugeschrieben und er soll bei Blutarmut hilfreich sein. Wichtig ist aber, dass man die Stiele sehr gewissenhaft trocknet. Sie dürfen keinesfalls Schimmel ansetzen, da sie sonst eher gesundheitsschädlich als -förderlich sind. Es empfiehlt sich die Stiele mehrmals zu wenden und erst, wenn sie die Konsistenz von Tannennadeln haben, in eine Dose zu geben. Als ich davon gehört habe, musste ich natürlich sofort daran denken, wie viele tausend Kirschstiele ich schon in den Müll geworfen habe. Doch ab sofort passiert das nicht mehr. Deshalb der Tipp: Kirschstiele nicht wegwerfen, sondern trocknen und für den Winter aufheben.

Sandra pflückt Kirschen

Lerne heimische Wildkräuter und Heilpflanzen besser kennen

Wir haben einen großen Garten, in welchem auch der Kirschbaum steht, der uns jedes Jahr tolle Kirschen und Stiele schenkt. Hauptsächlich beschäftigen wir uns mit natürlichem Leben, Wildkräutern und Heilkräutern. Wir wollen, dass das alte Wissen erhalten bleibt. Wir teilen unser Kräuter- und Heilpflanzenwissen gerne mit euch und weil vielfach der Wunsch kam, wann es unser geballtes Wissen in einem Kräuterbuch zu lesen gibt, haben wir begonnen Kräuterbücher zu schreiben und selbst zu veröffentlichen. Unsere Bücher sind anders als Bücher aus dem Buchhandel. Sie werden zu 100% von uns entwickelt, enthalten unsere Erfahrungen und zeigen auf von uns selbst erstellten Bildern, wie die Pflanzen aussehen, wie man sie erkennen kann und wie man sie verwenden kann.

Unser zweites Buch: Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr
Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr

In unsere Bücher haben wir sehr viel Herzblut gesteckt und unser Wissen gepackt. Für den Einstieg eignet sich unser umfängliches Werk “Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr“. (hier unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de erhältlich) Darin zeigen wir dir auf über 160 reich bebilderten Seiten, welche heimischen Wildkräuter und Heilpflanzen du sammeln und wie die sie verwerten kannst. Auch die Kirschstiele kommen natürlich darin vor. Zu jeder Pflanze gibts es neben allgemeinen Hilfen zur Bestimmung auch immer Tipps für die für die Hexenküche und die eigene Hausapotheke. Für den frühen Einstieg in dieses Thema, haben wir für Kinder ab 5 Jahren ein Entdeckerbuch gestaltet: Mit “Ben und Mara entdecken die Welt der wilden Kräuter” lernen Kinder (und auch Erwachsene) in einer handgezeichneten Geschichte, die Entdeckungen von Ben und Mara bei ihren Großeltern kennen. Im zweiten Kapitel erklären wir die im Buch zu sehenden Wildkräuter kindgerecht und im dritten Kapitel haben wir Tipps und Tricks zum Nachmachen. Schaut gerne einmal ins Buch rein! Ihr findet es (auch mit unseren Entdeckerkarten) in unserem eigenen Kräuterhexen – Onlineshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de

Unser Bücher gibt es im Kräuterhexen Shop

Die Kirsche ist komplett verwertbar

Und nicht nur die Kirschstiele sind toll zu verwerten, auch die Kerne lassen sich hervorragend zu einem Kirschkernkissen verarbeiten. Man sammelt sie und wäschst sie gründlich ab. Anschließend lässt man sie trocknen und gibt sie als Füllung in einen Kissenbezug. Wir nähen sie meist selbst, denn wir machen eher kleinere Kissen. Diese kann man dann z.B. bei Bauchschmerzen oder Menstruationsbeschwerden aufwärmen und auf die entsprechende Stelle legen. Die Kerne speichern die Wärme sehr lange und sind ein Jahrhunderte altes Hausmittel. So eine Kirschfrucht kann also rundum verwendet werden. Toll, oder?

kirschstiele

Und wenn ihr wissen wollt, wie man Kirschen optimal und ohne Sauerei entkernen kann, dann empfehle ich euch dieses Gerät. Es ist bei uns seit 25 Jahren in Verwendung und wir haben nie ein besseres gefunden.

Bekommt man von Kirschen Bauchweh?

Es hält sich der Mythos, dass man von Kirschen Bauchweh bekommt, wenn man danach viel trinkt. Hierfür gibt es zwar keinen wissenschaftlichen Beleg, aber als Kind wurde man immer davor gewarnt. Ihr bestimmt auch? Dann muss ja irgendetwas dran sein. Es gibt zwei Erklärungsversuche. Zum einen könnte der enthaltene Zucker verantwortlich sein. In Kirschen und anderem Steinobst ist relativ viel Sorbit enthalten. Dies ist ein natürlicher Zuckeralkohol und kann bei übermäßigem Verzehr zu Blähungen und leichten Bauchschmerzen führen. Wenn man viel trinkt, kann die Magensäure verdünnt werden, was das Phänomen verstärken könnte. Man sollte aber nicht in Panik verfallen. Wir essen jedes jähr reichlich Kirschen und bis auf ein leichtes Grummeln trat bei uns nie ein Problem auf. Kirschen sind einfach so lecker und man darf sie genießen, auch mit einem Glas Wasser.

Warum gibt es kaum Biokirschen zu kaufen?

Wenn man Wert auf möglichst natürliche Lebensmittel legt und sie, wie die Kirschstiele weitervermieten will, sollte man bio kaufen. Bei den Kirschen fällt aber auf, es gibt kaum Biokirschen zu kaufen. Woran liegt das? Der ökologische Anbau von Kirschen erfordert, dass keine Pestizide eingesetzt werden. Beim Anbau von Kirschen können Kirschessigfliege oder Kirschfruchtfliege zum Problem werden. Schon weit vor der Ernte müssen dann mit Klebefallen, Netze und anderen natürlichen Tricks Insekten ferngehalten werden, aber eben auch sehr teuer sind. Da Kirschen ohnehin relativ teuer sind, weil sie sehr aufwändig geerntet werden und auch sehr wetterempfindlich sind, sind Biokirschen meist sehr teuer und nur sehr selten zu finden.

Würmer in Kirschen – ein Problem?

Wenn man Kirschen aus dem eigenen Garten genießen kann, dann sind diese sicherlich in den meisten Fällen unbehandelt. Jedoch wird man feststellen, dass viele Kirschen, bevor sie vollreif sind, kleine Würmchen enthalten, wenn man sie aufschneidet. Diese kleinen Maden sind die Larven der Kirschfruchtfliege. Schon in unreifem Zustand legt diese Kirschfruchtfliege ihre Eier in die noch grüne Kirsche. Die Maden entwickeln sich dann von innen heraus und leben vom Fruchtfleisch der Kirsche. Wer keine Kirschfruchtfliegen haben will, kann den Baum mit engmaschigen Netzen einhüllen. Das Netz muss so fein sein, dass die Fruchtfliege nicht mehr hindurch passt. Außerdem ist es wichtig, den Kreislauf zu durchbrechen und den Bestand zu reduzieren. Aus diesem Grund macht es Sinn alle Kirschen, auch die angefressenen oder heruntergefallenen einzusammeln und zu entsorgen. Man kann sie als Vogelfutter an einen anderen Ort bringen, wenn man sie nicht wegschmeißen will. Sie sollten aber weg vom Kirschbau, denn sonst verpuppen sich die Maden an dieser Stelle und schlüpfen im nächsten Jahr, um den Baum erneut zu befallen. Außerdem gibt es noch Gelbfallen, jedoch sind Klebefallen in der freien Natur ein Problem auch für anderen Insekten und eher nicht das beste Mittel.

Keinen Erntezeitpunkt mehr verpassen

Möchtest du in Zukunft keinen Erntezeitpunkt mehr verpassen, dann ist unser Saisonkalender für Wildkräuter etwas für dich. Darin findest du Monat für Monat die wichtigsten Wildpflanzen aufgeführt. Hier kannst du ihn dir mal anschauen. Du findest ihn in unserem Kräuterhexen Onlineshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de und bei Amazon.

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Weitere Hausmittel gegen Husten

Die Natur bietet bei Husten ganz viel an. Jetzt kann man zum Beispiel auch wunderbar Spitzwegerich sammeln und damit einen tollen, einfachen Hustensaft ansetzen. Das Lehrvideo mit ausführlicher Anleitung zur Verwertung von Spitzwegerich findet ihr hier.

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8 Kommentare zu „Warum man Kirschstiele aufbewahren sollte“

  1. Pingback: Brunnenkresse - das gesündeste Gemüse der Welt - Tipps zum Anbau

  2. Ich finde es sehr interessant, wie man die Kirschen ganz verwenden kann.
    Danke für die Info, ich werde es ausprobieren.

  3. Pingback: Kirschstiele nicht wegwerfen, sondern trocknen – Rovule Blog

  4. Pingback: Kirschstiele nicht wegwerfen, sondern trocknen – Blog

  5. Pingback: Kirschstiele nicht wegwerfen, sondern trocknen – Anke Blog

  6. In Frankreich ist der Kirschennstiel Tee seit eh und je bei Harnwegsinfekten Blasenentündungen und Nierenbeckenentzündungen angewendet, und es hilft.

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