Darum solltest du mehrmals in der Woche Meerrettich essen

Darum solltest du mehrmals in der Woche Meerrettich essen

Der Meerrettich gehört zu der Familie der Kreuzblütler und zählt zu unserem regionalen und saisonalen Gemüse im Herbst. Zu dieser Jahreszeit können wir die Wurzel des Meerrettichs ausgraben und in der Küche verwenden. Er ist eine winterharte und krautige Pflanze, die auch sehr kalten Temperaturen standhält. Verwendet wird die Wurzel, die eine Länge von  40-60 Zentimetern erreichen kann. Meerrettich ist aufgrund seiner Senfölglykoside ein sehr gesundes und Immunsystem stärkendes Nahrungsmittel. Aufgrund der Inhaltsstoffe nimmt er auch einen Platz als natürliches Antibiotikum ein. 

Inhaltsstoffe & Wirkung des Meerrettich

Der Meerrettich ist ein wahrer Booster für unser Immunsystem, da er Vitamin C, B1, B2 sowie Vitamin B6 aber auch Magnesium, Calcium, Eisen und Kalium enthält. Seinen scharfen Geschmack bekommt der Meerrettich durch die Senföle Gluconasturtiin und Sinigrin, aber auch durch die ätherischen Öle, sowie durch Flavone und das Allicin. Diese Inhaltsstoffe wirken Antibiotisch und können unseren Körper somit bei der Bekämpfung von Bakterien und Entzündungen unterstützen. Bereits in der Antike wurde die Pflanze als wertvolle Gewürzpflanze gehandelt. 

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Schon im Mittelalter wurde der Meerrettich aufgrund seiner Inhaltstoffe sehr geschätzt. So verwendete man Meerrettich bei Fieber, Skorbut, bei Vergiftungen, Verdauungsbeschwerden und bei Ohrenschmerzen. Heutzutage sind auch Mittel in der Apotheke mit Meerrettich erhältlich, die die Abwehrkräfte stärken sollen und zur unterstützenden Behandlung bei Harnwegsinfekten, grippalen Infekten, bei Katharern der Luftwege sowie bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt werden. Da Meerrettich die Gallenproduktion anregt, kann er bei schwerverdaubarem Essen Abhilfe leisten und Magenbeschwerden lindern. 

Auch Studien belegen die antimikrobielle, antimykotische und antivirale Wirkung von Meerrettich. So kann er bspw. für die prophylaktische Behandlung bei chronisch wiederkehrenden Harnwegsinfekten eingesetzt werden.[1] Auch äußerlich wird der Meerrettich eingesetzt, indem er auf die Haut aufgetragen wird und somit Verspannungen lösen und die Durchblutung fördern kann. Meerrettich ist allerdings auch stark reizend, so sollte man nicht zuviel äußerlich wie auch innerlich zu sich nehmen, um Haut- und Magenreizungen zu verhindern. 
[1] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17723159/

Meerrettich Knolle

Anwendung und Einnahme 

Zur Anwendung des Meerrettichs wird die Wurzel verwendet. Diese kann fein geraspelt und mit Salz, Apfelessig und Sahne, bzw. Sojasahne vermischt werden. In einem kleinen Gläschen abgefüllt kann sich dieser selbst hergestellte Sahne-Meerrettich für ein paar Wochen im Kühlschrank halten. So kann man ihn täglich zu allerlei Speisen verzehren. 

Ein altes Hausmittel ist auch der Meerrettichsirup, der aus  frisch geriebenem Meerrettich und Honig hergestellt wird. Dieser kann bei Erkältungskrankheiten oder sonstigen Beschwerden alle 2-3 Stunden in kleinen Mengen eingenommen werden. Bei Verspannungen und Muskelschmerzen kann der frisch geriebene Meerrettich auch als Wickel auf die schmerzende Stelle gelegt werden. 

Das gilt es bei der Verwendung von Meerrettich zu beachten 

Einige Menschen vertragen Senfölglykoside nicht besonders gut. Deshalb sollte man sich langsam an die Pflanzen der Kreuzblütengewächse herantasten um keine Magen-Darm-Krämpfe oder sonstige Symptome einer Unverträglichkeit zu bekommen. Wichtig ist auch, dass der Meerrettich nicht zu heiß erhitzt werden sollte, da andernfalls wichtige Inhaltstoffe kaputt gehen können und der Meerrettich somit seine Wirkung verlieren kann. 

Bei der äußerlichen Anwendung sollte der Wickel entfernt werden, wenn sich erste Hautreizungen wie Rötung oder Hitze entwickeln, dies ist meist schon nach ca. 5-10 Minuten der Fall. Ansonsten gilt er als tolle Pflanze zur Stärkung der Abwehrkräfte.  

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