Natterkopf - Rezept für Salbe

Natterkopf – Vergessene Heilpflanze mit Salben Rezept

Der Natterkopf ist eine wertvolle Pflanze in der Hausapotheke. In diesem Blogbeitrag klären wir, wie der Natterkopf eingesetzt werden kann, was es mit seinen Pyrrolizidinalkaloiden auf sich hat und wie man eine Salbe daraus machen kann.

Grundlegende Infos zum Natterkopf

Der Natterkopf (Gattungsname Echium) gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Es gibt verschiedene Arten von Natterkopf, die in verschiedenen Teilen der Welt vorkommen. Eine der bekanntesten Arten ist der Gewöhnliche Natterkopf (Echium vulgare), der in Europa heimisch ist. Der Natterkopf zeichnet sich durch seine charakteristischen Blütenstände aus, die aus zahlreichen kleinen, blauen Blüten bestehen. Die Pflanze kann eine beachtliche Höhe erreichen und ist für ihre robuste Natur und ihr attraktives Erscheinungsbild bekannt.

Natterkopf Pflanze

Pyrrolizidinalkaloide im Natterkopf

Eine wichtige Eigenschaft des Natterkopfs sind seine Pyrrolizidinalkaloide (PA). Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe, die in einigen Pflanzenarten vorkommen, darunter auch der Natterkopf. Pyrrolizidinalkaloide dienen Pflanzen als Schutz vor Fraßfeinden, da sie bitter schmecken und potenziell toxisch wirken können. Es ist wichtig zu beachten, dass Pyrrolizidinalkaloide bei übermäßiger Aufnahme gesundheitsschädlich sein können. Einige Studien haben gezeigt, dass sie in hoher Konzentration lebertoxisch und krebserregend sein können. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, den Natterkopf oder andere Pflanzen, die PA enthalten, nicht innerlich einzunehmen, es sei denn, sie wurden speziell für den Verzehr gezüchtet und auf ihren PA-Gehalt geprüft. Pflanzen mit Pyrrolizidinalkaloiden sind zum Beispiel Borretsch, Beinwell, Vergissmeinnicht oder Lungenkraut.

Natterkopf

Wildkräuter haltbar machen

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Gesundheitliche Vorteile des Natterkopfs

Obwohl der Natterkopf aufgrund seiner Pyrrolizidinalkaloide mit Vorsicht behandelt werden sollte, gibt es dennoch verschiedene gesundheitliche Vorteile, die mit der Verwendung dieser Pflanze verbunden sind. In der äußerlichen Anwendung kann eine Salbe oder ein Ölauszug aus Natterkopfblättern zur Linderung von Hautirritationen, Schuppenflechte und Entzündungen beitragen.

Die Blüte des Natterkopf

Selbstgemachter Ölauszug mit Natterkopf

Es werden benötigt

  • frische Natterkopfblätter
  • Trägeröl (z. B. Olivenöl, Mandelöl oder Jojobaöl)
  • Glasgefäß

Anleitung:

  1. Fülle ein Glasgefäß etwa zur Hälfte mit frischen Natterkopfblättern.
  2. Gieße das Trägeröl über die Blätter, bis sie vollständig bedeckt sind.
  3. Verschließe das Gefäß nicht mit einem Deckel, sondern lege ein Tuch darüber, so bildet sich kein Schimmel.
  4. Stelle die Flasche an einen sonnigen Ort und lasse den Ölauszug für etwa 3-6 Wochen ziehen. Du kannst den Ansatz gelegentlich schütteln, um die Extraktion zu unterstützen.
  5. Nach der Ziehzeit kannst du den Ölauszug durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter abseihen, um die Pflanzenteile zu entfernen.
  6. Gieße den Ölauszug in eine saubere Glasflasche und beschrifte sie mit dem Inhalt und dem Datum der Herstellung.

Hinweis: Achte darauf, dass die verwendeten Natterkopfblätter von hoher Qualität sind und keine Verunreinigungen enthalten. Wenn du unsicher bist, kannst du getrocknete Natterkopfblätter auch bei einem vertrauenswürdigen Anbieter kaufen.

Natterkopf im Detail

Wildkräuter und Heilpflanzen kennen und nutzen

Weil wir euch die Natur näher bringen möchten, haben wir diese und viele weitere Rezepte in einem Kräuterbuch für dich zusammengefasst. Wir wollen das alte Kräuterwissen bewahren. Aus diesem Grund haben wir verschiedene Kräuterbücher geschrieben. Unser Buch “Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr” (hier erhältlich) ist das ideale Buch, um heimische Wildpflanzen in der Umgebung besser kennnenzulernen. Wir stellen darin nämlich ausschließlich Wildpflanzen vor, die man auch gut in der heimischen Natur finden kann. Die Pflanzen sind in Jahreszeiten gegliedert. Jede Pflanze wird zunächst grundlegend beschrieben, sie ist aber auch mit selbst erstellten und hilfreichen Fotos dargestellt, damit man sie in der Natur auch gut erkennen kann. Zudem verraten wir euch auch immer, wie man die Pflanze in der Küche und in der Hausapotheke nutzen kann. Weil wir das Buch selbst entwickelt und gestaltet haben, gibt es das Buch nur bei uns in unserem kleinen Kräuterhexen Online Shop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de 

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Selbstgemachte Natterkopf-Salbe

Für die Salbe brauchst du:

  • 10-12 g Bienenwachs
  • 100 ml Natterkopf-Ölauszug
  • Optional: Ätherisches Öl deiner Wahl (z. B. Lavendelöl) für einen angenehmen Duft

Anleitung:

  1. Erwärme das Bienenwachs in einem Wasserbad, bis es vollständig geschmolzen ist.
  2. Füge den Natterkopf-Ölauszug hinzu und rühre gut um, um eine gleichmäßige Mischung zu erhalten.
  3. Optional kannst du ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzufügen und erneut gut umrühren.
  4. Gieße die flüssige Salbenmischung in saubere, verschließbare Salbentiegel oder -dosen.
  5. Lasse die Salbe abkühlen und fest werden, bevor du den Deckel aufsetzt.

Unser Wildkräuter Sommermagazin

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Hinweis: Bewahre die Natterkopf-Salbe an einem kühlen, trockenen Ort auf. Überprüfe vor der Anwendung auf Hautverträglichkeit und teste die Salbe an einer kleinen Hautstelle, um sicherzustellen, dass keine allergischen Reaktionen auftreten. Bitte beachte, dass selbstgemachte Salben auf Basis von Natterkopf nur zur äußerlichen Anwendung gedacht sind. Bei Beschwerden oder Unsicherheiten konsultiere immer einen qualifizierten Fachmann, wie einen Kräuterkundigen oder Arzt, bevor du sie verwendest.

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