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Paranüsse – eine gute Selen Quelle?

Paranüsse sind sehr reich an Selen, einem Spurenelement, das noch gar nicht so lange zu den essenziellen Spurenelementen gehört. Lange hat man Selen keine große Beachtung geschenkt, doch es ist für zahlreiche Funktionen in unserem Körper wichtig.

Vorteile von Selen

Selen ist wichtig für ein starkes Immunsystem, für eine funktionierende Schilddrüse, es ist ein Co-Faktor von Jod, aber es ist auch wichtig im Kampf gegen freie Radikale und Entzündungen, da es antioxidativ wirken kann. Selen kann auch Schwermetalle binden, das Risiko von Krebs reduzieren und vor Autoimmunkrankheiten schützen. Ein Selenmangel ist also nicht zu unterschützen, doch Vorsicht: Auch zu viel Selen ist nicht gut für den Körper. Es kann dann toxisch wirken. Doch wie bei allem, macht die Dosis das Gift. Deswegen ist es wichtig die gängigen Selenquellen genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Paranüsse – die natürliche Selenquelle Nr. 1

Da Paranüsse als sehr selenhaltig gelten, sofern sie auf selenhaltigem Boden gewachsen sind, werden sie insbesondere von Veganern, Vegetariern und Flexitariern gern gegessen, um den Selenhaushalt abzudecken. Mischköstler haben weniger ein Selenproblem, da dem Tierfutter Selen zugegeben wird und man über das Fleisch etwas Selen aufnimmt. Isst man aber kein Fleisch, benötigt man Alternativen wie Paranüsse oder z.B. Steinpilze. Problematisch bei den Paranüssen ist allerdings, dass nicht jede Paranuss gleich ist. Es ist relevant, woher die Nuss kommt und natürlich, wie selenhaltig der Boden war, auf dem sie gewachsen ist. In Finnland beispielsweise werden Pflanzen mit selenhaltigem Dünger angebaut, sodass hier auch Menschen, die sich rein pflanzlich ernähren kein so großes Selenproblem haben, wie bei uns. Unsere heimischen Böden sind teilweise stark ausgelaugt und enthalten kaum noch das wichtige Spurenelement.

Paranuss

Wie viele Paranüsse sollte man essen?

Wichtig ist, dass man Paranüsse in Bioqualität kauft. Es gibt leider kaum noch welche mit Schale. Aufgrund meiner Kindheitserinnerungen wusste ich, dass es früher Paranüsse in der Schale zu kaufen gab, heute aber eben nicht mehr und so machte ich mich auf, welche zu finden. Das Problem des Pilzbefalls hat dazu geführt, dass man sie nur noch geschält in die EU importieren kann und es deshalb seit einigen Jahre keine Paranüsse mehr in der Schale zu kaufen gibt. Wir haben für unser Foto dennoch welche besorgen können und der Geschmack ist deutlich besser, als bei den geschälten. Das war ja irgendwie zu erwarten.
Für die Verzehrmenge herrschen unterschiedliche Empfehlungen vor. Das macht die Sache natürlich schwieriger. Grundsätzlich sollte man nicht unendlich viele Paranüsse essen, da man so schnell zu viel Selen ansammeln kann. Ratsam sind 2-4 (je nach Größe). Man benötigt pro Tag etwa 60µg. Nun weiß man leider nicht, wie viel genau in einer Nuss steckt und deswegen sollte man unbedingt regelmäßige Bluttests machen lassen, wenn man nur über Paranüsse versucht, seinen Selenbedarf zu decken. Einen Selencheck kann man beim Arzt über einen ganz normalen Bluttest machen lassen. Das kostet etwa 25 Euro für das Laborergebnis.

Egal ob man versucht über Paranüsse oder über andere pflanzliche Lebensmittel den Selenbedarf zu decken, das Problem ist immer das selbe. Man weiß nicht, wie viel Selen letzendlich enthalten ist und die Pflanzen können belastet sein (bei Steinpilzen kann z.B. auch das Problem der radioaktiven Belastung auftreten).

Unterschiedliche Selenverbindungen

Wer auf Nummer Sicher gehen will, der sollte seinen Selenbedarf mit Supplementen decken, da man hier immer die gleiche Menge zu sich nehmen kann und genau weiß, wie viel man zu sich nimmt. Allerdings ist darauf zu achten, welche Verbindung man zu sich nimmt. Natriumselenit hat eine sehr hohe Bioverfügbarkeit, Selenomethinin ist an eine Aminosäure (Methionin) gebunden und verbleibt deshalb länger im Körper. Eine Mischung aus beidem macht Sinn, um eine bestmögliche Aufnahme zu garantieren. Deswegen sollte man kein Selenmonopräparat kaufen, sondern auf die Bioverfügbarkeit achten und eher zu einem Komplex greifen, wenn man ein Supplement in Form von Kapseln, statt der natürlichen Quelle, wie z.B. der Paranuss zu sich nehmen will. Lebenskraft pur hat hier einen Selenkomplex mit Natriumselenit und Selenomethinin hergestellt, der hoch bioverfügbar ist. Zum Selen-Komplex gelangt ihr hier.

Paranüsse sind im Vergleich zu anderen Nüssen eher teuer. Doch da man sie ohnehin nicht in Massen verzehren soll, sollte man hier auch nicht an der Qualität sparen. Wir haben seit langer Zeit nur noch Bio Nüsse im Haus, da sie nicht mit Pestiziden belastet sind. Mehr zum Thema pflanzenbasierte Ernährung findeet ihr in meinem Buch „Die moderene Kräuterhexe„. In unserem Shop findet ihr eine kostenlose Leseprobe des ersten Kapitels. 

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3 Kommentare zu „Paranüsse – eine gute Selen Quelle?“

  1. Toller Beitrag zum Thema Selen; ich finde es immer wieder erschreckend wie sehr das Gros der Bevölkerung von der Supplementierung der Tiere in der Massentierhaltung mit Vitaminen und Mineralstoffen über das Tierfutter abhängig ist. Wer den Zusammenhang versteht, muss das aktuelle System der Agrarindustrie doch in Frage stellen, oder?

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