Pechsalbe – Warum man immer etwas Baumharzsalbe im Haus haben sollte

Pechsalbe – Warum man immer etwas Baumharzsalbe im Haus haben sollte

Die Pechsalbe war früher in fast jedem Haushalt zu finden. Aus dem Harz von Fichte, Tanne, Lärche oder Kiefer kann man eine sogenannte Pechsalbe herstellen. Dies ist eine Harzsalbe, die die Wundheilung unterstützen kann. Früher wusste sie jeder zu schätzen, heute ist das Wissen über die tolle Salbe leider in Vergessenheit geraten. Wir verraten euch das Rezept für eine Pechsalbe.

Baumharz für die Salbe

Warum ist Baumharz so wertvoll?

Baumharz kann man im Wald selbst sammeln, sofern man achtsam vorgeht, ohne den Baum zu verletzen. Der Baum bildet das Harz zu seinem Schutz vor Fressfeinden oder Eindringlingen, doch man schadet dem Baum nicht, wenn man kleine Mengen sammelt, indem man es vorsichtig abpellt. Wichtig ist, nicht das gesamte Harz an der austretenden Stelle zu entfernen. Man darf also nicht so weit ernten, bis das Holz sichtbar ist. Beachtet man dies, verträgt der Baum das Pechsammeln gut.

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Früher war die Harz Salbe in fast jeden Haushalt zu finden. Das Hausmittel wurde bei Entzündung, Prellungen, Wunden, Rheuma, Gicht oder kleinen Verletzungen eingesetzt. Heute findet die Salbe auch Anwendung bei Neurodermitis oder Insektenstichen. Was sie so wertvoll macht, sind die ätherischen Öle und Harzsäuren, die für ihre entzündungshemmenden, antibakteriellen, durchblutungsfördernden, wärmenden oder schleimlösenden Eigenschaften geschätzt werden. Für Menschen, die sich viel im Wald aufhalten, war diese Salbe ein wichtiges Hausmittel. Hatte man sich am Holz verletzt und sich ein Splitter in die Haut verirrt, konnte man sie als Zugsalbe verwenden.

Zutaten für die Baumharzsalbe

Welche Nadelbäume eignen sich für Pechsalbe?

In unserem heimischen Wald kann man Pechsalbe mit dem Harz der Tanne oder der Fichte herstellen. Diese Nadelhölzer findet man besonders oft. Auch Lärchen- oder Kiefernharz kann verwendet werden. Halte also beim nächsten Waldspaziergang die Augen offen und nimm eine kleine Tüte oder Dose mit, um etwas Harz zu sammeln.

Zutaten für die Pechsalbe

Für die Pechsalbe benötigst du

  • 100ml Olivenöl
  • 60g Baumharz
  • 10g Bienenwachs (je nachdem ob die Salbe fest oder geschmeidig werden soll)

Das Harz wir mit Zugabe des Öls in einem Wasserbad geschmolzen. Die Verschmutzungen abfiltern oder absiedeln, das Bienenwachs dazu geben und unter rühren langsam schmelzen lassen. Nach dem Abfüllen in ein Gefäß das Ganze erkalten lassen. Erst dann darf der Topf mit der Salbe mit einem Deckel verschlossen werden. So ist sie etwa sechs Monate haltbar. Das Öl kann nämlich ranzig werden und dann riecht die ganze Salbe ranzig. Dies merkt man aber. In den meisten Fällen ist die Salbe auch länger als sechs Monate haltbar. Einfach vor Gebrauch eine kurze Geruchsprobe machen.

Der Wald bietet viele Schätze. Man kann zum Beispiel Fichtennadeln vielseitig nutzen, wir ihr hier nachlesen könnt.

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