Petersilie sollte niemals am selben Ort gesät werden

Deshalb solltest du Petersilie niemals am selben Ort säen

Petersilie (Petroselinum crispum) ist eines der beliebtesten Küchenkräuter und wird jetzt im Frühling sowohl im Garten als auch auf der Fensterbank angebaut. Doch ein Fehler, den viele Hobbygärtner machen: Sie säen Petersilie jedes Jahr an derselben Stelle. Warum das problematisch ist und worauf du bei der Aussaat im Haus und Freiland achten solltest, erfährst du hier.

Warum Petersilie nicht an der gleichen Stelle gesät werden sollte

Petersilie gehört zur Familie der Doldenblütler und entzieht dem Boden bestimmte Nährstoffe. Zudem gibt sie über ihre Wurzeln Stoffe in den Boden ab, die die Keimung und das Wachstum neuer Petersilienpflanzen hemmen können. Dieses Phänomen nennt sich „Bodenmüdigkeit“. Deshalb sollte Petersilie erst nach mindestens drei bis vier Jahren wieder an derselben Stelle angebaut werden. Ein sinnvoller Fruchtwechsel hilft nicht nur der Petersilie selbst, sondern auch anderen Pflanzen im Beet. Gute Nachbarn für die Petersilie sind beispielsweise Lauch oder Zwiebeln, während andere Doldenblütler wie Möhren oder Dill gemieden werden sollten, um eine einseitige Bodennutzung zu vermeiden.

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Wann und wie sät man Petersilie im Haus?

Wenn du Petersilie bereits früh im Jahr ernten möchtest, kannst du sie ab Februar im Haus vorziehen. Verwende dazu einen tiefen Anzuchttopf mit lockerer, durchlässiger Erde. Petersiliensamen keimen langsam und unregelmäßig, daher ist Geduld gefragt.

Petersilie im Topf

Tipps für die Aussaat im Haus:

  • Die Samen vor der Aussaat 12-24 Stunden in lauwarmem Wasser einweichen.
  • Eine Saattiefe von 0,5 cm nicht überschreiten.
  • Die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass halten.
  • Ein warmer Standort mit etwa 18-22 °C beschleunigt die Keimung.

Nach 4-6 Wochen können die jungen Pflänzchen ins Freie umziehen, sofern keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind.

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Wann und wie sät man Petersilie im Freiland?

Im Freiland kann Petersilie ab März bis August direkt ins Beet gesät werden. Ein halbschattiger Standort mit humusreichem, lockeren Boden ist ideal. Die Erde sollte gut vorbereitet und unkrautfrei sein.

Petersilie im Garten

Tipps für die Aussaat im Garten:

  • Reihenabstand: 20-25 cm
  • Saattiefe: 0,5 cm
  • Boden gleichmäßig feucht halten, aber Staunässe vermeiden.
  • Die Keimung dauert 2-4 Wochen, daher Geduld bewahren.

Da Petersilie eine Lichtkeimerin ist, darf die Erde nur leicht über die Samen gestreut werden. Alternativ kann sie mit Sand vermischt ausgesät werden, um eine gleichmäßige Verteilung zu erzielen.

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Was tun, wenn Petersilie blüht?

Wenn Petersilie blüht, bildet sie Samen aus, die du sammeln und im nächsten Jahr erneut aussäen kannst. Dazu lässt du die Pflanze einfach bis zur vollständigen Reife der Samen stehen. Sobald die Samen braun und trocken sind, kannst du sie vorsichtig ernten und an einem dunklen, trockenen Ort aufbewahren. Nachdem die Samen gesammelt wurden, kann die alte Pflanze kompostiert werden. Da sie ihre Kraft in die Samenbildung gesteckt hat, wird sie keine frischen Blätter mehr ausbilden. Der Kompost versorgt dann den Boden mit Nährstoffen und hilft bei der nächsten Pflanzengeneration.

Blühende Petersilie

Wann wird Petersilie giftig und warum?

Nicht jeder weiß, dass Petersilie in bestimmten Situationen giftig werden kann. Das liegt an dem enthaltenen Stoff Apiol, einem ätherischen Öl, das in hohen Mengen toxisch wirkt. Besonders in der Blütezeit steigt der Apiolgehalt in den Blättern und Samen deutlich an.

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Diese Pflanzenteile sind besonders betroffen:

  • Samen: Enthalten die höchste Konzentration an Apiol und sollten nicht in großen Mengen verzehrt werden.
  • Blütentriebe: Sollten nicht gegessen werden, da sie ebenfalls viel Apiol enthalten.
  • Blätter während der Blüte: Enthalten mehr Apiol als vor der Blüte, aber weniger als die Samen.

Man sollte deshalb keine Angst vor Petersilie haben. Normale Mengen frischer Petersilie vor der Blüte sind sehr wertvoll und können unsere Speisen und unsere Gesundheit bereichern. Besonders vorsichtig sollten Schwangere jedoch sein, und wirklich ganz konsequent blühende Petersilie meiden, da Apiol wehenfördernd wirken kann. Petersilie ist ein wertvolles Küchenkraut, doch man sollte informiert sein, um Petersilie richtig anzubauen und zu nutzen. Wer Petersilie ganzjährig nutzen möchte, kann sie drinnen vorziehen und nach den Eisheiligen ins Freie setzen. Achte darauf, die Pflanze vor der Blüte zu ernten, um eine erhöhte Apiol-Konzentration zu vermeiden. So bleibt Petersilie eine leckere Bereicherung für die Küche!

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