Sheabutter – die natürliche Hautpflege

Sheabutter – die natürliche Hautpflege

Unsere Haut ist nicht nur ein riesiges Ausscheidungsorgan, sondern auch sehr großes Aufnahmeorgan. Das heißt, dass die Dinge, die wir auf unsere Haut schmieren teils auch in unseren Körper hineinkommen und die natürliche Schutzbarriere Haut durchdringen können. Deshalb sollten wir uns gut überlegen, was wir auf unsere Haut lassen und wie wir sie pflegen möchten. Dabei ist es am besten, wenn die Pflege so naturbelassen wie möglich ist und keine künstlichen Duftstoffe, Weichmacher, Mineralöle oder Mikroplastikpartikel enthält. Deshalb möchte ich euch heute die Sheabutter zur natürlichen Hautpflege vorstellen.  

Sheabutter – Was ist das? 

Shea ist eine Nussart, die vom Karitébaum, dem sogenannten Sheanussbaum stammt. Der Karitébaum gehört zur Familie der Sapotengewächse und wächst in der Savanne der Sudanzone in Afrika. In diesem tropischen Klima wächst der Baum bis in 20 Meter Höhe. In traubenartigem Wuchs trägt der Baum die Sheanuss, was botanisch gesehen eher eine Beere als eine Nuss ist. Allerdings enthält die Beere große Fruchtkerne, welche zur Hälfte aus Fett bestehen. Aus diesem Fett wird die Sheabutter gewonnen und zur Hautpflege und auch als Speisefett genutzt. Traditionell werden die Sheanüsse getrocknet und zerkleinert, die Kerne werden erhitzt und zerrieben, sodass eine buttrige Masse entsteht.

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Anschließend wird dies mit Wasser vermischt und von Hand so lange bearbeitet, bis eine homogene Masse entsteht und keine unerwünschten Bestandteile mehr in der Masse vorkommen. Durch das Abkühlen der Masse setzt sich das Fett oben ab. Die so entstandene Sheabutter ist im unraffinierten Zustand gelblich. Das besondere an der Sheabutter ist, dass sie 11% unverseifbare Komponenten enthält. Das heißt, sie enthält Stoffe, die durch Wasser nicht gelöst werden können. Zu diesen Stoffen gehört die Ölsäure, Kohlenwasserstoffe, Phytosterole und Tocopherole. Zudem enthält die Sheabutter Omega-3-Fettäuren, Linolsäure, Stearinsäure, Palmitinsäure, Vitamin E, Allantoin und Beta Karotin. 

Warum die Butter zur Hautpflege gut ist 

Bei der Hautpflege machen wir unserer Haut einen großen Gefallen, wenn wir Pflegeprodukte verwenden, die der Haut natürlich in ihrer Struktur ähneln. Das ist durch die in der Sheabutter enthaltenen Phytosterole der Fall, denn diese Stoffe kommen natürlich in der Ölschicht unserer Haut vor. So schützt dieser Stoff die Haut ganz natürlich vor dem Austrocknen und hilft ihr elastisch zu bleiben.  Die unverseifbaren Bestandteile sollen eine entzündungshemmende Wirkung haben und sind ebenso als Antioxidans bekannt. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5796020/) Deshalb hilft Sheabutter nicht nur bei trockener Haut, sondern auch bei fettiger Mischhaut und Akne, da sie eine Entzündung der Poren vorbeugt. Zudem ist sie nicht komedogen, da heißt, die Poren werden durch das Fett nicht verstopft. 

Bekannt ist auch, das Sheabutter reich an Vitamin E ist. Vitamin E kann als Antioxidans den Alterungsprozess der Haut verlangsamen und Faltenbildungen vorbeugen, da sie die Elastizität stärkt und hilft, Feuchtigkeit in der Haut zu speichern. Ein großer Bestandteil der in der Sheabutter enthaltenen Fette besteht aus Omega-3-Fettsäuren. Diese essentiellen Fettsäuren können Entzündungen der Haut lindern und die Haut natürlich fetten. 

Im Vergleich zu anderen natürlichen Hautölen zieht die Sheabutter recht schnell in die Haut ein und hinterlässt somit keinen starken Fettfilm. 

In einer Studie (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3140899/) fanden Forscher heraus, dass Sheabutter auch bei der Behandlung von Hautekzemen eingesetzt werden kann, die Symptome lindert und die natürliche Hautbarriere wieder herstellt. 

Sheabutter ist auch prima für die Pflege der Lippen geeignet. Durch den Fettfilm können die Lippen besonders im Winter vor kalter, trockener Luft geschützt werden. Auch die Haare profitieren von den guten Fettsäuren, womit spröde und trockene Haare besser mit Feuchtigkeit versorgt werden können.  

Was man beim Kauf beachten sollte 

Um all die positiven Effekte der Sheabutter nutzen zu können, sollte man darauf achten, unraffinierte Sheabutter zu verwenden. Wie bereits erwähnt, weißt die unraffinierte Form eine gelbliche Farbe auf, die raffinierte Variante ist hingegen weiß, da bei dem Raffinationsprozess das Beta-Karotin verloren ging. Da die Sheabutter original aus Afrika stammt und auch noch immer dort produziert wird, sollte man beim Kauf auch auf Nachhaltigkeit und faire Produktionsbedingungen achten. Zudem solltest du, wie bei jeder anderen Kosmetik, auch hier darauf achten, dass sie tierversuchsfrei und am besten vegan ist. Ebenso ist ein Glastiegel einer Plastikdose vorzuziehen. 

Bildnachweis
Titelbild: © Pixel-Shot – stock.adobe.com



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