Zusammenhang zwischen Erkrankungen der Leber und Depressionen

Zusammenhang zwischen Erkrankungen der Leber und Depressionen

Die Mariendistel ist eine Heilpflanze die vor allem mit der Leber und der Leberreinigung in Verbindung gebracht wird. Warum aber auch Menschen mit Depressionen von ihr profitieren könnten, soll dieser Artikel klären.

Wie die Lebergesundheit mit Depressionen zusammenhängt

Bei Menschen mit Depressionen, sollte auch die Leber nicht vergessen werden. Eine 2017 veröffentliche Studie sagt, dass jeder dritte Leberzirrhosepatient und jeder dritte Hepatitispatient depressiv sei. Auch umgekehrt ließen sich Zusammenhänge erkennen, denn jeder dritte Patient mit Depressionen würde im Laufe seines Lebens eine Alkoholerkrankung entwickeln, was wiederum eine Lebererkrankung mit sich bringen könne. Vgl. Kai G. Kahl , Tillmann Krüger, Gabriel Eckermann, Heiner Wedemeyer: Major depression and liver disease: the role of microbiome and inflammation, Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York, in: Fortschr Neurol Psychiatr 2019; 87(01): 12-21 DOI: 10.1055/s-0043-123068

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Die Verbindung zwischen Lebererkrankungen und Depressionen sei laut den Forschern in Entzündungsprozessen zu finden aber auch der Darm spiele eine Rolle. So sei auch das Mikrobiom verändert. (vgl. ebd.)

Wenn also die Leber so eng mit unserer Psyche verknüpft ist und auch unser Darmmilieu eine wichtige Rolle spielt, darf die Leber nicht vergessen werden. Leider gerät sie sehr oft in Vergessenheit, denn sie macht in der Regel erst dann Probleme, wenn es zu spät ist. 

Notfallmittel bei Pilzvergiftung

Die Mariendistel kann ein hilfreiches Notfallmittel bei einer Pilzvergiftung sein. Der Pilz, der für die häufigsten Unfälle sorgt, ist der Knollenblätterpilz. Sein Verzehr kann sogar zum Tod führen. Solche Vergiftungen behandelt man noch heute mit hochdosiertem intravenös verabreichten Silymarin. Eine ärztliche Notfallversorgung ist in diese Fall unbedingt notwendig. Selbst Samen oder Kapseln einzunehmen, reicht in einem solch akuten Fall absolut nicht aus.

Die Mariendistel und ihre Rolle für die Leber

Die Naturheilkunde kennt eine wertvolle Pflanze, die bei Leberproblemen gerne eingesetzt wird: Die Mariendistel. Heute werden hauptsächlich die Samen der Mariendistel verwendet, die es entweder in Kapselform zu kaufen gibt oder seltener auch in Form von Pulver. Der Hauptwirkstoff ist das Silymarin. Er kommt in höchster Konzentration in den Samen vor, man findet ihn aber auch in geringeren Anteilen in den Blättern und Blüten der Pflanze.

Unsere Entdeckung: Mariendistel Samen

Es gibt allerdings auch die Möglichkeit ganze Samen zu kaufen. Diese enthalten neben Silymarin auch circa 30% Eiweiß und 30% mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie die Linolsäure und sind reich an Vitamin E. Man kann die Samen entweder in kleinen Mengen (1TL 3x pro Tag) kauen oder man kann sie in einer kleinen Kaffeemühle schroten und die geschroteten Samen ins Müsli oder den Smoothie geben. Auch hier sollte man mit einem Teelöffel Tag anfangen. Ratsam ist eine Einnahme von sechs Wochen bis drei Monaten, um Erfolge zu spüren. Im Anschluss sollte man pro Teelöffel etwa 200ml Wasser trinken. Geschmacklich sind die Samen nicht im Ansatz so bitter, wie man es erwarten würde. Sie schmecken kaum bitter, sondern eher nussig und lassen sich wirklich gut verzehren.

mariendistel samen

Die Mariendistelsamen können sich auch auf die Verdauung auswirken. Sie können den Stuhl breiiger machen und so bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt werden.

Wichtiges zur Aufbewahrung und Lagerung

Mariendistel in gemahlener Form oxidiert leider sehr schnell an der Luft. Das führt dazu, dass das enthaltene Silymarin an Wirkung verliert. Man muss also entweder luftdicht verpacktes Pulver kaufen und dieses auch absolut luftdicht lagern oder man stellt sich jeden Tag selbst frisches Pulver her, indem man die Samen z.B. in einer kleinen elektrischen Kaffeemühle mahlt.

Vorsicht geboten ist, wenn man eine Allergie gegen Korbblütler hat. Hier sollte die Mariendistel nicht eingenommen werden. Generell sollte man die Dosierung und Dauer der Einnahme immer mit einem Arzt oder Therapeuten absprechen.

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