Zecken – natürliche Hilfe gegen Zecken für Mensch und Tier

Zecken – natürliche Hilfe gegen Zecken für Mensch und Tier

Wer viel in der Natur ist, der sollte vor allem auf Zecken acht geben. Wir sind aufgrund unserer Liebe zu den Wildkräutern und der Natur sehr viel draußen und möchten euch unsere hilfreichsten Tipps gegen Zecken mitgeben. Es gibt einige Hausmittel und Dinge, die man beachten kann, um sich und auch seine Haustiere vor Zecken zu schützen.

Sobald es draußen wärmer wird, kommen leider auch ungebeten Gäste. Denn nicht nur Kribbelmücken und Moskitos (bei uns nennt man sie Schnaken) fühlen sich bei den warmen Temperaturen wohl, sondern auch Zecken. Und leider sind die Zecken gar nicht so ohne, da sie während des Blutsaugens ernstzunehmende Krankheiten übertragen können. Besonders im Süden Deutschlands ist das Risiko einer Übertragung der Borreliose-Erreger sowie der Erreger die zu einer Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) führen, sehr hoch. Neben diesen beiden Erkrankungen können Zecken aber auch noch andere Erreger übertragen, wie bspw. die Babesiose oder Anaplasmose. Um diese Krankheiten zu vermeiden ist es das Beste, einen Zeckenstich bzw. einen Zeckenbiss vorzubeugen. Doch selbst wenn man in der Natur sehr vorsichtig ist und sich abschließend gut absucht, kann es sein, dass der Hund oder die Katze eine Zecke mit nach Hause bringt, die es sich dann unbemerkt auf dem Mensch bequem macht. Und leider können auch unsere Haustiere von den Zecken befallen werden und auch sie können gefährliche Infektionskrankheiten bekommen. Es gibt verschiedene Hausmittel, die die Zecken abwehren sollen und diese möchten wir euch nun gerne vorstellen. 

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Wichtigster Tipp: Das Bewusstsein für Zecken

Wir sind sehr viel in der Natur unterwegs und waren das seit unserer Kindheit. Uns wurde von Kindesbeinen an beigebracht, dass man aufpassen muss, ob eine Zecke auf einem unterwegs ist. Zugegeben, das kann anstrengend sein, jedoch haben wir uns antrainiert, alle 3-5min an uns herunter zu schauen, wenn wir in hohem Gras oder einem Gebiet unterwegs sind, wo Zecken nur darauf warten sich abzustreifen und an uns herum zu krabbeln. Achtsam sollte man vor allem sein, wenn man in hohem Gras ist, in der Wiese sitzt oder liegt, im Garten arbeitet, im Wald außerhalb der Wege unterwegs ist oder an Sträuchern und Büschen vorbeistreift.

Helle Kleidung, um Zecken besser zu erkennen

Wenn man draußen in der Natur ist und schwarz bekleidet ist, wird es schwer Zecken direkt zu erkennen, die sich gerade auf unsere Kleidung niedergelassen haben. Aus diesem Grund empfehlen wir einfarbige, helle Kleidung zu tragen. Zumindest die Hose sollte nicht dunkelblau, schwarz, braun oder extrem bunt sein. Auf einem unruhigen Muster ist es ebenfalls schwer, eine ziemlich schnell krabbelnde Zecke zu erkennen. Wenn wir im Garten sind, Kräuter sammeln oder in den Wald gehen, dann sind wir uns immer dessen bewusst, dass Zecken unterwegs sind, die krankmachen können. Unser Schwerpunkt ist natürlich, euch das Wissen über Kräuter näher zu bringen. Weil ihr aber sicher sammeln sollt, war uns sehr wichtig, Hinweise zu den Zecken auch in unser neues Buch aufzunehmen. Im Buch “Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr” stellen wir nicht nur viele heimische Wildkräuter und Heilpflanzen in Frühling, Sommer, Herbst und Winter vor, sondern haben im ersten Kapitel grundlegende Tipps für auch aufgeführt, was man beim Sammeln beachten sollte.

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Hausmittel gegen Zecken

Kokosöl 

Das Kokosöl ist ein bekanntes und bewährtes Hausmittel um Zecken fernzuhalten. Dies ist auf den Geruch der im Kokosöl enthaltenen Laurinsäure zurückzuführen. Denn scheinbar mögen Zecken diesen Geruch absolut nicht. Und auch die Caprylsäure im Kokosöl trägt als natürliches Insektizid ihren Teil dazu bei. Darüber hinaus enthält Kokosöl Laurin- und Caprinsäure, welche beide antimikrobiell wirken und Zecken vorerst einmal abschrecken sollen. Kokosöl kann darüber hinaus auch prima für die Haut- und Haarpflege genutzt werden und soll zudem auch einen geringen Lichtschutzfaktor haben. So kann das Kokosnussöl also vor dem nächsten Gartenbesuch einfach auf die Haut aufgetragen werden, um lästige Zecken fernzuhalten. Auch die Vierbeiner können mit dem Kokosöl eingerieben werden. Allerdings sollte man es hierbei nicht übertreiben, da gerade Katzen sehr sensibel auf den Geruch reagieren können und sich dies in einem gesteigerten Putzverhalten äußern kann. 

Schwarzkümmelöl

Ein weiteres Öl, das einen Ruf als Anti-Zeckenmittel hat, ist das Schwarzkümmelöl. Die im Öl enthaltenen Substanzen  Carvacrol und Thymol sollen Zecken und andere Insekten fernhalten. Das Carvacol soll ein giftiges Potential gegenüber den Eiern und Larven von Zecken haben und auch die ausgewachsenen Tiere abwehren. Um von diesem Effekt zu profitieren, kann die Haut und auch die Kleidung mit Schwarzkümmelöl eingerieben werden. Auch für Hunde eignet sich eine Anwendung mit dem Öl, indem dieses einfach auf das Fell aufgetragen oder sogar ins Futter untergemischt wird. 

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Kein Schwarzkümmelöl bei Katzen anwenden!

Für Katzen kann Schwarzkümmelöl allerdings tödlich sein, da ihnen ein Enzym für die Verstoffwechslung des Öls fehlt. Somit könnte eine Einnahme des Öls zu Vergiftungserscheinungen und Leberschäden führen.

Lavendelöl gegen Zecken

Obwohl viele von uns den Geruch des Lavendels mögen, teilen Zecken nicht die gleiche Vorliebe. Für Zecken soll der Lavendelduft, der auf die ätherischen Öle zurückzuführen ist abschreckend wirken und die Geruchsfindung stören. Zudem soll das Lavendelöl negativ auf die Stoffwechselgeschehen der Zecken-Larven wirken können. Der Lavendel ist zudem unbedenklich für Hund und Katzen. Allerdings ist der Geruch so intensiv, dass es die Geruchsnerven der Tiere irritieren könnte. Somit sollten ätherische Öle nur sparsam angewendet werden. 

Lavendel hilft gegen Zecken

Neemöl

Weiter geht es in der Kategorie der Öle. Denn auch Neemöl soll ein Zeckenabwehrendes Potential besitzen. Zudem soll es Entwicklungsprozesse stören können, da es in den Chitinstoffwechsel eingreifen soll. Insekten benötigen das Chitin für ihren Panzer. Wird diese Synthese gestört, so können sich die Insekten nicht optimal entwickeln. 
Neemöl ist sehr potent und sollte deshalb für die äußere Anwendung verdünnt werden. Zu beachten ist, dass Neem-Öl nicht innerlich eingenommen werden soll und bei Schwangeren kann das Öl sogar zu Fehlgeburten führen. 
Und auch in Bezug auf die Haustiere ist die Unbedenklichkeit nicht ganz geklärt. Zwar heißt es weitverbreitete, dass das Öl unbedenklich für die Vierbeiner sei, wobei es Studien gibt, die gerade bei Katzen starke Nebenwirkungen zeigten. Bei Unsicherheiten sollte man hierzu lieber den Tierarzt befragen und Vorsicht walten lassen. 

Knoblauch

Ein weiteres altbekanntes Hausmittel ist der Knoblauch. Der starke Geruch des Knoblauchs soll die Zecken ebenso abwehren. In einer Studie mit schwedischen Soldaten zeigte sich, dass die Personen, die Knoblauch als Kapselform (20mg pro Tag, für 8 Wochen) einnahmen, insgesamt weniger Zeckenbisse zeigten, als die Kontrollgruppe, die lediglich ein Placebo bekam. Auch in der Volksmedizin ist Knoblauch für einen Zecken abwehrenden Effekt bekannt. Dafür soll der Knoblauch am besten roh gegessen werden. Die Zecken sollen dann die Ausdünstungen des Knoblauchs wahrnehmen und somit abgewehrt werden. 

Es sollte allerdings keine Knoblauch-Anwendung bei Katzen erfolgen, da diese den Knoblauch nicht vertragen. 
Hunde scheinen Knoblauch besser zu vertragen, wobei auch hier Vorsicht geboten ist. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2984110/

Weitere ätherische Öle gegen Zecken

Neben den oben genannten Hausmitteln gibt es auch noch eine ganze Reihe ätherischer Öle, die durch ihre Inhaltsstoffe ebenso Zecken abwehren und somit einen Zeckenbis verhindern sollen. Zu den beliebten Anti-Zecken-Ölen gehört das Eukalyptusöl, Tea tree Öl und auch Rosmarin. Aufgetragen auf die Haut oder Kleidung sollen die unliebsamen Insekten somit nicht näher kommen.

Anmerkung

Bei den hier genannten Hausmitteln handelt es sich um Erfahrungswerte, die teils nicht oder nur schwach evidenzbasiert sind. Um sich effektiv gegen eine Hirnhauterkrankung zu schützen, sollte man mit dem Arzt über eine mögliche FSME-Impfung sprechen, gerade wenn man aufgrund von Outdoor-Aktivitäten und der Region zur Risikogruppe gehört. Zusätzlich kann lange Kleidung im ersten Schritt helfen, den Zecken einen nicht zu leichten Zugang zur Haut zu geben. Wichtig ist auch, dass man sich nach einem Aufenthalt im Freien gründlich nach Zecken absucht. Für die weitere Prävention können dann die oben genannten Hausmittel ausprobiert werden.

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