Die Schwarzerle: Wie man junge Blätter und Rinde verwenden kann

Die Schwarzerle: Wie man junge Blätter und Rinde verwenden kann

Die Schwarzerle gehört zu den Birkengewächsen und ist ein Frühblüher. Vor allem ihre Blätter und die Rinde werden seit Jahrhunderten in der Volksheilkunde geschätzt. Heimisch ist sie in Europa vor allem an Bachufern und in feuchten Wäldern. Wie man die Rinde und auch junge Blätter verwenden kann, soll dieser Beitrag klären. 

Ursprüngliche Verwendung und Herkunft des Namens

Bei uns in Europa gibt es drei heimische Erlenarten. Die Grün Erle, Grau Erle und die Schwarz Erle, um welche es heute vor allem gehen soll. Früher verwendete man die Rinde sowie die Zapfen, um Leder schwarz zu färben oder Tinte herzustellen. Verantwortlich dafür ist der hohe Tannin Gehalt, der als Gerbstoff eingesetzt wird. 

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Schwarzerle in der Naturheilkunde

Die Schwarzerle wird in der Naturheilkunde zu den Heilpflanzen gezählt, da sie meist äußerlich angewendet wird. Man kann beispielsweise einen Aufguss aus den Blättern herstellen. Hierzu übergießt man 2 TL getrocknetes Blattwerk mit 300ml heißem Wasser und lässt dies 5-7 min ziehen. Nachdem Abkühlen kann man z.B. damit gurgeln. Dies kann Halsbeschwerden wie bei Angina lindern. Auch bei Rheuma oder Gicht sowie zur besseren Wundheilung kann ein solcher Aufguss aus Erle unterstützend sein. 

Räucherwerk aus Rinde

Auch die Rinde kann zum Räuchern genutzt werden. Damit soll man alte Lasten besser loslassen können. Sie soll aber auch die Stärke und die innere Kraft anregen. Kontraindikationen: Erle soll abstillende Wirkung haben. Deshalb sollten Schwangere und stillende Frauen Erle meiden. 

Pollen

Allergiker haben von Februar bis April mit Erlenpollen zu kämpfen. Sie enthalten starke Allergene. Verantwortlich für die allergische Wirkung der Erle ist ein in den Erlenpollen enthaltenes Eiweiß, das  „Aln g 1“ genannt wird. Dies für zu einer Immunreaktion. Durch die ähnliche Struktur zu Birkenpollen, kann die Schwarzerle auch Birkenpollen-Allergiker quälen. 

Ist Erle essbar oder giftig? 

Die jungen Blätter der Erle werden von einigen Menschen in geringen Mengen zu Salaten geben oder aufs Brot essen. Da die Erle sehr reich an Gerbstoffen und Bitterstoffen ist, sollte man sie eher nicht essen. Aus unserer Sicht gibt es besseres Blattwerk anderer Bäume, das man kulinarisch nutzen kann. Die Erle ist nicht unser Favorit. Wenn man sie wirklich ernten will, sollte man sie so früh wie möglich ernten. Je älter die Blätter sind, desto bitterer werden sie. Haben sie die volle Größe erreicht, sollte man sie nicht mehr ernten, da sie dann zu alt und zu bitter sind. Allergiker sollte sie nicht verwenden. 

Falls euch das Thema interessiert, schaut auch mal in unsere anderen Beiträge. Auch die Blätter der Walnuss oder der Himbeerblätter Tee werden in der Naturheilkunde genutzt. Ebenso ist Weidenrindentee sehr beliebt. 

Wer mehr über heimische Kräuter, Wildpflanzen und gesunde Lebensmittel erfahren möchte, dem sei unser Buch „Die moderne Kräuterhexe“ ans Herz gelegt. 

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