Wacholder bei Gelenkschmerzen und für die Verdauung

Wacholder bei Gelenkschmerzen und für die Verdauung

Wacholder ist ein immergrünes Gehölz, das in vielen Gärten zu finden ist. In der Küche schätzen wir die Beeren als Gewürz, doch auch in der Naturheilkunde wird Wachholder unter anderem bei Gelenkschmerzen und für die Verdauung geschätzt. Der gemeine Wacholder (juniperus cammunis) ist ein mehrjähriger Strauch der natürlich vor allem in der Lüneburger Heide oder im Wacholderschutzgebiet in der Eifel wächst. Möchte man ihn im Garten kultivieren, ist es wichtig einen männlichen und einen weiblichen Strauch zu pflanzen, da diese sich dann befruchten können und nur dann Beeren geerntet werden können. Man benötigt allerdings etwas Geduld. Erst im dritten Jahr werden die ersten Beeren reif. Im Herbst kann man dann diejenigen Beeren ernten, die bereits schwarz gefärbt sind. Noch grüne sollte man am Strauch lassen, da diese dann im nächsten Jahr geerntet werden können. Die empfindlichen Beeren sollte man nach dem Ernten etwa zwei bis drei Wochen in der Wohnung trocknen. Es reicht, wenn man sie auf die warme Fensterbank stellt oder über der Heizung trocknet. 

wacholder

Wacholder in der Naturheilkunde

Schon vor über zweitausend Jahren schätzt man den Wacholder wegen seiner blutreinigenden Eigenschaften. Ebenfalls wurde er bei Nierenleiden eingesetzt. Heute schätzen wir ihn vor allem, da er harntreibende und schweißtreibende Wirkung haben kann. Zudem hat er schleimlösende Eigenschaften. Schwangere sollten Wacholder allerdings meiden. Wacholder wird aber auch in Naturkosmetik verarbeitet. Es gibt Duschgel mit Wacholder, Badezusatz oder Duftöle.

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Wacholder bei Gelenkschmerzen

Möchte man Wacholder äußerlich anwenden, kann er bei Gelenkschmerzen hilfreich sein. Zum Einreiben gibt es Tinkturen zu kaufen. Man kann sie aber auch selbst machen, indem 100g Wacholderbeeren im Mörser oder einer Kaffeemühle zerkleinert, in 200ml Alkohol (40%) einlegt und zwei Wochen stehen lässt. Zum Einsatz kommen kann eine Wacholdertinktur bei Rheuma, Ischias oder auch bei Gicht. 

Noch schneller geht es, wenn man sich ein Bad mit Wacholderbeeren einlässt. Hierzu gibt man 100g zerstoßene Wacholderbeeren in einen Topf und lässt sie mit einem haben Liter Wasser kurz köcheln und anschließend nochmals 30min ziehen. Danach seiht man die Beeren ab und gibt den Aufguss dem Badewasser hinzu, sofern er nicht mehr allzu heiß ist. Nun kann man darin ein etwa halbstündiges Bad nehmen, da wohltuend bei Gelenkschmerzen sein kann. 

Wacholder in der Küche

Aus der Küche kennt fast jeder die kleinen Wacholderbeeren. Sparsam eingesetzt verfeinern sie viele Gerichte.  Wichtig ist es, die Wacholderbeeren immer im Ganzen zu kaufen und frisch zu zerstoßen oder im Ganzen zu einem Gericht zu geben und sie anschließend wieder herauszunehmen. Auf unsere Verdauung können Wacholderbeeren dank der ätherischen Öle anregend wirken.  

Bildnachweis
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Beitragsbild: © Knipsersiggi  – stock.adobe.com



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