Pfefferminze

5 Anwendungsmöglichkeiten für Pfefferminze

Die Pfefferminze gehört zu einer der bekanntesten Pflanze überhaupt. Jeder kennt den Pfefferminztee und selbst wenn man ihn selbst nicht trinkt, so hat man zumindest schon einmal von der Pfefferminze gehört. Sie wächst hierzulande in vielen Gärten und auch wild an Bach- und Wegrändern. Die Pfefferminze ist sehr vielseitig einsetzbar und ein richtiger Allrounder. 2004 wurde sie zur Arzneipflanze des Jahres gekürt. Wir möchten dir erst etwas Hintergrundwissen zur Pfefferminze geben und dann auf ihre vielseitigen Anwendungsbereiche eingehen. 

Was ist die Pfefferminze? 

Die Pfefferminze (Mentha x piperita L.) gehört in die Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Man unterscheidet in etwa 30 verschiedene Minzearten, darunter gibt es bis zu 600 verschiedene Sorten. Typisch ist meist jedoch der leicht pfeffrige Geruch, woher auch der Name der Pfefferminze stammt. Die Pfefferminze kann bis zu 90 cm in die Höhe wachsen, meist sehr buschig. An ihrem vierkantigen Stängel wachsen die kreuzgegenständigen Blätter. Diese sind meist an den Rändern etwas gezackt. Je nach Minzart können diese Blätter auch eine leichte Behaarung aufweisen. Von Juli bis September blüht die Pfefferminze in einem schönen lila-rosa. Die Blüten werden aufgrund ihres Aussehens auch als Scheinähren bezeichnet. 

Pfefferminz in der Blüte

Wo wächst die Pfefferminze? 

Die Pfefferminze mag es besonders gern an warmen, sonnig bis halbschattigen Plätzen und auf einem feuchten Boden. Die Erde sollte dabei nicht zu trocken sein. Wenn sie sich an ihrem Standort wohl fühlt, so sollte man sie im Auge behalten, denn sie kann sich schnell ausbreiten, wuchern und sich mit anderen Arten kreuzen. Die Pfefferminze wie wir sie kennen scheint es erst seit dem 17. Jahrhundert zu geben, da auch sie aus einer Kreuzung zwischen der Wasserminze und der Ähren-Minze besteht. Man findet sie in allen gemäßigten Klimazonen bis auf etwa 1000 m Höhe. 

Inhaltsstoffe 

Die Pfefferminze ist besonders durch ihren Duft erkennbar. Dies ist durch das enthaltene Menthol zu erklären, ein ätherisches Öl. Sie enthält aber noch viele andere ätherischen Öle, sowie Bitter- und Gerbstoffe. Auch Flavonoide, Carotinoide sowie Triterpene. 

Anwendungsgebiete der Pfefferminze

Traditionell wird die Pfefferminze bei Verdauungsbeschwerden, Schluckauf und auch bei Kopfschmerzen eingesetzt. Nach der Kommission E (eine selbstständige wissenschaftliche Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel) wird sie bei krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich sowie bei Beschwerden der Gallenblase und Gallenwege verwendet. Gerade nach einem fetten und üppigen Essen kann die Pfefferminze das Völlegefühl aufgrund ihrer galle-fördernden Eigenschaften lindern. Sie soll bei Blähungen, Krämpfen und Schmerzen lindernd wirken. Äußerlich wird die Pfefferminze auch bei Insektenstichen oder bei Kopfschmerzen auf die Schläfen aufgetragen. Bei Schnupfen und Verschleimungen wird die Pfefferminze traditionell zur Inhalation verwendet. Bekannt ist auch die Anwendung von ätherischem Pfefferminzöl im Anfangsstadium eines Lippenherpes, dies ist auf die antiviralen Eigenschaften der Pflanze zurückzuführen. 

Darauf sollte man achten

Auch wenn der Pfefferminztee lecker und erfrischend schmeckt, so sollte er nur in Maßen und nicht dauerhaft getrunken werden. Das enthaltene Menthol kann die Magensaftproduktion anregen, was auf Dauer zu Reizungen der Magenschleimhaut führen kann. Wer unter Sodbrennen leidet, der sollte besonders abends den Pfefferminztee meiden, da der Tee zur Entkrampfung des Schließmuskels der Speiseröhre führt und zusätzlich die Magensaftproduktion anregt. So könnte besonders im Liegen der Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre gefördert werden. Auch bei Problemen mit der Galle und bei Schäden der Leber sollte vor der Anwendung mit dem Arzt Rücksprache gehalten, bzw. die Pfefferminze nicht angewendet werden. Sie sollte zudem nicht direkt auf Schleimhäute und nicht im Bereich der Augen aufgetragen werden. Bei Kindern sollte besondere Vorsicht gelten, da das Menthol bei kleinen Kindern zu einem Stimmritzenkrampf, in schweren Fällen bis zum Atemstillstand führen kann. Vorsorglich wird deshalb die Anwendung unter vier Jahren nicht empfohlen.

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Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr

Unsere 5 Top Pfefferminz- Anwendungsmöglichkeiten

Pfefferminztee

Der gute Klassiker ist der Pfefferminztee. Für eine Tasse Tee verwendet man 1-2 TL frischer oder getrockneter Blätter und übergießt diese mit heißem Wasser. Die ideale Ziehzeit beträgt etwa 10 Minuten. Man sollte den Tee bedeckt ziehen lassen, damit die Inhaltsstoffe nicht über den Dampf entweichen. Dieser Tee schmeckt auch im Sommer gekühlt super lecker und erfrischend. 

Pfefferminztee

Pfefferminze zum Inhalieren

Du kannst wie oben beschrieben einen Tee zubereiten und diesen zum Inhalieren verwenden, bewährt hat sich dies vor allem bei Schnupfen und Erkältungskrankheiten. 

Pfefferminzöl bei Kopfschmerzen 

Du kannst ein ätherisches Pfefferminzöl mit etwas Oliven- oder Johanniskrautöl mischen und dies bei Bedarf bei Kopfschmerzen auf die Schläfen und den Nacken auftragen. Alternativ kannst du dir auch einen Roll-on-Stift aus der Drogerie besorgen, welche bereits das Pfefferminzöl enthalten. Dies soll entkrampfend und schmerzlindernd wirken. 

Pfefferminzöl für die Konzentration

Ein solcher Roll-On -Stift oder ätherisches Öl in der Duftlampe können helfen, die Konzentration zu fördern. Alternativ kann auch ein Pfefferminz-Duftsäckchen gefüllt werden. Hier kann zusätzlich etwas Melisse und Rosmarin in getrockneter Form hinzugegeben werden.

Pfefferminzpesto

Auch für die Feinschmecker eignet sich die Pfefferminze. Besonders in einem Pesto kommt ihr intensiver Geschmack gut zur Geltung. Hierfür kannst du 80g frische Pfefferminzblätter, 2 Knoblauchzehen, 120 ml Olivenöl, 50 g Sonnenblumen- oder Pinienkerne und nach Wunsch Salz und etwas Parmesan hinzugeben und gut mixen. Und fertig ist ein sehr erfrischendes und intensives Pesto. Wie du siehst ist die Pflanze ein sehr vielseitiges und leicht zu pflegendes Gewächs, welches auf keinem Balkon oder in keinem Garten fehlen sollte.  

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