Heilpflanzen zur Wundheilung und Regeneration der Haut

Heilpflanzen zur Wundheilung und Regeneration der Haut

Bei gereizter oder entzündeter Haut oder aber nach einem mittleren bis schweren Sonnenbrand benötigt die Haut zusätzliche Pflege. Sie ist unser wichtigstes Schutz- und Abwehrorgan, doch manchmal benötigt die Haut selbst Hilfe. Wir verraten euch, welche Heilpflanzen und Kräuter man hierfür nutzen kann. 

Heilpflanzen, die die Wundheilung unterstützen können

Klassische Heilpflanzen, die die Wundheilung unterstützen können sind Ringelblume, Schafgarbe, Sonnenhut (Echinacea), Ackerschachtelhalm aber auch das Gänseblümchen. In der Volksheilkunde wird meist ein wässriger Auszug gekocht (also ein starker Tee), in welchen dann Umschläge getunkt werden und auf die entsprechenden Stellen aufgetragen werden.

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Ist man in der Natur unterwegs und benötigt schnelle Hilfe, dann gehören Spitzwegerich und Breitwegerich zu den Notfallpflanzen Nr. 1. Die Blätter davon kann man leicht zerdrücken und den austretenden Pflanzensaft dann auf die Wunde legen. Das funktioniert toll bei Blasen an den Füßen oder auch Stichen und kleineren Schürfwunden. 

Nachsorge und Regeneration der Haut nach einem Sonnenbrand

Die häufigste Ursache, die die Haut belastet, ist aber ein Sonnenbrand. Zwei Tage nach einem Sonnenbrand sollte man auch an die Regeneration der Haut denken. Deswegen sollte man hier auf Heilpflanzen zurückgreifen, die den Selbstheilungsprozess der Haut unterstützen und sie revitalisieren. In diesem Stadium eignen sich Ölauszüge aus Heilpflanzen besonders gut. 

Johanniskraut

Ein Öl Mazerat aus Olivenöl und Johanniskraut, das man käuflich erwerben oder selbst ansetzen kann, ist ein tolles Mittel, das die Regeneration der Haut unterstützen kann. Johanniskrautöl wird auch Rotöl genannt, da das Öl eine rötliche Farbe bekommt. Dies kann man sich gut merken: Rötliches Öl für gerötete Haut. Allerdings sollte man dieses Öl nicht auf den akuten Sonnenbrand auftragen, sondern erst nach einigen Tagen zur Regeneration anwenden.

Herstellung eines Johanniskrautöls

Für die Herstellung eines Johanniskrautöls benötigt man ein kaltgepresstes Öl, zum Beispiel ein hochwertiges Olivenöl sowie frisch geerntetes Johanniskraut, die Blüten oder Samen. Wichtig ist, dass sie an einem trockenen Tag geerntet und frisch verarbeitet werden. Dies verhindert eine Schimmelbildung des Öls. Die geernteten oberen Pflanzenteile des Johanniskrauts werden zerkleinert, in ein sauberes Schraubglas gegeben und mit dem kaltgepressten Öl aufgegossen, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind. Das Glas wird verschlossen und an einen warmen, sonnigen Ort, wie beispielsweise auf die Fensterbank gestellt. Nach fünf bis sechs Wochen kann man beobachten, dass sich das Öl rot färbt. Wenn dies eingetreten ist, kann das Öl abgeseiht und in eine Braunglasflasche umgefüllt werden. Jetzt ist es als Heilpflanzenöl einsetzbar und kann bei einem Sonnenbrand Linderung verschaffen. 

Schafgarbe

Schafgarbe kann man auch äußerlich anwenden. Schafgarbe ist aufgrund der antibakteriellen und beruhigenden Eigenschaften ebenfalls zur Hautpflege nach einem Sonnenbrand oder anderen Entzündungen der Haut geeignet. Am besten wird hier ein Ölauszug mit frischen Blüten der Schafgarbe angesetzt. Dieser kann die Wundheilung anregen und regenerierend sein. Von Juni bis Oktober findet man die Blüten in der Natur. Zum Sammeln der Blüten empfiehlt es sich, mittags loszuziehen, denn bei maximalem Sonnenstand hat das Kraut die volle Heilwirkung entwickelt. Bei Regen oder trübem Wetter sollte deswegen lieber nicht gesammelt werden. Man erkennt die Pflanze an ihrem buschigen Blattwerk. Jedes einzelne Blatt sieht einer besonders buschigen Augenbraue sehr ähnlich. Auch sie sind beispielsweise aufgrund der wertvollen Bitterstoffe in der Küche verwendbar. Für den Ölauszug, der wie beim Johanniskraut funktioniert, sollten aber nur die weißen Blüten gesammelt werden. Es genügt, zwei Hand voll für 200ml Öl zu sammeln. 

Die Scharfgabe ist ein Heilkraut
Schafgarbe

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Bildnachweis
Titelbild: © yanadjan – stock.adobe.com



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