Barbarakraut

Barbarakraut – Winterkresse in der kalten Jahreszeit anbauen und essen

Es nähert sich die kalte Jahreszeit und die Natur bereitet sich auf den Winter vor. Doch auch im Spätherbst und im Winter versorgt uns die Natur weiterhin mit wertvollen Pflanzen. Zu diesen Pflanzen zählt in unseren Breitengraden auch das Barbarakraut, welches auch als Winterkresse bekannt ist. Die Pflanze gehört in die Familie der Kreuzblütler und verfügt demnach über die für Kreuzblütler typischen Inhaltsstoffe. Die Pflanze kann sowohl für kulinarische, als auch für medizinische Zwecke verwendet werden.

Die Pflanze wächst meist zweijährig und kann dabei durch ihre verzweigte Wuchsform an einen kleinen Busch erinnern. Das Barbarakraut kann je nach Standort eine Wuchshöhe bis zu 100 cm erreichen. Im zweiten Jahr erscheinen bereits im Frühjahr die auffallend gelben Blüten. Am Grund finden wir eine Blattrosette und am Stängel wachsen wechselseitig angeordnet die Laubblätter. Die Blätter am Stängel können fast an ein kleines Eichenblatt erinnern, sie sind eiförmig und leicht gezähnt. Der Stängel ist glatt, kantig und ohne Haare. Von Mai bis Juli fällt die Pflanze durch ihre vielen gelben, traubigen Blütenstände auf. Die Winterkresse mag sonnig-bis halbschattige Plätzchen auf einem lehmigen und nährstoffreichen Boden. Da das Barbarakraut eine recht anspruchslose Pflanze ist, die sich schnell und einfach verbreitet, ist sie heute fast weltweit zu finden. Man findet die Winterkresse gerne auf Wiesen, an Böschungen, Wegrändern, und auf Ödland. Die Samen der Pflanze befinden sich in etwa 3 cm langen Schoten und reifen im August heran.

Das Barbarakraut in der Naturmedizin

Bekannt ist das Barbarakraut vor allem als blutreinigendes Kraut mit wundheilungsfördernder Wirkung. So soll es bereits im Mittelalter als Wundkraut eingesetzt worden sein. Diese Eigenschaften können auf die Inhaltsstoffe wie die ätherischen Öle, die Saponine und Flavonoide, sowie auf die Glucosinolate zurückgeführt werden. Zudem sollen die enthaltenen Bitterstoffe die Verdauungstätigkeiten anregen und die Leber und Gallenblase  in ihrer Funktion unterstützen. Somit wird das Barbarakraut auch bei Entgiftungskuren und zur Reinigung eingesetzt. Zur Stärkung des Immunsystems und zur Prävention von Erkältungskrankheiten wird Barbarakraut auch als Tee verwendet. Das Kraut findet auch beim Ausgleich des Säure-Basenhaushalts Anwendung und kann somit auch beim Basenfasten begleitend getrunken werden. Für die äußerliche Anwendung können Tinkturen, Aufgüsse und Umschläge aus dem Kraut hergestellt werden.

Barbarakraut

Verwendung in der Küche

Das Barbarakraut wird vor allem aufgrund des hohen Vitamingehalts geschätzt. So ist die Winterkresse reich an Vitamin C und Vitamin A. Zum Verzehr werden die jungen Blätter und frische, kleine Blütentriebe empfohlen. Diese machen sich gut in einem Salat, als Gemüse, ähnlich wie Spinat, oder auch in einem Kräuteraufstrich. Die Blüten haben den für die Kreuzblütler typischen, scharfen, leicht pfeffrigen Geschmack. Egal ob zur Dekoration auf dem Salat, Suppen oder auf dem Brot: die Blüten sind schmackhaft und aufgrund der Senfölglykoside tragen sie zur Gesundheit bei.

Blatt des Barbarakraut

Auch die Samen können in der Küche verwendet werden. Diese können gemahlen / zerstoßen und als Gewürz genutzt werden. Von den Samen wiederum können wir Sprossen ziehen und als Nährstoffbombe genießen. Diese ähneln sehr den Sprossen der Kresse. Das Tolle ist, dass wir das Barbarakraut nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter nach dem ersten Schnee noch essen können. Da es sich um eine winterharte Pflanze handelt, ist die Namensgebung „Winterkresse“ auch nachvollziehbar. Aufgrund des Vitamin C ist es empfehlenswert, das Kraut auch unerhitzt zu essen, da das Vitamin C bei höheren Temperaturen kaputt geht. So kann das Kraut prima als Pesto oder auch in einem würzigen Smoothie verarbeitet werden. Achte beim Sammeln der Blätter darauf, dass diese nicht verunreinigt sind. Ebenso ist es empfehlenswert, die jungen Triebe und Rosettenblätter zu verwenden, da die älteren Blätter schnell bitter schmecken können. Du kannst das Barbarakraut aber auch ganz gezielt selbst anbauen. 

Barbarakraut selbst anpflanzen

Das Barbarakraut kann im Garten oder auch auf dem Balkon im Topf gepflanzt werden. Es kann entweder im Sommer, von Juni bis September gesät werden, oder schon im Frühjahr, im März – April. Je nach Aussaatzeit kann die Winterkresse dann entweder im Winter oder auch schon im Sommer verwendet werden. Die Winterkresse mag einen sonnig-halbschattigen Platz auf einem nährstoffreichen Boden. Dabei sollte ein ausreichender Abstand zwischen den Pflanzen eingehalten werden. Etwa 20-30 cm sollten ausreichend sein. Beim Anpflanzen werden die Samen nur leicht in die Erden gedrückt, da es sich beim Barbarakraut um eine lichtkeimende Pflanze handelt. Die Erde sollte nach der Aussaat feucht gehalten werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, Jungpflanzen im Haus vorzuziehen und dann später auspflanzen. Dies muss aber nicht sein, da das Barbarakraut recht anspruchslos ist. Wächst die Pflanze allerdings an einem sehr trockenen und sonnigen Standort, so kann es passieren, dass die Blätter bitterer schmecken, ein halbschattiger Standort verhilft zu einem milderen Geschmack.  Saatgut gibt es übrigens hier bei Magic Garden Seeds. Mit dem Rabattcode KRAEUTERKELLER10 spart ihr 10% auf euren gesamten Warenkorb. Werbung.

Erntezeitpunkte nicht vergessen

Damit man zukünftig keine Erntezeitpunkte für heimische Wildkräuter verpasst, haben wir unseren Saisonkalender für Wildkräuter (hier erhältlich) entwickelt. Hier sieht man Monat für Monat eine Übersicht der wichtigsten, erntereifen Wildkräuter. Unseren großformatigen Saisonkalender kann man übrigens jedes Jahr erneut benutzen. Wir haben ihn nämlich als Dauerkalender gestaltet. Passend dazu gibt es unser Buch „Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr“ (hier erhältlich) in unserem eigenen, kleinen Kräuterhexenshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de In diesem Buch stellen wir dir auf 160 Seiten die wichtigsten, heimischen Wildkräuter und Heilpflanzen vor und erklären, wann man sie wo sammeln und verwerten kann. Dazu gibt es immer Tipps zur Verwendung in der Hausapotheke und in der Küche. Du erhältst das Buch und den Kalender auch im Set. Zu unseren Angeboten kommst du hier.

Buch und Saisonkalender

Saisonale Berichte und Rezepte im Magazin

Im Frühjahr 2022 haben wir ein Herzensprojekt von uns verwirklicht: Unser eigenes Kräuterkeller Magazin. Mittlerweile erscheint zu jeder Jahreszeit eine Ausgabe in digitaler aber auch in gedruckter Form. Dort findet man viele Berichte zur Wildkräutersaison, Tipps für Hausmittel und aktuelle Rezepte. Das Kräuterkeller Magazin (hier erhältlich) ist kein Abo und man kann selbst entscheiden, welche Ausgaben man haben möchte. Erhältlich sind die Magazine ebenfalls in unserem Kräuterhexenshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de

Das Kräuterkeller Magazin

Begleite uns in die Natur

Möchtest du beim nächsten Rezept oder Sammeln von Kräutern und Schätzen aus dem Wald dabei sein? Dann solltest du uns auch in den sozialen Medien folgen. Wir verraten dir in täglich neuen Storys, was man gerade in der Natur finden kann und stehen dir jeder Zeit für Fragen zur Verfügung. Wir freuen uns auf den Austausch mit dir. 

Du findest uns auf unseren anderen Kanälen:

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Das Brennnessel Buch "Die Brennnessel - Königin der Wildpflanzen"

So hast du die Brennnessel noch nie gesehen – mit vielen Rezepten!

Die Brennnessel - Königin der Wildkräuter