Warum man mehr Wildkräuter essen sollte: Spinat vs. Brennnessel

Warum man mehr Wildkräuter essen sollte: Spinat vs. Brennnessel

Wir alle sollten viel mehr Wildkräuter essen. Deswegen haben wir für euch exemplarisch die Brennnessel mit dem Spinat verglichen, da man beide relativ ähnlich verwenden kann. Es treten an: Die großen Brennnessel (Urtica dioica) und der Spinat. 

Der Vergleich

Fast ganzjährig wächst die Brennnessel in unseren Breiten und auch wenn wir sie manchmal nicht direkt sehen, so bekommen wir sie durch ihr Brennen häufig zu spüren. Doch das die Brennnessel auf sich aufmerksam macht, ist sehr gut, denn wenn wir ihre Inhaltsstoffe einmal genauer betrachten, so können wir wirklich ins Staunen geraten. Besonders die jungen Brennnesselblätter haben eine deutlich höhere Nährstoffdichte als die der älteren Pflanzen. In diesem Beitrag möchten wir euch aufzeigen, dass die Brennnessel von den Nährwerten den Spinat durchaus in den Schatten stellt und das Tolle ist, dass es die Brennnessel überall kostenlos gibt und wir uns dieses „Unkraut“ sehr zu nutze machen können. 

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Brennnessel enthält doppelt so viel Eisen als Spinat 

Im Eisenvergleich schlägt die Brennnessel den Spinat deutlich. Denn sie weist einen doppelt so hohen Eisengehalt auf als der im Spinat. In 100 g frischer Brennnessel finden wir 7,8 mg, im Spinat sind es 3,5 mg Eisen[1]

Brennnessel enthält 6,5 x mehr Vitamin C als Spinat 

Erstaunlich ist, dass die Brennnessel über deutlich mehr Vitamin C verfügt, als der frische Spinat. So haben 100 g frische Brennnessel 333 mg Vitamin C und Spinat verfügt über 51 mg Vitamin C. Somit eignet sich auch die Brennnessel besonders in dieser Zeit zur Stärkung des Immunsystems

Frisch gesammelte Brennnesseln in einem Korb

Brennnessel enthält doppelt so viel Vitamin B1 als Spinat 

Im Vergleich enthält die Brennnessel doppelt so viel Vitamin B1, nämlich 0,2 mg, als der Spinat, mit 0,09 mg Vitamin B1 pro 100g. 

Brennnessel enthält 6 x mehr Kalzium als Spinat 

Auch unserer Knochen-, Zahn- Haut- und Haargesundheit kommt die Brennnessel, durch den hohen Kalziumgehalt, zugute. 100g frische Brennnessel enthalten 713 mg Kalzium im Spinat hingegen finden wir nur 117 mg Kalzium. 

Brennnessel enthält mehr Magnesium und Zink als Spinat 

Im Magnesium und Kalziumvergleich schlägt die Brennnessel wieder den Spinat, allerdings sind die Unterschiede hier nicht so groß. So enthalten 100g Brennnessel 80 mg Magnesium und 100g  Spinat 62 mg Magnesium, also 1,2 x weniger als in der Brennnessel. Die Brennnessel enthält 1 mg Zink auf 100g und der Spinat 0,7 mg, so enthält die Brennnessel 1,4x mehr Zink als der Spinat. 

Alle Nährwertangaben unter: https://fddb.info/db/de/lebensmittel/naturprodukt_brennnessel_frisch/index.html und https://fddb.info/db/de/lebensmittel/naturprodukt_spinat_frisch/index.html 

Brennnessel roh essen

Am meisten Nährstoffe enthält die Brennnessel übrigens im rohen Zustand. Zum Pflücken sollte man einfach Handschuhe tragen, dann wird man nicht gebrannt. Beim Zubereiten empfehle ich folgenden Ablauf:

  1. Waschen
  2. Auf einem Brettchen ausbreiten und mit einem Kochlöffel die Brennnessel abklopfen, so fallen die Brennhaare ab
  3. Kleinschneiden und in den Smoothie oder Salat geben

Nach diesen Schritten sollte sogar in rohem Zustand nichts mehr brennen. 

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Die Menschen dazu zu motivieren, mehr Wildkräuter in den Speiseplan zu integrieren ist meine große Leidenschaft. Du hast am Beispiel der Brennessel gesehen, wieso es sich lohnt. Natürlich ist dies bei vielen anderen Wildkräutern ebenso der Fall und so habe ich meine wichtigsten Tipps, zum Thema Sammeln, Verarbeiten und Zubereiten von heimischen Wildkräutern und Heilpflanzen in meinem Buch „Die moderne Kräuterhexe“ zusammengefasst. Es soll euch motivieren wieder mehr Wildkräuter zu essen. Ich hoffe, es gefällt euch und meine Faszination springt beim Lesen auf euch über. Das Buch und eine kostenlose Leseprobe des ersten Kapitels findest du hier.

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Ist Spinat schlecht? 

Dieser Vergleich soll den Spinat keinesfalls schlecht machen, denn auch der Spinat enthält wichtige Inhaltsstoffe in einer tollen Kombination. Mit diesem Vergleich möchte ich euch lediglich dafür sensibilisieren, dass wir sehr tolle Vitamin- und Mineralstoffbomben direkt vor unserer Haustür haben. Und das Pflanzen, die wir bisher als Unkraut angesehen haben, sehr reich an wertvollen Inhaltsstoffen sind und wir diese auch ganz toll als Gemüse, im Salat oder in Smoothies verwenden können und unserer Gesundheit und der Natur somit etwas Gutes tun. 

frisch gepflückter Spinat

Wie du die Brennnessel am besten erntest und verwendest, kannst du in diesem Blogbeitrag von mir nachlesen.

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[1] E. Bänziger (2007): Wildkräuter, S. 13

Bildnachweis
Bild: © meteo021 – stock.adobe.com
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