Quitte – warum ihre Kerne so gesund sind

Quitte – warum ihre Kerne so gesund sind

Im Herbst ist Quittenzeit. Die Frucht ist allerdings immer seltener geworden. Unsere Großmütter schätzen sie sehr und verarbeiteten sie zu leckerem Quittenmus oder Quittenbrot. Nicht nur in der Küche wurde sie sehr geschätzt, sie ist auch eine großartige Heilpflanze. Es wird Zeit, der Quitte wieder mehr Beliebtheit zu verschaffen.

Warum ist die Quitte so gesund?

Sie ist eine Frucht, die roh nicht zu genießen ist, doch richtig zubereitet, stärkt sie und gerade jetzt im Herbst und Winter, da sie reich an Vitamin-C und Zink ist. Optimal also, wenn die Erkältungszeit ins Haus steht. B-Vitamine und Mineralien wie Kalium, Eisen, Calcium oder Phosphor sind ebenfalls enthalten. Zudem enthält sie sehr viel Pektin und Amygdalin. Dies tut vor allem unserem Darm sehr gut, weshalb das Quittenmus gerade bei Magen-Darmbeschwerden eingesetzt werden kann. Pektine senken außerdem den Cholesterinspiegel und helfen, dass sich der Blutzuckerspiegel einpendelt. Außerdem lindert sie Entzündungen der Haut.

Wie kann man die Quitte verarbeiten?

Ich mache am liebsten Quittenmus mit ein wenig Apfel gemischt. Dazu reibe ich die Schale der herrlich reifen Quitten gründlich ab, damit die Härchen verschwinden. Diese sind nicht genießbar. Anschließend wasche ich sie, Entferne das Kernhaus und viertle sie. Achtung, die Quitte ist sehr hart. Die Samen behalte ich auf. Sie werden nicht weggeschmissen. Das Mus koche ich dann solange, bis die Quitten weich sind und gebe es dann noch heiß in saubere Schraubgläser mit Deckel, sodass sich ein Vakuum bildet. Man sollte die Gläser nicht ganz bis zum Rand füllen, da sie sonst gerne schimmeln. Wer sie länger aufbewahren möchte, der sollte die Gläser nochmals einkochen, da kein zustätzlicher Zucker verwendet wurde.

quitte kerne

 

Warum sind die Kerne der Quitte so gesund?

Quittenkerne sind ein beliebtes Naturheilmittel bei Husten und Halsschmerzen. Man säubert und trocknet die Kerne und behält sie dann auf, bis man sie benötigt. Hat man Husten oder Halsweh, dann lutscht man die Kerne. Dabei entsteht ein Schleim, der sehr wohltuend und lindernd ist. Man spuckt die Kerne aber anschließend wieder aus, da sie Blausäure enthalten. Man sollte sie in keinem Fall zerkauen. Aus den Kernen kann man auch einen Schleim herstellen, der äußerlich auf die Haut aufgetragen wird. Dazu übergießt man ca. 10g Quittenkerne mit 75ml Wasser und lässt dies über Nacht stehen. Am nächsten Tag erhält man einen Schleim, der bei entzündeter Haut oder Verbrennungen helfen kann. Auch bei unreiner Gesichtshaut kann er helfen.

Die Quitte ist eine sehr vielseitige Frucht mit enormer Heilkraft. Leider geriet sie immer mehr in Vergessenheit und man kann sie heute nur noch schwer im Laden kaufen. Wir haben einen großen Quittenbaum im Garten, den wir nicht missen möchten!
Ob man Eicheln auch essen kann? Die Antwort findest du hier auf unserem Blog.



1 thought on “Quitte – warum ihre Kerne so gesund sind”

  • Vielen Dank für den wertvollen Tipp. Ich habe aus dem Quittenmus gestern Marmelade gekocht mit Zimt ein echter Genuss. Das Gel der Kerne ist auch sehr stark geworden. Weißt du denn wie man das konservieren kann auf natürliche Weise?

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