Wildes Obst im Herbst – Was kann man ernten?

Wildes Obst im Herbst – Was kann man ernten?

Nun steht schon fast der Herbst vor der Tür und mit ihm nicht nur die bunten Blätter, sondern auch verschiedene bunte Beeren und leckeres Steinobst. Das wilde Obst im Herbst kann uns mit sehr wichtigen Inhaltsstoffen versorgen und uns somit auch für die kalte Jahreszeit mit wertvollen Vitalstoffen stärken. Nun möchten wir dir 5 tolle Beeren, bzw. Steinobstsorten und ihre Inhaltsstoffe vorstellen.

Schlehdorn 

Der Schlehdorn, auch Schlehe oder Schwarzdorn genannt gehört zu den Steinobstgewächsen und zählt zur Familie der Rosengewächse. Der Schlehdorn ist ein dornenreicher Strauch. Die Früchte reifen bis zum Mitte/ Ende November heran. Diese sind kleine, blauschwarze und schmecken sauer. Erst mit dem Einsetzen des Frostes werden die Beeren genießbar, da sich durch die Kälte der Gerbstoffgehalt verringert. Dann kann man sie auch bedenkenlos roh essen. Die Blüten des Strauches sind bei allen Insekten sehr beliebt, die Vögel bevorzugen hingegen die reifen Früchte. Die Beeren können auch zu Marmelade, Saft, Wein und Likör verarbeitet werden. Die Früchte der Schlehe sind reich an Vitamin C, Vitamin B 1,2, und B6, sowie an Flovanoiden und restlichen Bitter- und Gerbstoffen. In der Volksheilkunde wird die Schlehe aufgrund ihrer adstringierenden und entzündungshemmenden Wirkung unter anderem bei Magen-Darm-Problemen, Blasenentzündungen, Gicht und Rheuma eingesetzt. 

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Weißdorn

Der Weißdorn ist ebenfalls ein Steinobstgewächs in der Familie der Rosengewächse. Auch er ist ein Strauch, der bis zur Größe eines kleinen runden Baumes wachsen kann. Die roten Früchte reifen ebenso im Herbst heran, sie sind eher mehlig, aber dennoch süß-säuerlich und roh genießbar. Die Blüten, Blätter und Früchte können auch in getrockneter Form als Tee verwendet werden. Traditionell wird der Weißdorn in der Medizin als Herzstärkendes Mittel eingesetzt, da seine Inhaltsstoffe, besonders die Oligomere Proanthocyanidine (OPC), die Durchblutung des Herzens fördern sollen. Auch diese Früchte sind reich an Vitamin C, manchen B-Vitaminen, Bitterstoffe, Gerbstoffe und Flavonoide. So können auch sie zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt werden. 

Weißdorn
Weißdorn

Mispel

Die Mispel ist ein strauchartiger, etwas kleinerer Baum. Die Blätter sind länglich und etwas filzig, genutzt werden in erster Linie die braun/orangenen Früchte. Diese reifen im Herbst heran, sind roh vor dem Frost allerdings nicht genießbar, da sie zu viel Pektin enthalten. Erst nach längerer Lagerung oder Frost, kann man die Früchte am besten als Marmelade, im Tee oder zu Getränken weiterverarbeiten. Diese sind dann weicher und schmecken süßsäuerlich. Aufgrund ihrer Bitterstoffe werden die Früchte der Mispel vor allem bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt, zudem sollen sie der Gefäßverkalkung entgegenwirken. Die Mispel enthält ebenso viel Vitamin C, Vitamin E, viel Kalium, Calcium, Gerbstoffe und Pektin. 

Mispel
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Sanddorn

Der Sanddorn ist ein Strauchgewächs, der als Baum heranwachsen kann, er gehört zur Familie der Ölweidengewächse. Der Stamm und die Äste sind mit spitzen Dornen besetzt, die Blätter sind schmal, länglich und grau-grün. Von August bis Dezember trägt der weibliche Sanddorn dann kleine, gelb/orangefarbene Früchte, die zu den Schein-Steinfrüchten gehören. Die Beeren können roh gegessen oder auch zu Kompott, Saft oder Marmelade verarbeitet werden. Sie sind sauer, fruchtig und sind besonders durch ihren sehr hohen Vitamin C Gehalt bekannt. Je nach Sorte können die Beeren einen Vitamin C Gehalt von 200 – 900 mg pro 100g Fruchtfleisch aufweisen. Sie sind außerdem reich an Gerbstoffen und Beta-Karotin. Ungewöhnlicher Weise finden wir hier auch Vitamin B12, das durch eine Symbiose von Bakterien auf der Außenschale der Früchte entsteht. B12 finden wir sonst fast nur in Lebensmittel tierischen Ursprungs. Das Sanddornöl aus den Kernen ist reich an wichtigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren und wird gerne auch in der Kosmetik eingesetzt. 

Sanddorn
Sanddorn

Berberitzen

Die Berberritze, auch Essigbeere oder Sauerdorn genannt ist ein Strauch aus der Gattung der Berberitzengewächse. Auch dieser Strauch trägt Dornen, mit gelben, halbkugeligen Blüten. Die Beeren, welche von August bis November geerntet werden können, sind länglich und scharlachrot. Nur diese sind genießbar, denn der Rest der Pflanze ist giftig, wobei die Wurzelrinde teils in der Volksheilkunde eingesetzt wird. Die Beeren können roh gegessen werden, sind aber aufgrund des hohen Säuregehaltes sehr sauer! Getrocknet können sie bspw. dem Müsli oder Salaten beigemischt werden. Aber auch für die Herstellung von Marmeladen sind sie geeignet. Auch diese sind reich an Vitamin C und Kalium. In der Naturheilkunde werden sie aufgrund ihrer antibiotischen, antibakteriellen und schleimlösenden Eigenschaften bei und nach Infektionskrankheiten und Zahnfleischentzündungen eingesetzt. In der ayurvedischen Medizin werden sie außerdem zur Ausleitung von Giftstoffen aus dem Körper verwendet. 

Berberitzen
Berberitzen

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