Hagebuttensaison eröffnet – Welche Hagebutten sind essbar? Mit Rezept für Hagebuttenmark

Hagebuttensaison eröffnet – Welche Hagebutten sind essbar? Mit Rezept für Hagebuttenmark

Die roten Früchte der Heckenrose oder auch Hundsrose (rosa canina) sind beliebte Wildfrüchte, die man jetzt im Herbst ernten kann. Doch wie sieht es mit anderen Hagebutten Arten aus? Kann man diese auch essen? Wir klären dies und verraten euch auch, wie man die Hagebutten verarbeiten kann. Wir zeigen euch ein Rezept für Hagebuttenmark ohne Zucker.

Welche Vorteile bieten Hagebutten

Hagebutten sind so Manchem aus der Kindheit bekannt. Als Juckpulver gefürchtet, oder als schöne Herbstdeko geliebt. Sie sind aber auch für unsere Gesundheit sehr wertvoll. Es lohnt sich ab sofort mit der Ernte zu beginnen. Frühe Sorten reifen schon Anfang September aus. Die Hagebutten sind dann noch fest und man kann sie jetzt super zu Mus und Marmelade weiterverarbeiten. Roh kann man sie erst essen, wenn der erste Frost eingesetzt hat.Ein wichtiger Tipp zur Ernte: man sollte die sie nur an trockenen und sonnigen Tagen ernten, dann ist der Vitamin C – Gehalt der Früchte nämlich höher als an regnerischen.

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Als Vitamin C – Lieferant sind die leuchtend roten Früchte der Heckenrose spitze. Außerdem sind besonders viel Vitamin A, K und B-Vitamine enthalten. Fruchtsäuren, Pektine, Kieselsäure, Antioxidantien (hier vor allem Lycopin) sowie Flavonoide und Mineralien wie Zink, Kupfer, Eisen, Magnesium und Calcium sind ebenso reichlich vorhanden.

Welche Hagebutten sind essbar?

Grundsätzlich sind alle heimischen Hagebuttenarten essbar. Vor allem die Früchte der Wildrosen und Sorten, die man speziell zur Hagebuttenernte gezüchtet hat, haben große Früchte. Manche Rosenarten tragen nur sehr kleine Früchte, deren Ernte dann sehr mühsam ist. Besonders ertragreich ist neben der Heckenrose, die bei uns am häufigsten anzutreffen ist, die Kartoffelrose (Rosa rugosa) oder die Apfelrose (Rosa villosa) eine sehr beliebte Sorte, wenn es darum geht reichlich Hagebutten zu ernten.

Kartoffelrose
Kartoffelrose

Verarbeitung der Hagebutten

Am besten erntet man Hagebutten mit Handschuhen, um sich an den Dornen nicht zu verletzten. Man sollte Hagebutten allerdings zügig verarbeiten, da der Vitamin-C Gehalt bei längerer Lagerung abnimmt. Zum trocknen oder um Hagebutten zu Pulver zu verarbeiten, sollten sie noch druckfest sein. Wenn man sie frisch ernten und direkt vom Stock essen möchte, sollten sie schon weich sein. Für empfindliche Menschen können die feinen Härchen im Inneren reizend wirken, weshalb sie vorher entfernt werden sollen. Auch die Kerne sind sehr hart. Sie kann kann aber aufheben und zu einem wertvollen Kernlestee verarbeiten. Getrocknet kann man Hagebutten zu Pulver verarbeiten oder einen leckeren Tee davon kochen. Man kann sie auch Teemischungen beigeben und sogar das Einfrieren ist möglich.

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Hagebuttenmark

Hagebuttenmark ist sehr beliebt und ganzjährig im Supermarkt oder Bioladen zu finden. Oftmals enthält gekauftes Hagebuttenmark allerdings zwischen 50-60% Zucker. Aus diesem Grund kann man es selbst einkochen und weniger Zucker verwenden.

Für 4 Gläser Hagebuttenmark benötigt man:

500g frische Hagebutten

400ml Wasser

Die Hagebutten sollten noch nicht zu weich sein. Ein Drucktest hilft, um den Reifegrad zu bestimmen. Sie sollten nicht komplett hart, aber auch nicht bereits matischig sein. Dann sind sie genau richtig, um ein leckeres zuckerfreies Mark herzustellen. Man kann das Rezept natürlich auch verdoppeln und eine größere Menge machen, allerdings benötigt das Sammeln der Hagebutten eine gewisse Zeit. 

Die geernteten Früchte der Heckenrose werden zunächst gewaschen und mit 400 ml Wasser ca. 45-60 Min. gekocht, bis sie sehr weich sind. Alternativ kann man auch einen Schnellkochtopf benutzen. Hier dauert es nur ca. 10-15 Minuten. Anschließend muss man die Früchte durch ein Sieb passieren oder nutzt eine Flotte Lotte. Um feines Mus zu erhalten, das keine Kerne und Härchen mehr enthält empfiehlt es sich, das Mus mehrfach zu passieren und einen immer feinere  Scheibe einzulegen. Man kann mir 3mm beginnen und zum Schluss mit der 1mm Scheibe passieren. Das fertige Mus kann man in ein saubere Gläser geben, die vorher sterilisiert wurden. Gekühlt ist das Mark so mindestens vier Wochen haltbar. Wer es länger aufheben möchte, kann es entweder mit Glas einfrieren oder nach dem Passieren nochmals aufkochen und dann wie Marmelade heiß in das Glas einfüllen, bis sich ein Vakuum bildet.  Möchte man Marmelade machen  oder doch etwas Zucker verwenden, empfiehlt sich das Verhältnis 2:1 (Fruchtmark:Zucker). 

Weitere tolle Produkte der Hagebutte

Sehr zu empfehlen ist auch das Hagebuttenpulver, auch das kann man selbst machen. Es liefert ebenfalls Vitamin C und kann bei Arthrose helfen. Ein Rezept folgt. Aber auch frischer Hagebuttentee ist sehr lecker. Warum natürliches Vitamin-C so wichtig ist, und man keine Vitamin-C Brausetabletten kaufen sollte, kann in diesem Beitrag nachgelesen werden.

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