Kräuterseife selber machen

Selbstgemachte Kräuterseifen – so machst du Seifen einfach selber

Etwas was wir in 2020 gelernt haben ist, dass regelmäßiges Händewaschen und das ständige desinfizieren, unserer Hände vor Viren schützen kann. Wir haben vielleicht aber auch festgestellt, dass dies unsere Haut extrem beanspruchen kann und unsere Hände austrocknen oder rissig werden können. Meist verwenden wir für das Händewaschen synthetisch hergestellte Seifen. In den gängigen Seifen die wir in Drogeriemärkten bekommen, sind meist etliche Zusatzstoffe enthalten, die unserem Körper und unserer Gesundheit schaden können. Darunter befinden sich Silikone, Allergene Duftstoffe, Farbstoffe, PEG-Derivate, Tenside, Mineralöle und Parabene.

Um sicher zu gehen, dass man Naturseifen verwendet, die frei von diesen Zusatzstoffen sind, ist es eine gute Alternative, die Seifen selbst herzustellen. Dabei kannst du selbst bestimmen, was in deine Seife rein soll und wie du sie herstellen möchtest. Du kannst feine Kräuter und Heilpflanzen hinzufügen um deine Hautgesundheit zu stärken. Viele Heilpflanzen haben zudem den positiven Effekt, dass sie antivirale und antibakterielle Eigenschaften besitzen.  Wie du eine Kräuterseife herstellst und was du dafür brauchst, möchten wir dir nun erklären. 

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Kräuterseife selbstgemacht 

Es gibt verschiedene Methoden Seifen herzustellen. Dazu kann man entweder eine Seifenbasis, auch Rohseife genannt, verwenden, die geschmolzen und anschließend mit den gewünschten Kräutern oder ätherischen Ölen versehen wird. Dies ist eine sehr schnelle und einfache Variante, wobei du natürlich auch die Basis selbst herstellen kannst. Kommen wir also zur zweiten Variante. Hierfür benötigst du etwas mehr Zutaten und Geduld, da die Seife einige Zeit „reifen“ muss. 

Bevor man die Seifenbasis selbst herstellt, sollte man sich gut über die benötigten Zutaten informieren. Für die Herstellung braucht man eine Natronlauge, die allerdings ätzend und giftig ist. Daher sollte man stets Schutzhandschuhe, eine Schutzbrille, Schutzkleidung sowie Utensilien verwenden, die ausschließlich für die Seifenherstellung verwendet werden. Falls du die Seife in einem geschlossenen Raum herstellst, solltest du unbedingt gut lüften und Tiere und kleine Kinder sollten in der Zeit der Seifenherstellung nicht im selben Raum sein. 

Deine Basis kannst du aus Kokosfett, Olivenöl, Sonnenblumenöl und Sheabutter herstellen. Dazu benötigst du die Natronlauge (Natriumhydroxid) und Mineralwasser, sowie die Küchenutensilien und Schutzkleider. Im Internet findest du einige Anleitungen zur Herstellung der Seifenbasis. 

Wir möchten nun aber näher auf die Kräuter eingehen, die du verwenden kannst. Um ein Gefühl für die Seifenherstellung zu bekommen, möchten wir dir einfachheitshalber die Herstellung mit einer fertigen Seifenbasis vorstellen. Diese enthält bereits die natürlichen Öle aus einer Basis aus Kokosfett oder Sheabutter, Olivenöl oder auch aus Schafs- oder Ziegenmilch. Diese Öle und Fette versorgen die Haut natürlich mit Feuchtigkeit und schützen die Haut durch eine Rückfettung vor dem Austrocknen. 

Das Rezept für Kräuterseife

Die Seifenbasis wird in einem Topf erhitzt und du kannst nun z.B. ätherische Öle oder ein selbsthergestelltes Kräuteröl, oder Blüten und Blätter hinzugeben. Für einen Peeling Effekt kannst du auch Kaffeesatz hinzufügen. Nun kannst du die Seife in eine Form füllen. Hierfür eignen sich Silikonförmchen, die man normalerweise zum Backen verwendet. Du kannst die Seife aber auch in eine leere Klopapierrolle füllen und diese nach dem aushärten aufschneiden und die Seife dann in die gewünschte Dicke, in Scheiben schneiden. Nach dem Einfüllen in die Form kannst du die Seife noch mit Blüten verzieren. Die Kräuterseife braucht ca. 15- 30 Minuten um auszukühlen und auszuhärten. Danach kannst du sie direkt benutzen oder als schönes Geschenk verpacken und deinen Liebsten eine Freude damit bereiten.

Heilpflanzen die sich für die Seifenherstellung gut eignen

Hier kannst du deiner Kreativität natürlich freien Lauf lassen, aber als Anregung möchten wir dir gerne ein paar Ideen an die Hand geben. 

Ringelblume (Calendula)

Die Ringelblume kann die Regenerationsfähigkeit der Haut unterstützen und die Heilung von rauer, eingerissener Haut fördern. Die Ringelblume besitzt antientzündliche Eigenschaften und kann helfen, Rötungen und Schmerzen zu lindern. Sie verströmt einen feinen Duft und die Blüten können deine Seife sehr schön verzieren. 

Lavendel 

Der Lavendel gibt deiner Seife einen sehr angenehmen Duft. Die Pflanze ist besonders durch ihre beruhigenden Eigenschaften bekannt, sie kann aber auch antimikrobiell wirken, was sie für den Einsatz in einer Seife zum perfekten Kandidat macht. Die Blüten eignen sich hervorragend in der Seife und als Dekoration auf der Seife. 

Lavendel Arten

Rose 

Die Rose ist eine sehr beliebte Pflanze in Kosmetika. Dies ist zum einen auf den lieblichen Duft zurückzuführen, aber auch auf ihre antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften. Sie kann Hautreizungen lindern und soll sogar zur Hautstraffung beiführen. Somit ist sie auch in Seifen sehr beliebt. Für die Seife kannst du ein ätherisches Öl oder ein selbstangesetztes Rosenöl verwenden. Die Rosenblätter können zusätzlich als Dekoration in der Seife verwendet werden. In diesem Beitrag findest du übrigens die 5 wichtigsten Heilrosen.

Zitronenmelisse 

Die Melisse haben wir euch bereits schon mal in einem anderen Beitrag, zur Lippenpflege gegen Herpes vorgestellt und bei der Pflege von trockenen Lippen im Winter. Die Zitronenmelisse eignet sich aber auch super für die Seifenherstellung. Zum einen riecht sie unglaublich gut, erfrischend und hat somit auch einen vitalisierenden Effekt. Die Melisse bietet uns aber noch mehr, da sie antibakterielle und antivirale Eigenschaften besitzt und unsere Hände somit durch das Waschen einer Melissenseife, doppelt geschützt und gestärkt werden. 

Auch Kräuter wie Rosmarin, Brennnessel, Pfefferminz und Salbei eignen sich hervorragend für die Seifenherstellung. Hier kannst du Kräuter nach deinem Belieben verwenden und die Kräuterseife auf dich anpassen. 

Wichtige Sammelzeitpunkte im Blick behalten

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