Der Februar fühlt sich oft noch nach Winter an für die Anzucht ist er aber ein echter Geheimtipp. Während draußen Frost herrscht, kannst du drinnen auf der Fensterbank bereits den Grundstein für ein gesundes, ertragreiches Gartenjahr legen. Wer jetzt im Februar mit der Anzucht beginnt, ist Wochen voraus: kräftigere Pflanzen, frühere Ernte und deutlich weniger Ausfälle. In diesem Beitrag erfährst du, was du im Februar säen solltest, warum Mini Gemüse gerade jetzt ideal sind und wie dir die Anzucht sauber, einfach und ohne Erde gelingt.
Warum der Februar für die Anzucht so entscheidend ist
Im Februar verändert sich etwas Grundlegendes. Die Tage werden länger, das Licht kehrt langsam zurück, und Pflanzen reagieren darauf, selbst drinnen. Samen brauchen keine sommerliche Wärme, sondern einen Impuls, um zu starten. Genau diesen liefert der Februar. Vor allem Pflanzen mit langer Entwicklungszeit profitieren davon, jetzt vorgezogen zu werden. Sie wachsen ruhiger, entwickeln stärkere Wurzeln und sind später weniger anfällig. Das gilt nicht nur für klassisches Gemüse, sondern auch für viele heimische Wildpflanzen, die auf diesen frühen Zeitpunkt angewiesen sind.
Dieses Gemüse solltest du im Februar vorziehen
Besonders Fruchtgemüse wie Tomaten, Paprika, Chili oder Auberginen haben einen langen Weg vor sich. Wenn sie erst im März oder April gesät werden, geraten sie schnell unter Zeitdruck. Beginnen sie dagegen jetzt auf der Fensterbank, wachsen sie gleichmäßiger und kräftiger. Auch verschiedene Kohlarten wie Brokkoli, Blumenkohl, Wirsing oder Grünkohl lassen sich im Februar sehr gut vorziehen. Sie mögen die kühleren Temperaturen und danken den frühen Start später mit gesunden, stabilen Pflanzen. Gleiches gilt für Salate und Porree, die im Februar langsam, aber zuverlässig keimen.

🍅 Fruchtgemüse (früh starten = mehr Ertrag)
- Paprika
- Chili
- Aubergine
👉 Brauchen eine längere Entwicklungszeit – Februar ist ideal, damit sie später nicht „hinterherhinken“.
🥬 Blatt- & Kohlgemüse ab Ende Februar
- Brokkoli
- Blumenkohl
- Wirsing
- Grünkohl
- Kopfsalat & Pflücksalat
Perfekt für frühe Beete oder größere Töpfe und auch ideal für Mischkultur.
🧅 Zwiebelgewächse
Im Februar ausgesät, werden sie besonders kräftig.

Mit Wildkräutern durchs ganze Jahr
In unseren eigenem Buch „Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr“ (hier erhältlich), haben wir unsere Erfahrungen mit heimischen Wildkräutern und Heilpflanzen nieder geschrieben. Dazu gibt es zu jeder Pflanzen großformatige Bilder und Empfehlungen zur Verwendung in der Hausapotheke und in der Küche. Wie der Titel schon verrät, ist das Buch in Jahreszeiten aufgeteilt. Vom Frühling bis in den Wintern hinein zeigen wir dir, wann du welche Teile der Pflanzen sammeln und verwenden kannst. Du bekommst das Buch in unserem eigenen Kräuterhexen – Onlineshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de wo du auch weitere unserer selbst entwickelten Projekte, wie den Saisonkalender für Wildkräuter (hier erhältlich) findest, den du übrigens jedes Jahr erneut benutzen kannst! Mit einem Einkauf in unserem Kräuterhexenshop unterstützt du direkt unsere Projekte wie diesen Kräuterblog.

Wildpflanzen & Wildkräuter: Jetzt oder ein ganzes Jahr warten
Viele heimische Wildpflanzen sind sogenannte Kaltkeimer. Das bedeutet: Sie brauchen eine Phase von Kälte, um überhaupt zu keimen. Wird diese verpasst, bleiben die Samen oft monatelang, manchmal sogar jahrelang, inaktiv.
❄️ Diese Wildpflanzen solltest du jetzt aussäen:
- Wilde Möhre
- Wiesen-Salbei
- Schafgarbe
- Beifuß
- Johanniskraut
- Echinacea (Sonnenhut)
- Wegwarte
- Borretsch
- Malve
Sie brauchen den Temperaturwechsel zwischen Kälte & milder Wärme – genau das bietet der Februar. Daneben gibt es auch robuste Wildkräuter wie Löwenzahn, Vogelmiere oder Wegerich, die keinen starken Kältereiz brauchen und sich ebenfalls sehr gut jetzt ansäen lassen, auf der Fensterbank oder draußen.
Fensterbank oder draußen? So triffst du die richtige Entscheidung
Nicht alles gehört an denselben Ort. Empfindliches Gemüse und wärmeliebende Arten fühlen sich auf der Fensterbank am wohlsten. Robuste Wildpflanzen und Kaltkeimer dürfen und sollen die Kälte spüren. Genau dieses Zusammenspiel macht den Februar so besonders.
- Gemüse & empfindliche Wildkräuter:
→ auf der Fensterbank vorziehen - Robuste Kaltkeimer:
→ draußen in Töpfen oder Kisten aussäen - Microgreens:
→ ganz klar drinnen, warm & hell
Wer Wildpflanzen etablieren möchte, sollte den Februar nicht verstreichen lassen. Er ist das Zeitfenster, das die Natur vorgibt.
Microgreens: Die perfekte Ergänzung zur Februar-Anzucht
Während Gemüse und Wildpflanzen Wochen brauchen, liefern Microgreens schon nach wenigen Tagen frisches Grün. Sie sind ideal für den Februar, weil sie wenig Licht benötigen, kaum Platz brauchen und direkt auf der Fensterbank wachsen. Besonders sauber und unkompliziert gelingt der Anbau auf Naturfaservlies statt Erde. Kein Schmutz, keine Trauermücken, keine Sauerei, dafür gleichmäßige Feuchtigkeit und zuverlässige Keimung. So kannst du schon im tiefsten Winter ernten, während draußen noch alles ruht.

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Nutze den Februar, um ohne Eile zu beginnen
Der Februar ist kein Monat des Wartens. Er ist ein Monat des Vorbereitens, Verstehens und Vorausgehens. Wer jetzt Gemüse vorzieht, Wildpflanzen aussät und sich parallel mit frischem Grün versorgt, arbeitet im Rhythmus der Natur – und wird später dafür belohnt.
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