Löwenzahnwurzel – Hervorragende Bitterstoffquelle

Löwenzahnwurzel – Hervorragende Bitterstoffquelle

Löwenzahnwurzeln kann man essen. Doch wie kommt man an sie? Um an die Wurzel zu gelangen, nimmt man am besten ein Messer und Handschuhe mit. Löwenzahn färbt die Hände braun. Da er ein Tiefwurzler ist, kann man den Löwenzahn am besten mit dem Messer herausstechen. Die Wurzelstücke lässt man dann zunächst erstmal einen Tag trocknen, so sind die Erdreste besser abzuklopfen. Sie fallen dann leichter ab. Abschließend muss die Wurzel gründlich gewaschen werden, damit die Erde und der Sand nicht im Tee landen.
Man kann die gewaschene Wurzel frisch zum Würzen verwenden, oder aber reiben bzw. in kleine Stücke schneiden und trocknen. Es empfiehlt sich die geriebenen Wurzelstücke in der Sonne zu trocknen. Das ist stromsparend und am natürlichsten. Um die Wurzel zu pulverisieren, nutze ich den Thermomix. Eine normale Küchenmaschine sollte aber auch gehen.

Warum benötigen wir Bitterstoffe?

Das Problem ist hausgemacht. Durch die industrielle Nahrung nehmen wir immer weniger Bitterstoffe zu uns. Bitter schmeckt nicht. Deswegen muss es überall verschwinden. Ich erinnere mich, dass in meiner Kindheit vieles noch viel bitterer war. Vielleicht ist das aber auch nur gefühlt so gewesen. Aber mein Eindruck ist, dass Bitterstoffe zunehmend auch aus Obst und Gemüse herausgezüchtet werden. Aus Fertigprodukten sind sie sowieso verschwunden. Unsere Geschmacksnerven wurden auf süß und salzig getrimmt, nicht aber auf bitter. Wildkräuter isst leider sowieso fast keiner und so fehlen die Bitterstoffe vor allem bei der Verdauung der Nahrung. Bitter mögen wir also nicht mehr. Die Folgen sind verheerend. Funktioniert die Verdauung nicht richtig, kann der Organismus nicht optimal versorgt werden. Es werden weniger Nährstoffe aufgenommen und Symptome wie Blähungen oder Völlegefühl sind nur der Anfang. Gut ist es, den Geschmack langsam wieder daran zu gewöhnen bittere Speisen zu mögen.

 

Wie kann man den Geschmack umgewöhnen?

Bei mir begann alles mit Rucola und Endiviensalat. Das konnte ich gut essen. Als ich zum ersten Mal Löwenzahn probierte, gingen nur ein paar Blätter. Man muss sich da einfach langsam steigern. Heute nutze ich Löwenzahnwurzelpulver wohl dosiert im Müsli und als Gewürz in Suppen und Soßen. Wohl dosiert, dominiert es das Gericht nicht, denn das sollte es nicht. Ein kleiner Hauch reicht für den Anfang schon aus. Wichtig ist, dass Bitterstoffe zunächst wieder in unser Bewusstsein kommen, damit wir diesen Mangel überhaut wahrnehmen.

 

Welche Teile sind noch essbar?

Natürlich kann man auch die Blätter essen. Das mache ich sehr häufig in all meinen Wildkräutersalaten.
Sammle ein paar Blätter Löwenzahn, am besten von einer Wiese, auf der keine Hunde ihre Hinterlassenschaften liegen lassen, es keine Kunstdüngung oder Abgasverunreinigung gibt und wasche die Blätter gründlich.
Für einen Aufguss übergießt du einfach ein paar Blattteile mit heißem Wasser, lässt das 8min ziehen und fertig ist der Tee. Alles zum Löwenzahnwurzeltee findet ihr hier

 

Mein Tipp gegen Löwenzahnflecken

Wer übrigens doch beim Ernten ein paar unschöne Flecken abbekommt, für den habe ich noch einen Tipp. Braune Flecken an den Händen bekommst du mit einem Peeling aus Jojobaölund Zucker super einfach weg Außerdem pflegt das die Hände  Dazu einfach Jojobaöl auf die Handinnenfläsche tröpfeln, Zucker darauf streuen und alles ca. 1min in den Händen verreiben. Danach gründlich abwaschen. Fertig

Wer den Tee gerne trinken möchte, aber keine Zeit hat, nach Wurzeln zu stechen, der kann ihn auch bestellen. Ich habe mit diesem Produkt sehr gute Erfahrungen gemacht. Ihr könnt es hier bestellen.

Auch das Pulver kann man schon fertig kaufen. Sonnengetrocknet und in Bioqualität…..



1 thought on “Löwenzahnwurzel – Hervorragende Bitterstoffquelle”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.